Der Begriff "Funktionalismus" wird in Soziologie, Ethnologie und Politologie zur Bezeichnung von verschiedenen Ansätzen verwendet.
Bedeutsam geworden sind solche funktionalistischen Theorien, die dynamische Prozesse richten. Man spricht hier vom Strukturfunktionalismus.
Die bedeutendsten Vertreter des sozialwissenschaftlichen Funktionalismus sind Bronislaw Malinowski und Alfred Radcliffe-Brown.
Funktionalismus bezeichnet an der Funktion von Politiken ausgerichtete Vorstellung politischer Gestaltung, bspw. das Zusammenwachsen von Staaten bzw. die Aufgabe staatlicher Souveränität zugunsten überstaatlicher Institutionen. Einzelne Politikbereiche werden schrittweise - bspw. über internationale Abkommen - miteinander verschmolzen, welche dann ähnliche Prozesse in anderen Politikbereichen nach sich ziehen (Spill-Over-Effekt) und zur Bildung gemeinsamer politischer Institutionen führen.
Der Funktionalismus, begründet durch Mitrany und Monnet, versteht sich als Gegenentwurf zum machtorientierten Realismus. Die Akteure des internationalen Systems sind dabei technische Eliten, supranationale Organisationen, form follows function heißt in diesem Zusammenhang, dass sich die "high politics" dann schon anpassen werden, wenn die "low politics" im Kooperationsgeflecht aufgehen ("Übertragungseffekt").
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"Funktionalismus (Gesellschaft)".
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