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Friedrich Krebs (* 1894, † 1961) war Rechtsanwalt, Politiker der NSDAP und in der Zeit des Nationalsozialismus Oberbürgermeister von Frankfurt am Main.

Als Ludwig Landmann am 12. März 1933 als Reaktion auf die Machtergreifung Hitlers und die damit verbundenen Neuwahlen in der Stadtverordnetenversammlung zurücktrat, wurde Krebs zu seinem kommissarischen Nachfolger ernannt. Am 13. Juni wurde seine Ernennung in der vorerst letzten demokratischen Wahl vom neuen Parlament bestätigt. Allerdings waren bei der Wahl fast nur Mitglieder der NSDAP anwesend. Die Mitglieder der SPD und der KPD hätten zwar gemeinsam eine Mehrheit gehabt, wurden jedoch zuvor verboten. Krebs selbst war nicht anwesend. Noch vor seiner Wahl lässt er am 1. April jüdische Beamte der Stadt aus dem Amt entfernen. Auch die Statue von Friedrich Ebert vor der Frankfurter Paulskirche musste verschwinden. 1935 ernannte Krebs nach telegrafischer Zustimmung Adolf Hitlers Frankfurt zur "Stadt des Deutschen Handwerks", obwohl er als Nachfolger Ludwig Landmanns temporär den Verwaltungsratsvorsitz der HaFraBa inne hatte und zunächst mehrfach versuchte, Frankfurt den Titel "Stadt der Straßen" zu verschaffen. Dieses Ansinnen wußte aber der Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen, Fritz Todt, erfolgreich zu verhindern, um jede Erinnerung an den Gründungsort der HaFraBa und die immense Bedeutung dieses Vereins für die Vorarbeiten zur Autobahn zu tilgen; Todt war während seiner Wirkungszeit sehr darum bemüht, den Ruhm für die Autobahnidee allein Hitler zuzuschreiben und so die "Straßen des Führers" in ungeschmälertem Glanz erstrahlen zu lassen. Nachdem am 18. und 22. März 1944 Frankfurt die schwersten Bombenangriffe erlebte, veranstaltete die NSDAP unter Krebs eine Kundgebung unter dem Motto "Wir kapitulieren nie!". Am 28. März 1945 endete für Frankfurt der Zweite Weltkrieg. Krebs wurde von den Alliierten nach seiner Flucht und anschließenden Verhaftung als minderbelastet eingestuft, so daß sein Verhalten nicht sanktioniert wurde. Bis 1952 saß er dann wieder als Mitglied der Deutschen Partei in der Stadtverordnetenversammlung. Anschließend ließ er sich als Rechtsanwalt nieder.

Mann | Deutscher | Bürgermeister (Frankfurt am Main) | Rechtsanwalt | Geboren 1894 | Gestorben 1961

 

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