| Fuchsien | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| : | Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrige (Rosopsida) |
| : | Rosenähnliche (Rosidae) |
| : | Myrtenartige (Myrtales) |
| : | Nachtkerzengewächse (Onagraceae) |
| : | Onagroideae |
| : | Fuchsien |
Zu dieser Gattung gehören etwa 100 Arten von denen die meisten aus den Bergwäldern Mittel- und Südamerikas stammen. Einige wenige Arten kommen auf Tahiti und in Neuseeland vor.
In Europa sind Fuchsien seit dem frühen 18. Jahrhundert bekannt. Im 19. Jahrhundert wurden sie zu einer begehrten Zierpflanze und werden bis heute in Mitteleuropa häufig als Kübel- und Balkonpflanzen gepflegt. In klimatisch begünstigteren Regionen sind sie eine weit verbreitete Zierpflanze.
Die Mehrzahl der Arten sind jedoch Sträucher, die je nach Art unterschiedlich dicht verzweigt sind. Einige wenige Arten wachsen auch rankend an anderen größeren Pflanzen empor. Die Fuchsia tunariensis wächst sogar als Epiphyt auf Baumzweigen oder an Felsen (Lithophyt). Sie zeichnet sich durch knollige Wurzeln aus. Die Laubblätter sind mehrheitlich elliptisch, lang gestielt und weisen einen schwach bis mittel gezähnten Blattrand auf.
An den Fruchtknoten schließt der sogenannte Tubus an, der oft nicht ganz exakt als Kelchröhre bezeichnet wird. Es ist jedoch die röhrenförmig verlängerte Blütenachse, die häufig auch kronblattartig gefärbt ist und auch Hypanthium genannt wird. Besonders lang ist diese Röhre bei Fuchsia boliviana und Fuchsia fulgens. Bei anderen Fuchsienarten ist sie kurz und dick. An der Kelchröhre setzen dann die in der Regel vier Kelchblätter an. Sie sind meist etwas zurückgebogen. Zuchtsorten können jedoch mehr Kelchblätter aufweisen: Halbgefüllte Blüten haben sieben Kelchblätter, gefüllte Blüten eine Zahl, die darüber liegt. Vier Kronblätter bilden die Blütenkrone, botanisch auch Corolla genannt. Kelch- und Kronblätter sind bei vielen Fuchsienarten und -sorten verschieden gefärbt. Das Farbspektrum reicht von violett über rot und rosa bis weiß. Blüten, die rote Kelchblätter haben, können weiße oder blaue Kronblätter besitzen. Daneben gibt es aber auch Arten, bei denen Kelch- und Kronblatt identisch gefärbt sind.
Der Griffel reicht in der Regel weit aus der Blütenkrone hervor. Er ist umgeben von acht Staubblättern, die meist deutlich kürzer als der Griffel sind, jedoch noch aus der Krone herausragen.
Fuchsien haben heute ein sehr großes Verbreitungsgebiet. Es reicht in Amerika vom Norden Mexikos über Guatemala, Honduras, El Salvador, Costa Rica, Panama, Kolumbien, Venezuela, Ecuador, Brasilien, Bolivien, Peru, Chile und Argentinien bis hinab nach Feuerland. Natürliche Vorkommen der Fuchsien finden sich außerdem auch in Neuseeland (4 Arten) und auf Tahiti (1 Art). Fossile Pollen von Fuchsien, die man in Neuseeland gefunden hat, werden auf ein Alter von 30 Millionen Jahre geschätzt. Diese besonders weit gewanderten Arten werden meist in die Sektion Skinnera gestellt und weisen besonders charakteristische Merkmale auf.
Heute sind etwa 100 Arten bekannt.
Als Gartenflüchtlinge haben sich Fuchsien in klimatisch begünstigten Regionen Europas angesiedelt. Formen der Fuchsia magellanica sind heute entlang der Westküste der Britische Inseln von Cornwall bis nach Schottland sowie in Irland zu finden.
