Fritz Rößler (* 17. Januar 1912 in Bad Gottleuba (Sachsen); † 11. Oktober 1987) war ein deutscher Nationalsozialist, der 1945 bis 1952 unter der Bezeichnung Dr. Franz Richter auftrat.
Rößler ist 1950 an der Fusion der DKP-DRP mit der NDP zur DRP beteiligt und wird Direktoriumsmitglied der neuen Partei, muss das Amt aber am 30. April wegen seiner über Walter Kniggendorf zur SRP-Führung bestehenden Kontakte niederlegen. Er wird im September 1950 ausgeschlossen und wechselt zur SRP, die er fortan gemeinsam mit dem Bundesvorsitzenden Dr. Fritz Dorls im Parlament vertritt (vom 13. Dezember 1950 bis zum 26. September 1951 hospitieren beide bei der WAV-Fraktion ohne ihre eigene Partei zu verlassen). Im Mai 1951 beteiligt er sich in Malmö/Schweden an der Gründung der faschistischen "Europäischen Sozialen Bewegung" (unter Führung des italienischen MSI beteiligen sich Organisationen aus Deutschland, Italien, Österreich, Schweden und der Schweiz). Am 20. Februar 1952 wird er enttarnt und während einer Bundestagssitzung, nachdem seine Immunität aufgehoben wurde, verhaftet. Am 2. Mai 1952 wird er wegen Urkundenfälschung und anderer Delikte zu 18 Monaten Haft verurteilt und verliert sein Abgeordnetenmandat mit Wirkung vom 21. Februar 1952.
Richter war im Bundestag für seine aggressive Wortwahl berüchtigt. So wurde er am 10. Januar 1952 von Bundestagsvizepräsident Hermann Schäfer wegen unparlamentarischen Verhaltens für drei Sitzungstage ausgeschlossen.
1953 bis 1957 tritt Rößler auf diversen internationalen faschistischen Kongressen auf.
Mann | Bundestagsabgeordneter | NSDAP-Mitglied | DKP-DRP-Mitglied | DRP-Mitglied | SRP-Mitglied | Geboren 1912 | Gestorben 1987
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