| Wappen | Karte | ||||||||||||||||||||||||||||||
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| wappen_fussach.png | map at fußach.png | ||||||||||||||||||||||||||||||
| Basisdaten | bgcolor="#FFFFFF" | Bundesland: | Vorarlberg | bgcolor="#FFFFFF" | Politischer Bezirk: | Bezirk Bregenz (B) | bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | 11,5 km² | bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 3.607 (Stand: 31. Dezember 2002) | bgcolor="#FFFFFF" | Höhe: | 398 m. ü. NN | bgcolor="#FFFFFF" | Postleitzahl: | 6972 | bgcolor="#FFFFFF" valign="top" | Geografische Lage: | bgcolor="#FFFFFF" | Gemeindekennziffer: | 80213 | bgcolor="#FFFFFF" valign="top" | Verwaltung: | Gemeindeamt 6972 Fußach | bgcolor="#FFFFFF" valign="top" | Offizielle Website: | http://www.fussach.at | ||
| Politik | bgcolor="#FFFFFF" | Bürgermeister: | Ernst Blum | bgcolor="#FFFFFF" valign="top" | Gemeinderat: | 24 Mitglieder: 7 ÖVP, 12 FPÖ, 5 Andere | |||||||||||||||||||||||||
Fußach war damals einer der wichtigsten Warenumschlagplätze im Bodenseeraum. Bereits im 11. Jahrhundert standen Schiffleute und Fuhrleute aus "Fozzaha" oder "Fuozza", wie der Name auch geschrieben wurde, in den Diensten verschiedener Grafen, Fürsten und Klöster Süddeutschlands.
Schon im 15. Jahrhundert lag der Transport von Waren und Reisenden zwischen Lindau und Mailand in den Händen der Botenanstalt "Spehler & Vis" (Weiss). Diese hatte ihren Sitz in Fußach und aus ihr ging 1823 die Spedition "Gebrüder Weiss" hervor. Ursprünglich besorgten Reiter den Postverkehr, später wurden auch Waren und schließlich Fahrgäste befördert.
An die Blütezeit des Transportwesens in Fußach erinnert noch die "Zuschg", die Lagerhalle für den Warenumschlag, die 1795 anstelle der früheren Holzhalle erbaut wurde. Sie steht an der Ferdinand-Weiß-Straße.
Der berühmteste Fahrgast war Johann Wolfgang von Goethe. Er trat den Rückweg von seiner ersten Italienreise mit dem "Mailänder Boten" an und nächtigte am Montag, 12. Juni 1788, im Gasthaus "Krone" in Fußach. Heute ist es das Haus Montfortstraße 2 neben der Kirche. Um das Jahr 1850 ging die Hochblüte der Gemeinde zu Ende. Der Bau des Bregenzer Hafens, vor allen Dingen aber die Bahnlinie Lindau-Bregenz und der Bau der Arlbergstrecke (Tunnelfertigstellung 1884) warfen Fußach wirtschaftlich zurück. Landwirtschaft und Fischerei waren nun die hauptsächlichen Erwerbsquellen.
An die Burg zu Fußach erinnert lediglich noch der "Burghügel". 1390 starb Graf Rudolf, der letzte des Geschlechtes derer von Montfort-Feldkirch, auf dieser Burg. Er hatte seinen Besitz zuvor an die Habsburger, also an Österreich abgetreten. Ein Vogt verwaltete die Burg im Auftrag der Habsburger. Im Appenzellerkrieg von 1460 wurde die Burg zerstört, wieder aufgebaut und 1799 ganz abgetragen. Die Steine wurden zum Bau des Blum’schen Hauses (Montfortstraße 10) und der Mühlwuhr verwendet.
Als selbständige politische Gemeinde entstand Fußach im Jahr 1772 mit damals ca. 400 Einwohnern durch die Gemeindeteilung von Höchst. 1938 bis 1945 wurden die drei Rheindeltagemeinden Fußach, Höchst und Gaißau zwangsweise zur Gemeinde "Rheinau" zusammengelegt. Sofort nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt Fußach die politische Selbständigkeit zurück.
Die Hochwassergefahr war früher eine der Hauptsorgen der Rheindeltagemeinden. Von den vielen Rheinüberschwemmungen waren die folgenschwersten in den Jahren 1817, 1834, 1868, 1888 und 1890. Mit der Schaffung des Fußacher Rheindurchstiches im Jahre 1900 wurde ein wirksamer Schutz gegen Rheinüberschwemmungen erreicht. Dies brachte Fußach um die direkte Verbindung zum Bodensee, denn die Dornbirner Ache, bis dahin Zufahrt zum Fußacher Hafen, wurde in ein anderes Bett gelegt und parallel zum neuen Rhein in den Bodensee geleitet. Wo ehemals der See eine Tiefe von 40 Meter hatte, wächst heute Auwald und steht eine Ferienhauskolonie (Schanz).
(Auszug aus der Gemeindechronik der Gemeinde Fußach)
Der Name Fußach stammt vermutlich vom ehemaligen Fluss Fussach, der heute als Dornbirner Ach bekannt bei Hard in den Bodensee fließt. vor dem sogenannten Fußacher Durchstich im Zuge der Rheinregulierung 1900 mündete diese bei Fußach in den Bodensee, wo sie den Ort von Hofsteig trennte.
Von 1805 bis 1814 gehörte der Ort zu Bayern, dann wieder zu Österreich. Zum österreichischen Bundesland Vorarlberg gehört Fußach seit der Gründung des Vorarlberger Landtags 1861. Im Jahr 1964 wurde die Fußacher Werft Schauplatz einer skandalträchtigen Schiffstaufe, die überregionale Konsequenzen mit sich trug.
Am 31. Dezember 2002 hatte die Gemeinde 3.607 Einwohnern. Der Ausländeranteil lag 2002 bei 14,5 %.
Die Gemeindeeinnahmen aus Steuern und sonstigen Abgaben lagen 2001 bei 1.320.408 €, die gemeindlichen Ausgaben bei 5.644.591 €. Der Schuldenstand betrug 2001 4.402.987 €.
Am Ort gibt es (Stand Januar 2003) 189 Schüler. In Fußach gibt es eine Volksschule, Sonderschule und zudem einen Kindergarten.