Fuchsien vermehren sich in der freien Natur über Samen. Die Beeren werden meist in großer Zahl gebildet. Je nach Art sind sie bei Reife grün, rötlich oder fast schwarz. Sie können bis zu pflaumengroß werden. Ausgereifte Beeren sind saftig, weich und geschwollen. Die enthaltenen Samen sind sehr klein und verlieren ihre Keimfähigkeit sehr rasch.
Im Gartenbau wird meist die vegetative Vermehrung über Stecklinge bevorzugt. Fuchsienstecklinge wurzeln schnell, wenn die Bodenwärme 18 bis 20 Grad Celsius beträgt. In kommerziellen Gärtnereien stehen die Vermehrungsbeete deswegen gelegentlich auf beheizten Pflanztischen. Die Stecklinge müssen vor Zugluft, praller Sonne und Verdunstung geschützt werden. Ihre Bewurzelungsgeschwindigkeit erhöht sich, wenn die Luftfeuchtigkeit hoch ist. Als Vermehrungssubstrat wird ein nährstoffarmes Torf-Sand-Gemisch (üblichicherweise im Verhältnis 2:1) verwendet. Eine erfolgreiche Wurzelbildung zeigt sich in der Wiederaufnahme des Triebspitzenwachstums, also der Bildung neuer Blätter und der Streckung des Sprosses. Bei hoher Luftfeuchtigkeit und Raumtemperatur bewurzelte Stecklinge müssen danach an geringere Temperaturen gewöhnt („abgehärtet“) werden. Weiche Pflanzenteile, also bei Wärme gebildete Pflanzenteile bewurzeln schneller als schon verholzende Teile, grundsätzlich kann man Kopf- und Teilstecklingen machen.
Hobbygärtner bewurzeln Stecklinge gelegentlich auch in Wassergläsern. Die Pflanzen werden dann eingetopft, wenn die Wurzeln zwei bis drei Zentimeter lang sind. Generell gilt die Vermehrung von Fuchsien über Stecklinge als einfach und auch von Privatgärtnern einfach zu praktizeren.
Winterharte Fuchsien und robustere Fuchsien-Hybriden bilden außerdem „Wurzelausläufer“ aus, es sind unterirdische Teile der Sprossachse und keine Teile der Wurzel. Diese können mit der anhängenden Wurzel abgetrennt und gleichfalls sofort in Töpfen kultiviert werden.
Eine Kultivierung und Vermehrung von Fuchsien über in vitro-Kultur ist ebenfalls möglich, wirtschaftlich und mengenmäßig jedoch nicht von Bedeutung. Ihren Einsatz findet diese Technik lediglich bei der Etablierung neuer Typen, der Produktion von Elitepflanzen oder der Pathogeneliminierung. Deshalb ist diese Vermehrungsmethode entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg eines Jungpflanzenproduktionsbetriebes und für gesunde Pflanzen in den Gärtnereien, welche die Jungpflanzen kaufen.
Wurzelfäule wird durch verschiedene Bodenpilze verursacht. Sie treten vor allem dann auf, wenn der Fuchsientopf völlig austrocknet und die feinen Faserwurzeln der Fuchsie daraufhin absterben. Wird dann gegossen, verfaulen diese abgestorbenen Wurzeln und bieten Pilzen wie Phytophthora, Thieloaviopsis basicola und Fusarium ideale Wachstumsbedingungen. Sie können zu einem vollständigen Absterben des Wurzelsystems führen, so dass sie Pflanze trotz ausreichender Bodenfeuchtigkeit nicht in der Lage ist, die Feuchtigkeit aufzunehmen.
Die Weiße Fliege gehört ebenfalls zu den blattsaugenden Insekten. Größeren Schaden richtet sie jedoch dadurch an, dass sie einen klebrigen Honigtau ausscheidet, der die Blattoberfläche überzieht und auf dem sich der Rußtaupilz ansiedelt. Stark befallene Blätter sind nicht mehr in der Lage, zu assimilieren.
Die Larven des Dickmaulrüsslers schädigt vor allem das Wurzelsystem, da die Larven dieses Käfers sich von Wurzeln ernähren und das gesamte Wurzelsystem einer Fuchsie zerstören können. Gleiches tun die Larven verschiedenener Trauermückenarten. Sie treten vor allem in Gewächshauskulturen auf, in denen viel mit Torf gearbeitet wird.
