Die 13. UEFA Fußball-Europameisterschaft 2008 wird vom 7. bis 29. Juni 2008 in Österreich und der Schweiz ausgetragen. Es treten 16 Nationalmannschaften in anfangs Gruppen- und danach Ausscheidungsspielen gegeneinander an, wobei 31 Spiele ausgetragen werden.
Es ist nach 2000, als die Niederlande und Belgien gemeinsam die EM austrugen, das zweite Mal, dass zwei Länder Ausrichter der Fußball-Europameisterschaft sind. Des weiteren ist es die erste EM, an der Österreich teilnimmt.
Die Schweiz und Österreich haben je einen Turnierdirektor: Christian Schmölzer (Österreich) und Christian Mutschler (Schweiz), die für die Organisation des Turniers verantwortlich sind. Beide Verbände unterschrieben im November in Wien ein Rahmenabkommen, im Januar 2005 kam der neu gegründete Verwaltungsrat der EURO 2008™ erstmals zusammen. Das Turnier-Organisationsbüro wird in Nyon in der Schweiz sitzen.
Vorteil für die Besucher aus Europa wird sein, dass die Euro 2008 im Zentrum des Kontinentes stattfindet. Bei der Organisation des Turniers will man sich stark an der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 orientieren.
Der neue Pokal ähnelt im oberen Teil dem Vorgänger, wurde um zwei Kilogramm schwerer, der Sockel wurde um 18 Zentimeter vergrößert. Entworfen wurde er von der Juwelierfirma Asprey.
Das Exekutivkomitee der UEFA hat am 21. April 2005 auf der Tagung im estnischen Tallinn entschieden, in welchem Format die Qualifikation für die Endrunde in Österreich und der Schweiz ausgetragen wird. Insgesamt 50 Mannschaften konkurrieren um 14 Qualifikationsplätze. Es gibt sieben Qualifikationsgruppen, davon sind sechs mit je sieben Nationalmannschaften sowie eine Gruppe mit acht Mannschaften. In den Gruppen spielt Jeder gegen Jeden in Hin- und Rückspielen. Die zwei Mannschaften auf dem ersten und zweiten Platz ihrer Qualifikationsgruppe sind direkt für die Europameisterschaft 2008 qualifiziert.
Die Qualifikationsspiele werden zwischen Herbst 2006 und November 2007 stattfinden. Die ehemalige Sowjetrepublik Kasachstan nimmt erstmals an der Qualifikationsphase teil, nachdem sie 2002 vom asiatischen Kontinentalverband AFC zur UEFA gewechselt ist.
Nachdem sich immer mehr herauskristallisierte, dass das Stadion Hardturm aufgrund der Einsprachen nicht mehr rechtzeitig zur EM fertig gestellt werden kann, unternahm man alles um den Neubau des Stadion Letzigrund - für welches erst Monate zuvor aus verschiedenen Projekten von Architekturbüros das endgültige Projekt ausgewählt wurde - voranzutreiben. Die Abstimmung für den Kredit zum Neubau des Leichtathletlik und Fußballstadions in welchem unter anderem jährlich der Leichtathletik Event Weltklasse Zürich stattfindet, wurde im Sommer 2005 durchgeführt und fand breite Zustimmung. Nach der Einreichung des Baugesuchs erreichte die Verwaltung glücklicherweise keine einzige Einsprache, so, dass schon am 15. November 2005 der Grundstein für das Stadion gelegt werden konnte.
Vor dem Entscheid für die Euro2008 in der Schweiz und Österreich musste unbedingt zugestimmt werden, dass das neue Stade de Suisse Wankdorf Bern auf 40.000 Sitzplätze erweitert werden kann. Da der Schweizer Verband SFV nun aber Basel für die wichtigen Spiele (u.a. ein Halbfinalspiel) vorzieht, entfällt die Stadionerweiterung in Bern und das Basler Stadion wird erweitert. Dies unter anderem, weil in Basel einige Investoren aus der Wirtschaft gefunden werden konnten, während im Wankdorf voraussichtlich der SFV in die Tasche hätte greifen müssen.
Ende 2005 ist eine große Debatte über die exorbitanten Sicherheitskosten (180 Millionen Franken) entstanden, die die UEFA nicht übernehmen will. UEFA, Bund, Kantone und Austragungsorte schieben sich den schwarzen Peter derzeit gegenseitig zu.
Der Bau war im Januar 2005 noch nicht gesichert, da es Probleme bei der Vergabe gab. In den Medien in Österreich wurde schon diskutiert, ob die EM doch nicht in Österreich stattfinden könnte. Die Stadtverantwortlichen entschlossen sich jedoch Mitte Januar 2005, trotz vorzeitiger Veröffentlichung der Projektwerber und ihrer Angebote in einer Kärntner Zeitung das Vergabeverfahren fortzusetzen. Bürgermeister Harald Scheucher (ÖVP) folgte damit der Empfehlung zweier Vergabeexperten. Am 10. November 2005 stellte der Verfassungsgerichtshof fest, dass die Stadt Klagenfurt öffentlicher Auftraggeber für das geplante EM-Stadion ist.
Letzten Endes begann der Bau am 11. Januar 2006, die Fertigstellung ist für Mai 2007 geplant. Bei seiner Eröffnung soll es 30.000 Zuschauer fassen.
Das Sportvermarktungsunternehmen SportFive hat sich vom europäischen Fußballverband UEFA die europäischen Fernseh-Übertragungsrechte an der Fußball-Europameisterschaft 2008 gesichert. Dies gab die Europäische Fußballunion am 2. Januar 2005 nach dem Treffen ihres Exekutivkomitees in Nyon bekannt. Die UEFA hatte diverse Angebote überprüft und zwei Bewerber in die engere Auswahl gezogen - SportFive und den langjährigen UEFA-Partner, die European Broadcasting Union (EBU). Die UEFA wolle ihre Politik der Vergangenheit ändern und fortan für jeden einzelnen Markt eine maßgeschneiderte Lösung anstreben, begründete sie ihren Schritt. Die Hauptvertragsbedingung ist, dass der Großteil der Übertragungen im freiempfangbarem Fernsehen stattfindet.
Da die Zuschauerzahlen bei der Fußball-Europameisterschaft 2004 um 20 Prozent höher waren als bei der Euro 2000, wird auch in Bezug auf 2008 ein solcher Betrag erwartet. Der europäische Marktwert wird deshalb schätzungsweise bei über 600 Millionen Euro liegen.
Für die EM 2008 sind derzeit 18 offizielle Sponsoren geplant, durch welche die UEFA mindestens 400 Millionen Franken (etwa 257 Millionen Euro) einnehmen will. Aufgeteilt sind die Sponsoren-Pakete in verschiedene Gruppen:
* Schätzung durch Zeitung Bilan/Cash; ** zeigt Interesse / noch nicht definitiv
Da die Supporter-Pakete nur landesweite Werberechte enthält, reduziert sich die Anzahl möglicher Werbepartner pro Land somit gesamthaft auf 14 Sponsoren. Zum Vergleich: Bei der Euro 2000 waren es noch 22 Sponsoren. Im Gegensatz dazu wurden die Sponsorenpreise stark erhöht, was unter anderem zu einigen Absagen von potentiellen Sponsoren führte *.
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