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Fritzi Massary (* 31. März 1882 in Wien; † 30. Januar 1969 in Los Angeles) hieß eigentlich Friederika Massaryk und war eine österreichische Sängerin und Schauspielerin. Sie wuchs in Wien als älteste von drei Töchtern einer jüdischen Kaufmannsfamilie auf und erhielt bereits früh Gesangsunterricht. Bereits mit 17 Jahren trat sie erstmals an einem Theater auf. Es war das Landestheater in Linz. Später gastierte sie dann in Hamburg am Carl-Schulze Theater, aber von 1901 bis 1904 war sie wieder in Wien im Danzers Orpheum, einem Revuetheater erfolgreich.

Schließlich ging sie nach Berlin und dort gelang ihr der künstlerische Durchbruch als Sopranistin im Metropol- Theater. Bald wurde sie das Aushängeschild dieses Theaters. Sie spielte in zahlreichen Operetten von Paul Lincke und Victor Hollaender. Ab 1912 bekam sie, die inzwischen eine Berühmtheit geworden war (man sprach nur noch von der Massary und die weibliche Bevölkerung richtete sich nach ihrem modischen Geschmack) fast nur noch Hauptrollen zu spielen.

Am 20. Februar 1916 heiratete sie in zweiter Ehe ihren Kollegen Max Pallenberg, der allerdings 1934 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam. Sie sang die Hauptrollen der großen Operetten von Johann Strauß, Jacques Offenbach, Leo Fall und Franz Léhar in allen großen Revuetheatern ihrer Zeit und trat sogar 1926 bei den Salzburger Festspielen auf.

Natürlich besang sie auch Tonträger und wurde mit Liedern wie Warum soll eine Frau kein Verhältnis haben, Der keusche Josef und Oh-la-la auch einem breiteren Publikum bekannt.

Da sie Jüdin war, musste sie Deutschland 1933 verlassen und emigrierte über Österreich, die Schweiz und England 1938 nach den USA. Dort ließ sich in Hollywood nieder, wo Franz Werfel, Thomas Mann, Ernst Lubitsch und Lion Feuchtwanger ihre Nachbarn waren. Schließlich lebte sie, ohne Comeback, in Beverly Hills bis zu ihrem Tode.

Sie spielte nur in wenigen Filmen mit, da sie die Bühne als ihre Heimat betrachtete:

  • "Viola" (1912)
  • "Der Tunnel" (1915)
  • "Die Rose von Stambul" (1919)
  • "Narrentanz der Liebe" (1919)

Literatur über Fritzi Massary


  • Carola Stern: Die Sache, die man Liebe nennt - das Leben der Fritzi Massary. Berlin: Rowohlt Berlin 1998. ISBN 3-87134-359-5
  • Otto Schneidereit: Fritzi Massary. Versuch eines Porträts. Berlin: VEB Lied der Zeit 1970.
  • Oscar Bie: Fritzi Massary (= Der Schauspieler. Eine Monographiensammlung Nr. 7, herausgegeben von Herbert Ihering). Berlin: Erich Reiß Verlag ca. 1920

Weblinks


Frau | Sopran | Österreicher | Geboren 1882 | Gestorben 1969

Fritzi Massary

 

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