Bei einem Friend, englisch für Freund, handelt es sich um eine wiederentfernbare Klettersicherung, die in Rissen, Spalten und Öffnungen im Fels verankert wird. Sie wird als Zwischensicherung verwendet, indem der Friend über einen Karabiner als Führung für das Sicherungsseil des Kletternden verwendet wird.
Im Gegensatz zu einem Klemmkeil als Zwischensicherung wird bei einem Friend mehr Mechanik verwendet. Man spricht hierbei von einer aktiven Zwischensicherung.
Friends gibt es in unterschiedlichen Größen, das heißt für Felsrisse zwischen ungefähr 1 cm bis 10 cm. Um das Spektrum abzudecken muss der Kletterer 5 bis 10 Größen mitführen. Da ein einzelner Friend bereits mindestens 60 Euro kostet, müssen für einen kompletten Satz mehrere 100 Euro bezahlt werden.
Interessant hierbei ist sicher auch, dass sich die Form der Segmente eines 'Friends' nicht patentrechtlich schützen ließ, da sie einer mathematischen Formel (per se nicht patentierbar) entspricht. Der Erfinder der 'Friends', Ray Jardine, konnte lediglich die Bedienungs-Mechanik patentieren lassen, weshalb diese bei Nachahmerprodukten etwas abweicht.
Zur Entstehung des Namens gibt es folgende Anekdote: Erfinder Ray Jardine hatte die Geräte ursprünglich 'grabbers' getauft. Er wollte die Erfindung aber zu Anfang unbedingt geheim halten. Als er mit einem Freund klettern war, fragte dieser ihn in Gegenwart anderer Kletterer: 'Hast du deine ...' -dann fiel ihm ein, dass der Name 'grabbers' und die Geräte an sich ja geheim bleiben sollten - "... äähm ... Freunde dabei?" Daher der Name 'Friends'.