Das Gäu (oder besser "Die Gäue") ist eine Kulturlandschaft in Baden-Württemberg.
Das Gäu ist eine landwirtschaftlich intensiv genutzte Gegend, dessen Böden in der Hauptsache aus Parabraunerden aus Löss bestehen. In den sogenannten "Armen Gäuen" fehlt die Lössüberdeckung: Auf den anstehenden verkarsteten Kalken des Oberen Muschelkalks haben sich meist nur flachgründige und weniger fruchtbare Rendzinen entwickelt. Auf den Lesesteinriegeln haben sich Hecken gebildet (Heckengäu).
Vergleichbare Landschaften in unmittelbarer Angrenzung an die Landschaft(en) des Gäu sind beispielsweise die Gebiete östlich des mittleren Neckars, so das Schmidener Feld.
Großräumig bzw. geologisch lässt sich das Gäu als Teil der gesamten Landschaft zwischen Schwarzwald und Keuperwäldern betrachten, die durch den im Untergrund anstehenden Muschelkalk geprägt ist. Sie verengt sich im Süden auf die Landstriche am oberen Neckar nördlich der Baar. Im Norden erweitert sie sich stark bis in die Gegenden Unterfrankens. Dieser "Muschelkalkfächer" wiederum ist Teil einer umfangreichen "Fächerlandschaft", der Südwestdeutschen Schichtstufenlandschaft.
'Gau' (bzw. 'Gäu') kommt aus dem mittelhochdeutschen und war ein Terminus für 'gutes Ackerland'. Diese Wortendung findet sich in den verschiedenen geographischen Naturräumen im Südwesten Deutschlands wieder, beispielsweise: Oberes Gäu, Kraichgau, Klettgau, Strohgäu, Heckengäu, Pfinzgau, Ochsenfurter Gau. Charakteristisch für die Gäulandschaften ist, dass man als anstehendes Gestein Löss vorfindet und hiermit die natürliche Fruchtbarkeit erklären kann.
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"Gäu (Baden-Württemberg)".
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