Funktechnik ist die Methode drahtloser Übertragung von Signalen aller Art mit Hilfe elektromagnetischer Wellen.
Beim Sprechfunk oder beim Morsen senden mehrere Personen abwechselnd auf demselben Kanal (meist eine Frequenz oder ein Frequenzpaar), so dass Kommunikation in beide Richtungen möglich ist.
Neben Morsesignalen und Sprache werden auch stehende und bewegte Bilder, zum Beispiel Wettersatellitenbilder oder Fernsehen, und elektronische Nutzdaten aller Art übertragen.
In der jüngeren Geschichte der Funktechnik werden häufig direkt von den Geräten Kommunikationsprotokolle wie GSM, UMTS (beides für Mobiltelefone), 802.11 (drahtloses Computernetzwerk) oder Bluetooth (drahtlose Kommunikation mit digitalen Peripheriegeräten) verwendet.
Obwohl die Technik heutzutage eine ganz andere geworden ist, erhielt sich der namensgebende Wortbestandteil Funk in Begriffen wie Rundfunk, Mobilfunk, Hörfunk usw. sowie im Firmennamen Telefunken bis heute.
Eine neue Entwicklung der Funktechnik wurde durch extrem energiesparende Miniaturisierung möglich: batterielose Funktechnik für die Anwendung in Schaltern und Sensoren. Auch bei der Vernetzung verschiedenartiger Geräte, wie z. B. im Rahmen der (ZigBee)-Allianz, wird die batterielose Funktechnik bereits eingesetzt. Die für den Sendeprozess erforderliche Energie wird dabei aus der Umgebung gewonnen (Tastendruck, Temperaturdifferenz, Licht, Vibrationen...).
Bei Frequenzen größer als etwa 100 MHz machen sich auch zunehmend Störungen durch Reflexionen bemerkbar. Als Reflektor wirken dabei größere Flächen von Mauerwerk, Metall, Bodenflächen aber auch Drähte, Türme oder Wasserflächen. Die Reflexionen wirken sich unter Umständen äußerst störend aus. Es kann zu zeitlich versetztem Doppelempfang mit Signalverfälschungen und Gruppenlaufzeitverzerrungen kommen ebenso wie zu teilweiser oder vollständiger Auslöschung gegenphasiger Signalanteile. Je kleiner die Wellenlänge der gestörten Signale ist, desto anfälliger ist der Signalweg. Die Bewegungen von Sende- oder Empfangsantenne oder anderen Objekten im Signalweg um wenige Zentimeter kann die Übertragung schon massiv beeinträchtigen. Dieser Effekt wird beim Passivradar nutzbringend verwendet.
Effekte bei der drahtlosen Ausbreitung in der Erdatmosphäre
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