Friedrich III. (* 18. März 1609 in Haderslev; † 9. Februar 1670 in Kopenhagen, auch bekannt als Frederik III.) war König von Dänemark und Norwegen von 1648 bis 1670.
Friedrich III. begründete den Absolutismus in Dänemark und Norwegen, der in Norwegen über fast 150, und Dänemark 200 Jahre Bestand haben sollte.
Familie
Friedrich III. war der dritte Sohn von
Christian IV. von
Dänemark und dessen erster Gemahlin
Anna Katharina von Brandenburg. Er war mit
Sophia Amalia von Braunschweig-Lüneburg verheiratet, die ihm die folgenden Kinder schenkte:
- Christian V. (* 15. April 1646; † 25. August 1699), König von Dänemark,
- Anna Sophie (* 1. September 1647; † 1. Juli 1717) - 1666 verheiratet mit Johann Georg III., Kurfürst von Sachsen,
- Friederike Amalie (* 11. April 1649; † 30. Oktober 1704) - 1667 verheiratet mit Christian Albrecht, Herzog von Schleswig-Holstein-Gottorp,
- Wilhelmine Ernestine (* 20. Juni 1650; † 23. April 1706), Kurfürstin von der Pfalz,
- Friedrich (* 11. Oktober 1651; † 14. März 1652), Prinz von Dänemark,
- Georg (* 21. April 1653; † 8. November 1708), Prinzgemahl von Großbritannien,
- Ulrike Eleonore (* 11. September 1656; † 26. Juli 1693) - 1680 verheiratet mit Karl XI., König von Schweden, und
- Dorothea (* 16. November 1657; † 15. Mai 1658), Prinzessin von Dänemark.
Zudem war er Vater des unehelichen Sohnes Ulrich Friedrich, Graf von Güldenlöw-Laurvig.
Werdegang
Friedrich erhielt folgende Titel:
Diese Titel verliert er 1645 wieder, als Bremen und Verden in den Besitz der
Schweden übergingen. Die Schweden hatten dieses Recht im
Westfälischen Frieden erworben.
Bereits zu seiner Bremer Zeit war Christoffer von Gabel Friedrichs enger Vertrauter, der seine Finanzen abwickelte. Daran sollte sich für den Rest seines Lebens nichts ändern. Er machte Gabel später zum mächtigsten Mann am Hofe.
Nach dem Tod seines älteren Bruders, des Kronprinzen Christian (1647), und seines Vaters am 28. Februar 1648 wurde Friedrich zum König ernannt. Im gleichen Jahr gründete er die Dänische Königliche Bibliothek, die heutige Nationalbibliothek des Landes.
Krieg gegen Schweden
1657 erklärte er Schweden den Krieg. Die Gelegenheit dazu schien günstig, da er den schwedischen König
Karl X. Gustav durch den Krieg in
Polen beschäftigt glaubte. Dieser marschierte aber in Dänemark ein und bedrohte
Kopenhagen. Daher willigte Friedrich am
28. Februar 1658 in den
Frieden von Roskilde ein, wodurch er
Schonen,
Halland,
Blekinge,
Bohusland, die Inseln
Bornholm und
Hven und das Stift Drontheim an Schweden abtreten und die Souveränität des Herzogs von
Holstein-Gottorp anerkennen musste.
Im August 1658 griffen die Schweden erneut Kopenhagen an. Friedrich berief mit Hans von Schack einen erfahrenen Soldaten und Festungskommandanten zum Oberkommandierenden und konnte im Verbund mit einer holländischen Hilfsflotte unter Opdam sowie mit Hilfe des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg den Angriff abwehren (bei Nyborg am 14. November 1659) und so die Souveränität Dänemarks retten. Nach dem Tod des schwedischen Königs wurde im Vertrag von Kopenhagen (5. Juni 1660) im wesentlichen die Vereinbarung aus dem Roskilde-Vertrag bestätigt, allerdings fielen Drontheim und Bornholm an Dänemark zurück.
„Vertragsmäßiger Staatsstreich“
Friedrich berief hierauf einen Reichstag ein, um mit ihm über die Konsolidierung der Finanzen, der Armee, der Marine und des Handels zu beraten. Die Geistlichkeit und der Bürgerstand betrachteten als Mittel dazu die Demütigung des Adels und die Erhöhung der königlichen Macht, weshalb Dänemark für ein
Erbreich in männlicher und weiblicher Linie und der König für völlig souverän erklärt wurde (14. Oktober 1660). Am
10. Januar 1661 wurde ihm die entsprechende Akte überreicht, und
14. November 1665 unterzeichnete er das Königsgesetz (die
Lex Regia), nach welchem in Dänemark und Norwegen eine völlig unumschränkte Monarchie hergestellt und der
Reichsrat wie der Reichstag abgeschafft wurden; doch wagte man diese Neuerungen erst bei der Krönung des Nachfolgers
1709 vollständig bekannt zu machen.
Weblinks
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