| Basisdaten | bgcolor="#FFFFFFFFF" | Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | bgcolor="#FFFFFF" {Noreg0} | Landkreis: | Rhein-Sieg-Kreis | bgcolor="#FFFFFF" | Gemeinde: | Wachtberg | bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 976 (30. Juni 2005) | bgcolor="#FFFFFF" | Postleitzahl: | 53343 | bgcolor="#FFFFFF" | Vorwahlen: | 02225 | bgcolor="#FFFFFF" | Kfz-Kennzeichen: | SU
| bgcolor="#FFFFFF" | Ortsvertretung | bgcolor="#FFFFFF" | Vorsitzender: | Karl-Heinz Häger | bgcolor="#FFFFFF" | Stv. Vorsitzender: | Karl Schmitz | bgcolor="#FFFFFF" | Abgeordnete | bgcolor="#FFFFFF" | Ratsmitglied: | Karl-Heinz Häger | bgcolor="#FFFFFFFFF" | Stv. Ratsmitglied: | Armin Schafer | bgcolor="#FFFFFF" | Sachkundiger Bürger: | Klaus Schönenberg | bgcolor="#FFFFFF" | Sachkundiger Bürger: | Andreas Netterscheidt | bgcolor="#FFFFFF" | Sonstige | bgcolor="#FFFFFF" | Windmühlenverwalt.: | Werner Rollmann | bgcolor="#FFFFFF" | Ortsfestausschuss: | Erwin Gasber | bgcolor="#FFFFFFFFF" |
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Fritzdorf ist eine Ortschaft in der Gemeinde Wachtberg im Rhein-Sieg-Kreis im Bundesland Nordrhein-Westfalen (Deutschland), etwa einen Kilometer entfernt von der Grenze zu Rheinland-Pfalz. Zur Mitte des Jahres 2005 lebten fast 1.000 Menschen in Fritzdorf. Fritzdorf ist der fünftkleinste Ort der Gemeinde Wachtberg.
Der Ortsteil ist berühmt für den Holz-Treppenbau und Standort zahlreicher Schreinereien und Zimmereien. Bedingt sind diese traditionellen Wirtschaftszweige durch die relative Nähe zum Kottenforst.
Zusammen mit den Ortschaften Adendorf mit Klein Villip und Arzdorf hat die Ortschaft in der Gemeinde eine Sonderstellung. Bis auf diese drei Ortschaften hat die Gemeinde Wachtberg die Bonner Vorwahl (0228). Adendorf, Klein Villip, Arzdorf und Fritzdorf haben Meckenheimer Vorwahl (02225).
| Jahr | Einwohner |
| 1950 | 685 |
| 1960 | 681 |
| 1969 | 831 |
| 1979 | 895 |
| Jahr | Einwohner |
| 1989 | 844 |
| 2000 | 944 |
| 2001 | 935 |
| 2002 | 929 |
| Jahr | Einwohner |
| 2003 | 914 |
| 2004 | 935 |
| 2005 | 976 |
Quelle: Landesamt für Statistik und ADV-Statistik
Am 11. Dezember 770 wurde Fritzdorf nachweislich zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Fritzdorf hieß zum Zeitpunkt der ersten Erwähnung Frigbodesdorph, wurde aber in der Überschrift der entsprechenden Urkunde Frigbodesdorphe geschrieben. Das Original der Urkunde war in lateinischer Sprache verfasst und ist verloren gegangen. Eine Abschrift ist jedoch im 1175 niedergeschriebenen und 1190 angelegten Urkunden- und Güterverzeichnis des Klosters Lorsch, dem „Lorscher Codex“ enthalten. Das Ursprungsland der Dorfgründer lag in Aquitanien, in der Nähe von Poitiers.
Nachdem im Jahr 1545 der letzte Graf von Neuenahr gestorben war, machte sich der zum Herzog aufgestiegene Wilhelm V. von Jülich, genannt Wilhelm der Reiche, sofort daran, die Grafschaft Neuenahr in sein Herzogtum einzuverleiben. In Folge dessen stattete er auch Fritzdorf am 10. April 1546 ein kurzen Besuch ab.
