Furnierstapel.jpg Als Furnier bezeichnet man dünne Holzblätter, die mit verschiedenen Verfahren hergestellt und für verschiedene Zwecke weiterverarbeitet werden. Das Wort Furnier wurde im 16. Jahrhundert dem französischen „fournier” entlehnt. Es bezeichnete den Vorgang, weniger wertvolles Holz mit einem edlen Blattholz zu belegen. Wortwörtlich bedeutet fournier „liefern, mit etwas versehen”.
Die älteste Methode ist das Sägen. Vom Stamm werden die Furnierblätter mit der Säge abgetrennt. Da hierbei Verschnitt entsteht, ist dies eine aufwändige und teure Methode. Andererseits ergibt Sägefurnier ein natürliches Bild, so dass eine mit Sägefurnier belegte Fläche von massivem Holz kaum zu unterscheiden ist. Sägefurnier wird für Sichtfurniere bei hochwertigen Innenausbauarbeiten eingesetzt.
Eine Sonderform des Messerns stellt das exzentrische Messern dar. Hierbei wird der Stamm nicht auf- und ab bewegt, sondern exzentrisch um seine Längsachse bewegt. Dadurch erhält man etwas breitere Blätter als beim einfachen Messern. Jedoch erscheint die Maserung der Furnierblätter dadurch unnatürlich gestreckt.
Messerfurniere werden vornehmlich als Sichtfurniere auf billigeres Trägermaterial (meist Spanplatten) aufgebracht.
Diese verwendet man zum Belegen von Plattenmaterial oder anderem Material, um eine edle Holzoptik zu erzeugen. Hierzu werden meist Messerfurniere, seltener die teuren Sägefurniere eingesetzt. Besonders schöne Ergebnisse erreicht man mit teuren Maserfurnieren, die aus Wucherungen oder Wurzelknollen gewonnen werden.
Man kann das Furnier zu verschiedenen Bildern fügen:
| Furnierbild_gestuerzt.png | Furnierbild_gelegt.png | Furnierbild_kopfgestuerzt.png |
Weitere Beispiele für Einsatz und Verwendung von Edelholz-Furnier siehe Edelholz
Diese werden bei hochwertigen Arbeiten als zusätzliche Schicht zwischen Trägermaterial und Deckfurnier eingebracht. Dadurch wird verhindert, dass Schäden des Trägermaterials durch das Deckfurnier durchschimmern. Unterfurniere bestehen meist aus Messerfurnieren minderer Qualität.
Dies sind furnierte Flächen, die nach dem Einbauen des Werkstückes nicht mehr sichtbar sind, beispielsweise die Innenseiten eines Sockels. Hierfür werden meist Messerfurniere minderer Qualität verwendet. Dies ist nötig, da sich die Unterlage mit der Zeit verziehen könnte, wäre sie nur einseitig furniert.
So werden Furniere bezeichnet, die beim Herstellen von Platten die Platte "absperren". Dies gilt insbesondere für die Tischlerplatte. Diese besteht aus langen Holzstäben, auf die das Absperrfurnier - bezogen auf die Maserrichtung - um 90° versetzt aufgeklebt wird. Für Absperrfurniere werden meist Schälfurniere verwendet.
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