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Wappen Karte
Wappen Friedrichsdorf Taunus.png
Beschreibung
Friedrichsdorf_-_Lage_in_Deutschland.png
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Kreis: Hochtaunuskreis
Geografische Lage:
Höhe: 150-300 m ü. NN, durchschnittlich 200 m
Fläche: 30 km²
Einwohner: 24.605 (31. Dezember 2004)
Bevölkerungsdichte: 816 Einwohner je km²
Postleitzahl: 61381
Vorwahlen: 06172 (Friedrichsdorf, Seulberg),
06175 (Köppern)
und 06007 (Burgholzhausen)
Kfz-Kennzeichen: HG
Amtliche Gemeindekennzahl: 06 4 34 002
Gliederung des Stadtgebiets: 4 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Hugenottenstraße 55
61381 Friedrichsdorf
Offizielle Website: www.friedrichsdorf.de
E-Mail-Adresse: stadtverwaltung@friedrichsdorf.de
Politik
Bürgermeister: Horst Burghardt (B90/Grüne)
Friedrichsdorf ist eine Stadt im Hochtaunuskreis, rund 20 Kilometer nördlich von Frankfurt am Main.

Geografie


Lage

Friedrichsdorf_TS.jpgFriedrichsdorf liegt im Taunus und ist nach Bad Homburg und Oberursel die drittgrößte Gemeinde im Hochtaunuskreis. Das Stadtgebiet umfasst zum einen landwirtschaftlich geprägte Flächen wie etwa bei Burgholzhausen, die am Rand der Wetterau liegen. Zum anderen findet sich auch ein großes Waldgebiet am Taunuskamm. Darin befindet sich der höchste Punkt der Gemarkung, die Gickelsburg, mit 471m. ü. NN. Vom Taunuskamm her durchfließt der Erlenbach die Stadt.

Nachbargemeinden und -kreise

Friedrichsdorf grenzt im Norden und Osten an die Stadt Rosbach (Wetteraukreis), im Süden an die Stadt Bad Homburg, sowie im Westen an die Gemeinde Wehrheim.

Geschichte


Die Gründung im Jahre 1687 geht auf die Hugenottenverfolgung in Frankreich zurück. Millionen flohen aus Frankreich. Einem Teil gewährte Landgraf Friedrich II. mit den Worten „Lieber will ich mein Silbergerät verkaufen, als diesen armen Leuten die Aufnahme versagen“ Asyl. Sie gründeten Friedrichsdorf, welches die Hugenotten aus Dankbarkeit nach ihm benannten. Sie brachten Flanell und Strümpfe aus Frankreich mit, die sich rasch verbreiteten.

Später wurde in Friedrichsdorf Zwieback produziert, deswegen wird Friedrichsdorf „Stadt des Zwiebacks“ genannt. Aus dem Zwiebackfabrikanten „Emil Pauly“ ging Milupa hervor. Die in Friedrichsdorf stehende Milupa-Fabrik ist allerdings ins Ausland verlegt worden.

Der berühmteste Sohn der Stadt war Philipp Reis, Lehrer am Institut Garnier und Erfinder der elektrischen Übertragung von Sprache, besser bekannt als Telefon, dem in Friedrichsdorf ein Museum gewidmet ist, und nach dem die Friedrichsdorfer Gesamtschule (PRS) benannt ist.

Im Jahre 1916 wurde Dillingen eingemeindet, das erst 1804 gegründet worden war. Seinen Namen übernahm Dillingen von einer Wüstung aus dem Dreißigjährigen Krieg, in deren Gemarkung die Friedrichsdorfer Hugenotten siedelten.

Stadtgliederung


Im Juli 1972 haben sich die Gemeinden Friedrichsdorf, Seulberg, Köppern und Burgholzhausen zur Stadt Friedrichsdorf/Taunus zusammengeschlossen.

Köppern

Köppern wird 1269 erstmals urkundlich erwähnt. Zu dieser Zeit wurde dem Buchard von Printsac eine Mühle zu „coppern“ vom Grafen Gerhard von Eppstein zum Lehen gegeben. Leinenweberei und Ziegelbrennerei stellten neben der Landwirtschaft lange Zeit die wichtigsten Erwerbszweige dar. Später kamen die Fabrikation von Hüten und die Verarbeitung von Leder hinzu. 1901 wurde vom Frankfurter Arzt Emil Sioli das heute noch bestehende Waldkrankenhaus (Fachklinik für Psychiatrie und Psychotherapie) gegründet. In Köppern gibt es eine Streethockeymannschaft, die unter anderen vom Eishockeyprofi Ingo Schwarz (Verein Rote Teufel Bad Nauheim) trainiert wird. Bild:Friedrichsdorf_Köppern_1.jpg|Köppern vom Bornberg Bild:Friedrichsdorf_Köppern_2.jpg|Köppern am Taunuskamm

