Eine Funktion ist in der Informatik die Bezeichnung eines Programmierkonzeptes. Die genaue Bedeutung hängt von der Art der verwendeten Programmiersprache ab:
Funktionen können einen oder mehrere Aufrufparameter haben und liefern nach ihrem Ende einen Funktionswert zurück. Funktionen werden typischerweise in Bibliotheken thematisch gebündelt. Neben Standardfunktionen, mit denen man zum Beispiel an die Schnittstellen des Betriebssystems ankoppeln kann, gibt es auch eigenständige Funktionen, die lediglich Daten verarbeiten und wiederkehrende Aufgaben, wie das Suchen einer Zeichenkette in einem Text, übernehmen.
Je nach Programmiersprache werden für Funktionen unterschiedliche Bezeichnungen verwendet. So werden Funktionen in Java als Methoden bezeichnet, um ihre Zugehörigkeit zu einem Objekt (siehe Objektorientierte Programmierung) zu betonen. Andere Bezeichnungen sind sub (von Subroutine) in Perl oder allgemein Routine. In einigen Programmiersprachen unterscheidet man zwischen Funktionen, die einen Wert als Ergebnis einer Berechnung zurückliefern, und Routinen, die nur Code ausführen.
Funktionen können, je nach Art der Parameterübergabe, auch Parameterwerte verändern, z. B. wenn inc(x) das Argument um eins erhöht (Inkrement). Funktionen, deren Aufruf ihre Argumente und ihre Umgebung niemals verändert, heißen nebeneffektfreie Funktionen.
int Summe(int a, int b) { return a + b; }
Beispiel eines Funktionsaufrufs in C:
ergebnis = Summe(1, 2);
Beispiel einer Funktionsvereinbarung in Pascal:
FUNCTION Summe(a:Integer, b:Integer):Integer; BEGIN Summe := a + b; END;
Beispiel eines Funktionsaufrufs in Pascal:
ergebnis := Summe(1, 2);
Beispiel eines Funktionsaufrufs in Powerbasic:
Function Summe(a AS Integer, b AS Integer) AS Integer Summe=a+b end function
Beispiel eines Funktionsaufrufs in Powerbasic:
ergebnis = Summe(1, 2)
Eine weitere Funktion wäre max :: Int -> Int -> Int max a b | a > b = a | otherwise = b Diese Schreibweise erinnert an die mathematische Definition des Maximums zweier Zahlen.
Ein funktionales Programm besteht ausschließlich aus Funktionsdefinitionen und besitzt keine Kontrollstrukturen wie Schleifen. Wichtigstes Hilfsmittel für die funktionale Programmierung ist daher die Rekursion.
Funktionen sind in funktionalen Programmiersprachen Objekte, mit denen wie mit Variablen gearbeitet werden kann. Insbesondere können Funktionen also als Argument oder Rückgabewert einer anderen Funktion auftreten. Man spricht dann von Funktionen höherer Ordnung
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"Funktion (Programmierung)".
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