| Strukturformel | |||
|---|---|---|---|
| Fructose_furanose_pyranose.png | |||
| Allgemeines | |||
| Name | Fruchtzucker | ||
| Andere Namen | D(-)-Fructose, Lävulose | ||
| Summenformel | C6H12O6 | ||
| CAS-Nummer | 57-48-7 | ||
| Kurzbeschreibung | weißer, kristalliner Feststoff | ||
| Eigenschaften | |||
| Molmasse | 180,16 g/mol | ||
| Aggregatzustand | fest | ||
| Dichte | 1,65 g/cm³ | ||
| Schmelzpunkt | 100–110 °C (Zersetzung) | ||
| Löslichkeit | gut in Wasser (500 g/L bei 20 °C) und Aceton | ||
| Sicherheitshinweise | |||
| Gefahrensymbole | |||
| keine |
Fruchtzucker (Fruktose, auch Fructose oder Lävulose, lat. fructus - Frucht) gehört als Monosaccharid (Einfachzucker) zu den Kohlenhydraten. __TOC__ Fruktose ist optisch aktiv (stereoisomer) und gehört zu den Hexosen, dort wegen seiner Ketogruppe zu den Ketosen. Sie hat die Summenformel C6H12O6. In kristalliner Form liegt sie als Fruktopyranose vor, gebunden als Fruktofuranose.
Im Darm wird sie bei verschiedenen Menschen unterschiedlich gut, vor allem langsamer als Glukose resorbiert. Dies liegt am passiven Transport durch so genannte GLUT5 (aqpikal) bzw. GLUT2-Transporter (basolateral); während Glukose sekundär-aktiv (SGLT1, apikal) resorbiert wird. Fruktose wird in der Leber durch die Fructokinase in Fruktose-1-phosphat und anschließend durch Fruktose-1-phosphat-Aldolase zu Glycerinaldehyd und Dihydroxyacetonphosphat umgewandelt. Nach Phosphorylierung tritt Glycerinaldehyd (dann als -3-phosphat) in die Glykolyse ein. Im Fettgewebe kann Fruktose auch als Fruktose-6-phosphat in die Glykolyse eintreten.
Im Gegensatz zu Glukose führt der Genuss von Fruktose zu Harnsäure- und Triglyzerid-Anstieg, Minderung der Bioverfügbarkeit von Stickstoffmonoxid (NO) im Gewebe und damit zu Insulinresistenz. Es fehlt der Anstieg von Leptin nach der Nahrungsaufnahme und damit das Auftreten des Sättigungsgefühls, die Folge ist ungehemmte Nahrungs- und damit Kalorienzufuhr. Als diätetisches Lebensmittel zum Abnehmen ist Fruktose somit ungeeignet, sie führt vielmehr zu Übergewicht.
Die andauernde Zufuhr von Fruktose, die gewöhnlich in der Kindheit beginnt, führt zum Metabolischen Syndrom, d. h. dem Zusammentreffen von Übergewicht, erhöhter Harnsäure, erhöhten Blutfetten und erhöhtem Blutdruck. Im weiteren Fortschreiten ist ein manifester Diabetes Mellitus Typ 2 festzustellen und /oder eine essentielle Hypertonie. Da immer größere Anteile der Bevölkerung betroffen sind, spricht man in Fachkreisen bereits von einer Epidemie.
Zunächst wird die Fructose mit Salzsäure erhitzt. Dadurch entsteht das ωOxymethylfurfurol. Dieses reagiert dann mit Resorcin zu einem roten Niederschlag.
Süßmittel | Kohlenhydrat | Diabetes
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