Burgholzhausen

1221 wird in Urkunden Burgholzhausen als Holzhausen erstmals erwähnt. Als wichtigste Erwerbszweige galten neben Landwirtschaft und Leinenweberei die Herstellung von Fliesen, deren Grundstoff aus nahegelegenen Lehmgruben gewonnen wurde. Ende des 17. Jahrhundert wurde durch die Herrschaft des Geschlechtes der Ingelheimer der Obstanbau nach Burgholzhausen gebracht. Bild:Burgholzhausen Altes Rathaus (Giebelseite).jpg|Altes Rathaus (Giebelseite) Bild:Burgolzhausen Altes Rathaus.JPG|Altes Rathaus Burgholzhausen (1605) Bild:Burgholzhausen Ortsmitte.JPG|Sanierte Hofreite aus 1630 (Ortsmitte)

Seulberg

Im Lorscher Codex wird Seulberg 767 zum ersten Mal erwähnt. Seulberg gilt als eine der ältesten Siedlungen im Hochtaunuskreis. Neben Landwirtschaft und Leinenweberei ist hier die Töpferei lange ein wichtiger Erwerbszweig gewesen. Mit den Hugenotten in Friedrichsdorf bestanden rege Handelsbeziehungen. Ein eher trübes Kapitel stellen die Hexenprozesse im 17. Jahrhundert dar, in deren Verlauf 31 Frauen hingerichtet wurden. Bild:Friedrichsdorf_Seulberg_Kirche.jpg|Evangelisch-lutherische Kirche (1862) (Internetseite) Bild:Friedrichsdorf_Seulberg_Toepferbrunnen.jpg|Töpferbrunnen, Symbol für die Töpferei Bild:Friedrichsdorf_Seulberg_Komplett.jpg|Seulberg im Ganzen

Das Wappen

Das erste Wappen erhielt Friedrichsdorf 1821 in Erinnerung an den Besuch der russischen Prinzessin Alexandra (und ihrer acht Gäste) bei Graf Friedrich in Bad Homburg: In Blau neun ringförmig angeordnete silberne Rosen.

Nach der Eingliederung wurde 1975 ein neues Wappen geschaffen, das auch die neuen Stadtteile berücksichtigt: Oben in Blau eine silberne Rose (Friedrichsdorf), links in Silber das rote vierspeichige Rad von Köppern, rechts in Silber ein rotes Hufeisen für Seulberg und unten in Rot der goldene Turm aus dem Wappen von Burgholzhausen.

Wirtschaft und Infrastruktur


Verkehr

Durch die friedrichsdorfer Gemarkung verläuft die wichtige Verkehrsachse A5, die am nördlichen Rand des Stadtgebiets auch eine Anschlussstelle (16, Friedberg / Friedrichsdorf) hat. Außerdem durchquert die B455 die Stadt.

Auch mit Schienenverkehr ist die Stadt gut versorgt. Insgesamt vier Stationen sind auf alle Stadtteile verteilt. Der Bahnhof Friedrichsdorf ist Endpunkt der S-Bahnlinie 5 von Frankfurt am Main. Außerdem halten hier die Triebwagen der Frankfurt-Königsteiner Eisenbahn, die auf der Taunusbahn verkehren. Die Querverbindung zur Main-Weser-Bahn nach Friedberg stellt die Butzbach-Licher Eisenbahn her.

Der internationale Rhein-Main-Flughafen ist über die Straßen leicht zu erreichen. Zudem ist die Firma Rotorflug in Friedrichsdorf ansässig, die Helikopterflüge anbietet.

Einwohner

(jeweils zum 31. Dezember)
Jahr Einwohner
1998 24.404
1999 24.128
2000 24.282
2001 24.406
2002 24.572
2003 24.497
2004 24.605

Politik


Bürgermeister

Städtepartnerschaften

Houilles, Frankreich seit 1973
Bad Wimsbach-Neydharting, Österreich seit 1968 mit dem heutigen Stadtteil Seulberg
Chesham, England seit 1980

Bekannte Persönlichkeiten


Sonstiges


Interessantes

In Friedrichsdorf steht der Frankfurt-Tempel, einer der beiden Tempel der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage in Deutschland.

Unterhaltsames, Literatur

  • Uschi Flacke: Die Hexenkinder von Seulberg. Carlsen 2003. ISBN 355135250X
    Ein trauriges Kapitel schrieb die Friedrichsorfer Geschichte Mitte des 17. Jahrhundert, als etliche Kinder und Frauen aus dem damaligen Dorf und heutigem Stadtteil Seulberg Opfer einer üblen Hexenverfolgung wurden. (Historischer Jugendroman)

Weblinks


Ort in HessenTaunus

Friedrichsdorf

 

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