Friedrich Clemens Gerke (* 22. Januar 1801 in Osnabrück, † 1888 in Hamburg) war ein deutscher Pionier der Telegrafie.
Ihm zu Ehren erhielt der 230 Meter hohe Fernmeldeturm in Cuxhaven den Namen Friedrich-Clemens-Gerke-Turm.
Er arbeitete für J.L. Schmidt, der die optische Telegrafenlinie Hamburg-Cuxhaven betrieb, und behob die Probleme dieser Verbindung. Diese Telegrafenlinie spielte bei der Steuerung des Schiffsverkehrs auf der Elbe und 1842 bei der Organisation von Hilfeleistungen beim Hamburger Brand eine bedeutende Rolle.
Die Vorteile der neuen Technik erkennend, wechselte Gerke zur Elektro-Magnetischen Telegraphen-Compagnie, die am 15. Juli 1848 eine Verbindung von Hamburg nach Cuxhaven in Betrieb nahm. Gerke wurde 1847 Inspektor dieses Unternehmens, das als erstes in Europa das Morsealphabet benutzt.
Gerke entwickelte den American Morse–Code zum noch heute weltweit gebräuchlichen Internationalen Telgraphenalphabet weiter.
Ab 1868 arbeitete Gerke für das neugegründete Telegraphenamt in Hamburg und übernahm 1869 die Leitung.
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