Wespen und Ohrwürmer schädigen dagegen die Blüten. Wespen beißen ovale Löcher in die Kelchröhre, um auf diese Weise an den Blütennektar zu gelangen. Zu größeren Schäden kann es vor allem dann kommen, wenn sich Fuchsienpflanzen in der Nähe von Wespennestern befinden. Auch bei Mäusen hat man bereits beobachtet, dass sie die Blüten anknabbern, um an den Nektar zu gelangen.
Die meisten Fuchsienarten wurden in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entdeckt und vor allem nach Großbritannien eingeführt. Wegen des Interesses, das Gärtner diesen Pflanzen entgegenbrachten, rüsteten größere Gärtnereien sogar eigene Expeditionen aus, um neben anderen Pflanzen auch neue Fuchsien nach England zu bringen. So wurde beispielsweise der Botaniker und Forschungsreisende William Lobb von der Firma Veitch & Son in Exeter nach Südamerika gesandt. 1821 gelangte die aus Neuseeland stammende Fuchsia excorticata erstmals nach Europa, 1823 folgte Fuchsia aborescens und 1827 Fuchsia microphylla. Der deutsche Botaniker Karl Theodor Hartweg sammelte von 1836 bis 1843 im Auftrag der Royal Horticultural Society in Mittelamerika und sandte unter anderem Fuchsia splendens und Fuchsia fulgens nach Europa. Mitte des 19. Jahrhunderts zählten die Botaniker bereits 64 reine Arten. Verschiedene, damals als Art klassifizierte Pflanzen werden heute jedoch als Form anderer Arten angesehen.
Die von Plumier entdeckte und beschriebene Fuchsia triphylla war nicht als lebende Pflanze nach Europa gelangt. Auf seiner Rückreise hatte er Schiffbruch erlitten und dabei alle gesammelten Pflanzen verloren. Seine Aufzeichnungen, die die Grundlage für sein 1703 veröffentlichtes Buch Nova Plantarum Americanum Genera bildeten, waren mit einem anderen Schiff nach Europa gesandt worden. Zwischen 1728 und 1732 hatte der schottische Botaniker William Houston zwar Samen dieser Art gefunden und nach Großbritannien geschickt. Die daraus gezüchteten Pflanzen gingen jedoch alle wieder verloren. Erst 1873 wurde sie an ihrem erstmaligen Fundort in Santo Domingo durch Thomas Hogg wiedergefunden und erneut Samen gesammelt. Der Kew Gardens zog aus diesen Samen Pflanzen. Sie ist seitdem in Fuchsiensammlungen von Privatpersonen und Botanische Gärten vertreten. Bedeutender als die Kultivierung als reine Art ist jedoch ihr Anteil bei der Züchtung von sogenannten Traubenblütigen Fuchsien, die alle Fuchsia-triphylla-Hybriden sind.
In den 1840er Jahren setzte europaweit eine Begeisterung für die Fuchsien ein. 1844 erschien in Frankreich unter dem Titel Le Fuchsia, son Histoire et sa Culture, das erste Buch, das sich ausschließlich mit Fuchsien beschäftigte. Herausgegeben wurde es von Felix M. Porcher, dem Präsidenten der Gartenbaugesellschaft zu Orléans. Beschrieben sind darin bereits 300 Arten und Zuchtsorten.
1853 wurde die erste vollständig gefülltblühende Sorte gezüchtet. Bei vielen Hybriden ist die Scharlach-Fuchsie (Fuchsia magellanica) eine der Elternpflanzen. An langblütigen Fuchsien ist vor allem Fuchsia fulgens beteiligt. Die kleinblütigen Wildarten sind heute eigentlich nur noch in Botanischen Gärten und Sammlungen von Fuchsien-Liebhabern zu finden. Die im Handel regelmäßig angebotenen Pflanzen sind nahezu ausschließlich Hybriden.
