Friedrich_Merz_CDU.jpg Friedrich Merz (* 11. November 1955 in Brilon) ist ein deutscher Politiker (CDU).
Am 12. Oktober 2004 gab Merz bekannt, er werde seine Partei- und Fraktionsämter Ende des Jahres 2004 abgeben.
Nach der Bundestagswahl 2002 beanspruchte die CDU-Bundesvorsitzende Angela Merkel das Amt des Fraktionsvorsitzenden, und damit des Oppositionsführers, für sich selbst. Seitdem war Merz wieder Stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion bis Oktober 2004. Er gilt als Experte für Finanzen und Steuern. Im Herbst 2003 legte er ein Konzept zur Einkommensteuerreform vor, das mit wenigen Änderungen mit Beschluss des CDU-Bundesvorstandes vom 3. November 2003 als Position der Partei festgeschrieben wurde. Dieses Programm wurde aber 2004 nach langer Diskussion mit der CSU in Kernpunkten abgeändert, woraufhin Merz am 12. Oktober 2004 alle seine Parteiämter (Stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und CDU-Präsidiumsmitglied) niederlegte.
Er ist mit 57,7 % der Stimmen direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises 148 (Hochsauerlandkreis).
Neben seinem Abgeordnetenmandat geht Merz noch zahlreichen Nebentätigkeiten nach. So ist er als Anwalt tätig und sitzt in Aufsichtsgremien bzw. Beiräten der AXA Konzern AG, der BASF AG, der Commerzbank AG, der Deutsche Börse AG, der Interseroh AG, der Möller & Förster KG Baumärkte-Baustoffe, der Odewald & Compagnie - Gesellschaft für Beteiligungen mbH, der Rockwoll Beteiligungs GmbH, der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young sowie des Immobilienkonzerns IVG. Bis zum 31. Dezember 2004 war Friedrich Merz Anwalt in der Kölner Kanzlei Cornelius, Haesemann und Partner. Nach seinem Rückzug als stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU wurde Merz Partner in der internationalen Kanzlei Mayer, Brown, Rowe & Maw LLP.
Der britische Hedge-Fonds TCI, der zu den Klienten der Kanzlei gehört, ebnete Merz im Juli 2005 den Weg in den Aufsichtsrat der Deutschen Börse AG. Er ist auch für den Berliner Immobilieninvestor „Apellas“ tätig, hinter dem u.a. der amerikanische Spekulant George Soros steht. Bereits seit 2004 ist Merz Mitglied im Wirtschaftsrat von Borussia Dortmund. Er ist ein Gründungsmitglied des Fördervereins für die arbeitgebernahe Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Merz ist darüber hinaus Schirmherr des Historischen Marktes in Obermarsberg.
Aufgrund seiner zahlreichen Nebentätigkeiten ist Friedrich Merz in die Kritik gekommen; ihm wurde vorgeworfen, durch seine Nebentätigkeiten zuwenig Zeit für seine eigentliche Aufgabe als gewählter Abgeordneter aufbringen zu können.
Mann | Deutscher | Bundestagsabgeordneter | CDU-Mitglied | Korporierter im CV | Geboren 1955 | Ritter des Ordens wider den tierischen Ernst | INSM
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