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Ful (franz.: peul oder peulh, engl:. fulani) gehört zum atlantischen (auch "westatlantischen") Zweig der Kongo-Kordofanischen Sprachen. Der östliche Dialekt der Sprache wird Ful oder Fulfulde genannt, der westliche Dialekt oft Poular oder Pulaar.

Eine nah verwandte Sprache ist das Wolof.

Der Language Code ist ff bzw. ful (nach ISO 639).

Verbreitung


Ful wird in einem langen Band durch den Sahel und der Savanne vom Senegal und Guinea bis in den Sudan gesprochen. Größere Gebiete, in denen Ful gesprochen wird, sind das Futa Jalon, das Futa Toro, die Massina im Niger-Binnendelta um Djenné sowie Nordnigeria, Südniger und vor allem Nordkamerun (Hochland von Adamaua), wo es als Lingua franca dient. Das Ful gehört neben dem Hausa zu den weitestverbreiteten Sprachen (West)-Afrikas.

Grammatik und Phonetik


Das Ful gehört zu den Sprachen mit Nominalklassensystem, wobei es über 24 Nominalklassen verfügt (eine Nominalklasse ist so etwas ähnliches wie unser grammatisches Geschlecht. Sogesehen hätte das Deutsche drei Nominalklassen: männlich, weiblich, sächlich). Die interessanteste Nominalklasse ist die Personenklasse, die über die Suffixe "o", pl. "be" verfügt, die in der ganzen Sprachfamilie verbreitet sind und ihr equivalent in Bantu "mu", pl. "ba" haben und in der Form "Muntu", pl.: "Bantu" Mann. Männer dem ganzen Sprachzweig seinen Namen gaben (bekannt ist dieses Präfix z.B. im Namen "Watussi", eigentlich eine Pluralform von "Tutsi"). Darüberhinaus verfügt das Ful, ähnlich dem in keiner Weise verwandten Keltischen über so genannte Anlautmutationen (wie auch andere atlantische Sprachen). Typisch für das Fulfulde sind so genannte Implosiv-Laute.

Die Sprecher


Das Ful wird in mehreren Staaten der Sahara und des Sahel gesprochen:

  • Den "Bororo" oder im pl.: "Wororbe", die bis heute nur wenig islamisiert sind und einen recht ursprünglichen Rindernomadismus betreiben und in Mali und Niger anzutreffen sind.
  • Den Toukoulor (Tukulor) in Mauretanien und Senegal.
  • den so genannten "Haus-Fulbe" die mit Usman dan Fodio die Stadtstaaten Nordnigerias erobert haben, einem strengen Islam anhängen und heute immer mehr in den Hausa aufgehen.
  • der Bevölkerung Nordkameruns, die ein grammatisch vereinfachtes Fulfulde als Lingua franca gebraucht, jedoch ihre ethnische Identität meist bewahrt.
  • Übersichtskarte Verteilung der Fulbe (Peul, Halpoular): http://www.worldtrek.org/odyssey/africa/091899/gifs/fulani.gif

Forschung


Die so genannte Fulistik ist heute ein Teil der Afrikanistik, der auf August Klingenheben, den Begründer der Fulistik zurückgeht.

Literatur


  • August Klingenheben: Die Sprache der Ful. J. J. Augustin, Hamburg 1963, ISBN 3870300418

Klingenheben beschreibt den Dialekt der Region Yoola (Ostnigeria, Adamawa Province).

Es gibt weitere Bücher, die sich mit verschiedenen Dialekten des Fulfulde beschäftigen. Einige davon sind eher linguistischer Natur, andere sind eher Sprachkurse. Wer des Französischen mächtig ist, dem seien die Bücher von Père Dominique Noye empfohlen. Er hat nicht nur einen Sprachkurs des Diamaré-Dialektes herausgegeben, sondern auch Sprichworte und Geschichten gesammelt.

Weblinks


Einzelsprache | Niger-Kongo-Sprache | Afrikanische Sprache | Sprache im Sudan | Sprache in Gambia

Ful | Fula language | Peul | ფულანი | Peul (volk)

 

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