Der Begriff Börde (Süddeutsch Gäulandschaft) entstammt althochdeutsch: giburida- Gerichtsbezirk; was einem zukommt / bzw. plattdeutsch „bören“, das tragen, heben bedeutet. Die Börde war demnach ein Bezirk, in dem die Einwohner gemeinsam die öffentlichen Lasten zu „bören“, zu tragen hatten. Börde kann als „Steuerhebebezirk“ übersetzt werden.
Landschaftlich bezeichnet das Wort ein flaches und baumarmes Land mit fruchtbarem Lössboden. „Bören“ wird in diesem Zusammenhang auch mit „ertragreich sein“ übersetzt. Lößbörden zeichnen sich durch feinkörnige, steinfreie, leicht kalkhaltige Lehmböden auf dem im Eiszeitalter angewehten Löss aus. Solche Börden finden sich in Deutschland vor allem im norddeutschen Altmoränengebiet am Rande der Mittelgebirgsschwelle. Die so entstandenen Schwarzerdeböden der Hildesheimer Börde zählen zu besten Böden Deutschlands.
So wird der Boden eines Betriebes in Machtsum im Kreis Hildesheim als Maßstab für die landwirtschaftliche Bodenqualität benutzt, indem ihm die Bodenzahl 100 zugewiesen wurde, nachdem der vorherige Reichsrichtbetrieb in Eickendorf, 25km südlich von Magdeburg, nach der Deutschen Teilung außerhalb des Bundesgebiets lag.