Friedrich Heinrich Himmel (* 20. November 1765 in Treuenbrietzen, Mark Brandenburg; † 8. Juni 1814 in Berlin) war ein deutscher Komponist.
In Venedig schrieb H. 1794 das Pastorale Il prlmo na Vigatore und in Neapel die Oper Semiramlde, welche beide reichen Beifall fanden. Nach seiner Rückkehr wurde er 1795 an Reichardts Stelle zum königlichen Kapellmeister ernannt und erwarb sich einen weitverbreiteten Ruf als Komponist und Klavierspieler, obwohl ihm auf beiden Gebieten die Tiefe und Gründlichkeit mangelte. Beethoven, der ihn während seines Aufenthalts in Berlin kennen lernte, urteilte über ihn: er besitze ein ganz artiges Talent, weiter aber nichts, und zog das Spiel des Prinzen Ludwig Ferdinand dem seinigen vor. H. starb 8. Juni 1814 in Berlin. Von seinen Kompositionen, deren er über 80 veröffentlichte, haben ihn nur wenige überlebt, darunter das Lied An Alexis send' ich dich und die dreiaktige Operette Fanchon, das Leiermädchen (Text von August von Kotzebue), die von ihrem Erscheinen (1804) an ein Menschenalter hindurch aus allen Bühnen Deutschlands enthusiastisch aufgenommen wurde.
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