Seit Wochen wütete die Pestepidemie im Ahrgebiet. Am 26. Juli 1597 wurde auch der Fritzdorfer Pfarrer Anno Bessenich ein Opfer der Seuche. Seit 1574 hatte er die Fritzdorfer Pfarrstelle geleitet. Anno Bessenich wurde 1530 geboren und 1553 zum Priester geweiht. Von 1564 bis 1572 bekleidete er die Pfarrstelle in Krefeld, bevor er von 1572 bis 1574 Prior des Klosters Steinfeld wurde. Der Abt des Klosters stellte Bessenich dann im Jahre 1574 zum Pfarrer in Fritzdorf ab.
Am 4. Februar 1945 prasselte ein Hagel von Brandbomben auf Fritzdorf nieder. 25 Scheunen, Ställe und Schuppen brannten lichterloh. Wohnhäuser wurden verschiedentlich getroffen, ohne dass ein Brand ausbrach. Gegen 22.00 Uhr merkte man, dass die Spitze des Kirchturms brannte und sich das Feuer langsam nach unten fraß. Auch die herbeigeeilte Meckenheimer Feuerwehr konnte nichts mehr retten.
Der Fritzdorfer Landwirt Heinrich Sonntag fand am 11. November 1954 auf seinem etwa 1000 Meter südwestlich der Fritzdorfer Kirche unweit der Windmühle gelegenen Rübenfeld einen kleinen Becher aus purem Gold, einen der bedeutsamsten Funde im Rheinland.
Der Fundort war vor 3500 Jahren mit Laubwald bedeckt und mit Sicherheit nicht bewohnt. Im gesamten Gemeindegebiet Wachtberg wohnten damals höchstens 50 bis 100 Menschen. Der Becher lang ca. 50 cm unter dem Boden. Dies ist insoweit bemerkenswert, weil vor ca. 3500 Jahren der Fundort ein bis zwei Meter unter der Erde lag. Fraglich bleibt auch, warum gerade dieser Platz ausgewählt wurde, um den Goldbecher zu vergraben. Ausgerechnet in einer abseits gelegenen Gegend, in einer Gemarkung, aus der bisher überhaupt noch keine Funde bekannt waren. Wenn es sich um ein Weiheopfer handelte, so liegt die Vermutung nahe, dass sich in der Umgebung ein Kultplatz befand. Der sogenannte Fritzdorfer Goldbecher liegt heute im Museum Haus der Geschichte in Bonn. Eine Kopie des Goldbechers kann im Heimatmuseum Villip besichtigt werden.
Am 1. Juli 1969 wurden die Gemeinden Adendorf, Arzdorf und Fritzdorf von Meckenheim gelöst und der Flächengemeinde Wachtberg zugeschlagen. Dies geschah gegen den Willen der Fritzdorfer Bevölkerung. In einer vom Ortsverband der CDU durchgeführten inoffiziellen Bürgerbefragung sprachen sich 94 % der Befragten für einen Verbleib im Verband des Amtes Meckenheim aus. Trotzdem änderten weder die Landesregierung noch die zuständigen Gemeindegremien den eingeschlagenen Weg einer Zuordnung zur Gemeinde Wachtberg. So ließen sich die Fritzdorfer Gemeindevertreter per Gesetz der Gemeinde Wachtberg zuschlagen, um so gegenüber der Bevölkerung den Eindruck zu erwecken, der Anschluss zur Gemeinde Wachtberg wäre nicht freiwillig geschehen.
Im Frühjahr 1980 wurde die alte Fritzdorfer Schule abgerissen. Die Schule stand schon geraume Zeit leer und war den Anwohnern schon lange ein Dorn im Auge. Neben der Schule standen dort noch weitere Gebäude wie z.B. die Feuerwehr. Heute ist dort der Fritzdorfer Dorfplatz.
Seit der Neugliederung der Gemeinde Wachtberg im Jahr 1969, hat die Gemeinde nur noch einen Bürgermeister, der für die gesamte Gemeinde zuständig ist.
Fußball:
Folgende Personen sind in Fritzdorf geboren:
Folgende Personen sind nicht in Fritzdorf geboren, haben dort aber lange gelebt oder sind mit Fritzdorf eng verbunden.
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