Herzog Friedrich I. von Sachsen-Gotha-Altenburg (* 15. Juli 1646 in Gotha; † 2. August 1698 in Friedrichswerth) war ein Landesherr in Thüringen. Er stammte aus der Familie der ernestinischen Wettiner.
Friedrich I. wurde als Sohn des Herzogs Ernst des Frommen von Sachsen-Gotha und dessen Ehefrau Elisabeth Sophia von Sachsen-Altenburg geboren. Als seinem Vater, der ursprünglich nur Herzog von Sachsen-Gotha war, durch Erbfolge 1672 auch das Herzogtum Sachsen-Altenburg zufiel, machte dieser Friedrich I. dort zum Regenten. 1674 machte ihn Ernst der Fromme, bereits durch Krankheit geschwächt, zum Regenten seines gesamten Landes.
Nach dem Tode seines Vaters im Jahr 1675 übernahm Friedrich den herzoglichen Thron beider Herzogtümer. Er hatte allerdings lt. dem Hausgesetz seiner Familie seine sechs jüngeren Brüder an der Regierung zu beteiligen. Zunächst kam es zu einer gemeinsamen Haushaltung aller sieben Brüder auf Schloss Friedenstein, die allerdings nur bis 1676 bestand.
Danach begannen Verhandlungen zur Teilung des väterlichen Erbes. Diese wurde schließlich mit dem „Hauptreceß“ vom 24. Februar 1680 durchgeführt. Friedrich behielt die Ämter Gotha, Tenneberg, Wachsenburg, Ichtershausen, Georgenthal, Schwarzwald, Reinhardsbrunn, Volkenrode, Oberkranichfeld, Altenburg, Leuchtenburg und Orlamünde. Der aus diesen Ämtern geformte Staat nannte sich Sachsen-Gotha-Altenburg. Er bestand aus drei größeren, nicht zusammenhängenden Gebieten um Gotha, Karla und Altenburg sowie sechs kleineren Enklaven.
Friedrich I. führte die Werke seines Vaters fort. Um künftige Landesteilungen zu verhindern, führte er für sein Haus 1685 die Primogenitur ein (1688 durch den Kaiser bestätigt). Ab 1680 errichtete er das Lustschloß Friedrichswerth, in dem Dorf Erffa, rund 20 km von Gotha entfernt, das zu seinen Ehren in Friedrichswerth umbenannt wurde.
Im Jahr 1683 gründete Friedrich I. das heute noch bestehende Gothaer Schloßtheater. Er war auch ein eifriger Tagebuchschreiber, die erhaltenen Tagebücher gehören zu den wichtigsten fürstlichen Selbstzeugnissen der Epoche. Friedrich I. nahm an der Entsetzung von Wien, als dieses von Türken belagert wurde (1688) und am Reichskrieg gegen Frankreich teil. Die Finanzen seines kleinen Landes ruinierte er allerdings durch den Unterhalt einer stehenden Armee, die bei seinem Tode mehr als 10.000 Mann betrug.
Friedrich I. hatte in erster Ehe 1669 Magdalena Sybille, eine geborene Herzogin von Sachsen-Weißenfels (albertinische Linie der Wettiner) geheiratet. Mit dieser hatte er vier Töchter und zwei Söhne, darunter Friedrich II., der ihm in der Regierung nachfolgte. Nach dem Tode seiner ersten Frau 1681 heiratete er noch im gleichen Jahr erneut, Christine, eine geborene Markgräfin von Baden-Durlach. Seine zweite Ehe blieb kinderlos.
Mann | Herzog (Sachsen) | Geboren 1646 | Gestorben 1689 | Deutscher | Wettiner | Thüringer Geschichte
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"Friedrich I. (Sachsen-Gotha)".
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