Auch in Deutschland begann man sich vermehrt für Fuchsien zu interessieren. Das Deutsche Magazin für Garten und Blumenkunde beschrieb in seinem ersten Heft aus dem Jahre 1848 ausführlich die neu eingeführten Arten Fuchsia serratifolia und Fuchsia macrantha. Einer der ersten deutschen Fuchsienzüchter war Gottlob Pfitzer. Carl Bonstedt, der unter anderem Leiter des Botanischen Gartens in Göttingen war, führte die als Traubenblütige Fuchsien bezeichneten Triphylla-Hybriden ein.
Die europäische Fuchsienbegeisterung, bei der vor allem in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zahlreiche neue Sorten herangezüchtet wurden, hielt bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs an. Europaweit konzentrierten sich die Gärtnereien danach auf den Anbau von Obst und Gemüse. Kohlen für die Beheizung der Glashäuser standen nicht mehr zur Verfügung. Auch in der Zeit der Weltwirtschaftskrise nach 1929 gab es in Europa nur eine sehr geringe Nachfrage nach dieser Pflanzengattung. Die weitergehende Zucht von Fuchsien fand vor allem im nordamerikanischen Kalifornien statt. In den milden und luftfeuchten Küstengebieten dieses US-amerikanischen Bundesstaates gedeihen Fuchsien sehr gut als Gartensträucher. Wegen des gleichmäßigen Klimas blühen sie nahezu das gesamte Jahr über und müssen als eine der wenigen Pflegemaßnahmen lediglich im Dezember etwas in Form geschnitten werden. Die erste Fuchsiengesellschaft ist daher auch die American Fuchsia Society, die 1929 gegründet wurde. Bereits 1930 reiste eine dreiköpfige Delegation dieser Gesellschaft nach Großbritannien, die dort 51 Fuchsienarten und -sorten sammelte und Stecklinge und Samen jeweils an die Universität von Kalifornien sowie an eine bekannte kalifornische Gärtnerei sandte. 48 Arten und Sorten überlebten die lange Seereise und begründeten in Kalifornien eine neue Fuchsienrenaissance.
Die American Fuchsia Society ist seit Ende des Zweiten Weltkriegs die internationale Registrierungsstelle für neue Fuchsiensorten. Dabei werden der Name des Züchters, die Elternpflanzen, Blütenfarbe und -form sowie die Wuchseigenschaften und andere wesentliche Eigenarten der Pflanze festgehalten. Die internationale Registrierungsstelle wacht vor allem darüber, dass der Name, der der Sorte gegeben wird, nur einmalig für eine Fuchsiensorte Verwendung findet.
Popularität haben Fuchsien erst in den letzten Jahrzehnten wieder gewonnen. Die erste deutsche Fuchsienausstellung fand 1978 in Bad Neuenahr statt und 1979 auf der Bundesgartenschau in Bonn. Die Deutsche Fuchsien-Gesellschaft wurde 1981 gegründet.
Eines der wichtigsten Zuchtziele der aktuellen Fuchsienkultur ist die Heranziehung von Sorten, die eine höhere Widerstandsfähigkeit gegenüber niedrigen Temperaturen besitzen. Daneben versucht man, Fuchsiensorten heranzuziehen, die sich durch die Farbe ihrer Blüte von anderen abhebt. So fehlt es beispielsweise an Sorten, die eine blaue Krone aufweisen, die im Laufe der Zeit nicht verblasst. Es gibt außerdem noch keine Sorten, die rein gelbe Blüten aufweisen.
Nur sehr wenige Arten und Sorten der Fuchsie eignen sich für die Kultur im Zimmer. Die meisten Arten leiden unter der zu geringen Luftfeuchtigkeit in zentralbeheizten Räumen. Ebenfalls unverträglich ist es für die Pflanzen, wenn sie auf einer Fensterbank stehen, unter der sich ein Heizkörper befindet. Sie vertragen außerdem keine direkte Sonnenbestrahlung, müssen jedoch sehr hell stehen. Bewährt hat sich dagegen die Methode, die Fuchsientöpfe in größere Übertöpfe zu stellen, die mit feuchtem Torf oder einem anderen wasserspeicherndem Substrat angefüllt sind. Damit entsteht rund um die Pflanze ein ausreichend luftfeuchtes Mikroklima. Die Blüten von Fuchsien scheiden außerdem große Mengen von zuckerhaltigem Nektar aus, der Mobiliar beschädigen kann. Der Nektar tropft auch auf die Laubblätter, wo er eine klebrige Masse hinterlässt. Im Freien wird diese Schicht vom Regen weggespült. In Gewächshäusern und Wohnräumen müssen die Blätter dagegen regelmäßig mit Wasser besprüht und gereinigt werden.
