Portugiesische Fans bei der Euro 2004.jpg]]
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Ein Fußballfan ist ein begeisterter Anhänger eines bestimmten Fußballvereines oder einer Fußballnationalmannschaft. Fan * kommt von Englisch "fan". Es ist eine Verkürzung von "fanatical" also fanatisch. Dies trifft aber nicht auf alle Fans zu. Fans organisieren sich zum Teil in Fanclubs, um gemeinsame Aktivitäten, auch Fahrten zu Spielen, die nicht im eigenen Stadion stattfinden, zu organisieren. Fans setzen im Allgemeinen sich nicht kritisch mit der eigenen Mannschaft und dem Verein auseinander. Sie sind ihrer Mannschaft trotz Erfolgslosigkeit treu und sind nicht mit Fanatikern, Ultras, Zuschauern oder gar Hooligans gleichzusetzen.
Fußballfans versuchen ihre Mannschaft durch Fangesänge und sonstige akustische Unterstützung anzufeuern. Zum Beispiel hat jede Fußball-Bundesliga-Mannschaft Fußballfans, die sie auch zu Auswärtsspielen durch ganz Deutschland und bei internationalen Spielen auch ins Ausland begleiten. Neben der akustischen Unterstützung, die sehr häufig von einem sogenannten Vorsänger (Capo) koordiniert wird, wird Konfetti geworfen, und es werden Transparente, Fahnen und Schals geschwenkt.
Der Fanatiker unterscheidet sich vom Fan dadurch, dass er sich bedingungslos und im blinden Eifer für seine Mannschaft einsetzt. Eine Gesamtsicht der Zusammenhänge wird negiert. Ihm fremde Werte und Handlungen werden nicht toleriert. Selbstkritik wird ausgeschaltet und die Frustrationstoleranz ist nicht sehr ausgeprägt. Sie muss sich sehr häufig in Aggression auch in Verbindung mit Alkohol entladen.
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Vor allem die gut organisierten Ultras kreieren farbenprächtige, einfallsreiche und meist bunte Choreographien, bei denen die Fans mitmachen. In der deutschen Fußballfan-Szene gibt es zur Zeit Diskussionen darüber, ob die effektiv organisierten Ultras nicht die übrige Fankultur zu sehr dominieren und die Spontaneität zerstört wird.
Sprachwitz am Rande
Wie unschwer zu erkennen ist, handelt es sich bei dieser kleinen Illustration um zwei Fußballfans.
Das englische Wörtchen fan bedeutet auch Ventilator. Womit bewiesen wäre, warum Fans gern so einen Wirbel machen.
Internationale Bezeichnungen und Besonderheiten
International gibt es unterschiedliche Begriffe für den Fußballfan. Der italienische Begriff
Tifosi bedeutet ebenfalls
Fans und wird häufig als
Synonym für die italienischen Fans bei einer Sportveranstaltung verwendet. In Italien selbst wird für Fan häufig der Begriff Partigiano, was mit Parteigänger zu übersetzen wäre, genommen. Auch ist die Szene der
Ultras dort wiederum eine ganz andere als in Deutschland. Die
Ultras aus
Livorno haben einen kommunistischen und zum Teil auch einen anarchistischen Hintergrund. Die Fans der
Fiorentina (Florenz) sind politisch neutral, wo hingegen die
Ultras von
Lazio Rom, z.B die
Irriducibili Lazio sich offen faschistisch äußern.
Fußballfans und Gewalt
Von jugendlichen Gruppen oder Fanatikern, werden immer wieder verbotene Gegenstände, wie verschiedene Arten von
Feuerwerkskörpern,
Rauchbomben,
bengalische Feuer und Handfackeln, mit ins Stadion geschmuggelt. Zu bestimmten Fußballspielen treffen sich gewalttätige Menschen, die als
Hooligans bezeichnet werden, und missbrauchen die Fußballveranstaltungen als Plattform. Diese Hooligantreffen werden mittels moderner Technik vorbereitet und finden mittlerweile gar nicht mehr im direkten Zusammenhang mit dem Fußballspiel statt, da die Fanclubs, die Fanbeauftragten der Städte und Vereine und die Polizei die Sicherheit im Stadion und bei der An- und Abreise gut organisiert haben.
Fußballfans werden von der Polizei in drei Kategorien nach ihrer Gewaltbereitschaft eingeteilt:
- In der Kategorie A befinden sich die Fans, die ein Spiel aus Interesse am Fußball besuchen. Sie wollen hauptsächlich ein gutes Spiel sehen, bei dem ihre Mannschaft gewinnen soll.
- In der Kategorie B befinden sich diejenigen die zwar keine Schlägereien suchen und provozieren, aber gerne in Schlägereien mitmischen, die schon im Gange sind. Sie neigen anlassbezogen zur Gewalt.
- In der Kategorie C befinden sich "Fans" für die der Fußball eher Nebensache ist. C-Fans treten überwiegend in Gruppen auf und nehmen die Veranstaltung als Gelegenheit wahr, aus Spaß an der Gewalt Auseinandersetzungen zu suchen oder zu provozieren. Die Personen mit Kategorie C Status werden auch als Hooligans bezeichnet.
Aufgrund der starken Polizeipräsenz bei Fußballspielen kommt es nur noch selten zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Hooligangruppen, zumal sie fast alle polizeibekannt sind und in der Regel auch ein Stadionverbot besitzen oder besaßen. Die C-Fans werden z. B. bei Auswärtspielen in den deutschen Fußballligen von szenekundigen Beamten aus der Menge gefischt und wieder nach Hause geschickt oder in Gewahrsam genommen.
siehe auch: Fanmeile
Fußball | Fan (aficionado)