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Der Friede von Melnosee oder Meldensee war ein am 27. September 1422 geschlossener Frieden zwischen Polen-Litauen auf der einen Seite und dem Deutschen Orden auf der anderen.

Der Friedensvertrag wurde geschlossen zwischen:

sowie

Er beendete die nach 1410 trotz des Ersten Thorner Friedens des Jahres 1411 mehrfach aufgekommenen Kriegshandlungen. Der Deutsche Orden hatte Gebietsabtretungen hinzunehmen, so die von Haus und Gebiet Nessau an den König von Polen sowie von Schemaiten an den Großfürsten von Litauen, während der König von Polen auf die Ansprüche auf Pommerellen, Kulmer Land und Michelauer Land verzichtete.

In diesem Vertrag, der die Grenzziehung genauer definieren soll, wird auch erstmalig ein alternativer Name für die Stadt Memel dokumentiert: "et castrum Memel in Samogitico Cleupeda appellaum" (und die Memelburg, in Samogitien Cleupeda genannt). Insbesondere wurde die Grenze nördlich der Memel bis zur Stadt Memel festgelegt, die bis nach dem Ersten Weltkrieg Bestand haben sollte. Nach 501 Jahren, im Jahre 1923, besetzte Litauen das Gebiet, die sog. Memelland-Krise.

Innenpolitisch erwies sich die Mitwirkung von Ständevertretern bei den Friedensverhandlungen als bedeutsam, da die preußischen Stände fernerhin eine Art Kontrollrecht gegenüber der Einhaltung des endgültig erst 1426 besiegelten Friedensvertrages beanspruchten.

1422 | Friedensvertrag

Treaty of Melno | Melno taika | Pokój melneński 1422

 

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