Häufiger als in Wohnräumen werden Fuchsien in Balkonkästen oder als Kübelpflanze kultiviert. Sie eignen sich besonders für Balkone oder Terrassen, die nach Norden ausgerichtet sind. Fuchsien zählen dabei zu den wenigen Arten, die in einem regenreichen Sommer reichlich Blüten tragen, da sie am besten bei einer Temperatur zwischen 16 und 24 Grad Celsius und hoher Luftfeuchtigkeit gedeihen. Bei hohen Temperaturen und trockenem Wetter ist es notwendig, die Pflanzen regelmäßig mit Wasser zu besprühen. Bei zu geringer Luftfeuchtigkeit verkümmern die Knospen und das Laub fällt vorzeitig ab. Der Wurzelballen sollte außerdem nicht austrocknen. Als Terrassenpflanzen besonders beliebt sind Fuchsienstämme. Gelegentlich werden vor allem die Hochstämme mit dem Topf in der Erde versenkt. Dies gestattet, nicht winterharte Fuchsien im Herbst wieder aus der Erde zu nehmen und in hellen Räumen zu überwintern.
Fuchsiensorten, deren Elternpflanzen aus tropischen Regionen kommen, müssen bei mindestens 10 Grad Celsius überwintert werden. Fuchsien, deren Elternpflanzen aus kälteren Regionen stammen, können zwischen fünf und acht Grad Celsius überwintert werden. Sie treten dann in den Ruhezustand und verlieren nahezu alle Laubblätter. Häufig werden auch diese Fuchsien bei 10 Grad Celsius überwintert, da sie dann auch während der Winterperiode langsam weiterwachsen. Die Wasserzufuhr und die Düngung müssen in dieser Zeit jedoch auf ein Minimum heruntergefahren werden. Triebe großer Pflanzen können auf etwa ein Drittel heruntergeschnitten werden.
Einige wenige Fuchsiensorten sind ausreichend winterhart, um auch den mitteleuropäischen Winter zu überdauern. Es handelt sich dabei meist um Sorten, die die Scharlach-Fuchsie als Elternpflanze haben. Die Art Fuchsia procumbens, die aus Neuseeland stammt, eignet sich jedoch sogar für die Pflanzung im Steingarten. Im Freien überwinternde Fuchsien werden im Herbst, wenn die ersten Nachtfröste auftreten, mit Laub oder Farnkraut bedeckt und erst im Frühjahr zurückgeschnitten.
In der europäischen Volksheilkunde haben sich Fuchsien - vermutlich wegen der späten Einführung - nicht etabliert. Über eine heilkundliche Verwendung in den Ursprungsländern liegen dagegen nur sehr spärliche Informationen vor. Offenbar wird jedoch dem Laub und der Rinde der Fuchsia magellanica heilende Eigenschaften nachgesagt.
Fuchsia excorticata und Fuchsia procumbens zeichnen sich durch blauen Pollen aus, die in ihrem Ursprungsland Neuseeland von weiblichen Maori für Gesichtsbemalungen verwendet wurden.
Gregor Mendel, der Augustinermönch, der als erster die Gesetze der Vererbung, die sogenannten Mendelsche Gesetze beschrieb, gehörte zu denen, die im 19. Jahrhundert die Fuchsie zu ihrer Lieblingspflanze erkoren. Als er 1868 zum Abt seines Klosters gewählt wurde, wählte er eine Fuchsienblüte für sein Wappen aus.
Die sogenannten „Fuchsien“ Australiens aus der Gattung Eremophila gehören ebenso wie die aus Südafrika stammenden Kapfuchsien (Phygelius) zur Familie der Braunwurzgewächse (Scrophulariaceae) und sind mit der Gattung Fuchsia nicht verwandt.
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