| Wappen | Karte |
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| Wappen Freudenstadt.png | Karte_freudenstadt_in_deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Baden-Württemberg |
| Regierungsbezirk: | Karlsruhe |
| Regionalverband: | Nordschwarzwald |
| Landkreis: | Freudenstadt |
| Gemeindeart: | Große Kreisstadt |
| Geografische Lage: | |
| Höhe (Zentrum): | 731 m ü. NN |
| Höchster Punkt: | 968 m ü. NN |
| Fläche: | 87,58 km² |
| Einwohner: | 23.888 (30. Juni 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 272 Einwohner je km² |
| Ausländeranteil: | 12,3 % |
| Postleitzahlen: | 72231-72250 (alt: 7290) |
| Vorwahl: | 07441 und 07443 |
| Kfz-Kennzeichen: | FDS |
| Gemeindeschlüssel: | 08 2 37 028 |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Marktplatz 1 72250 Freudenstadt |
| Offizielle Website: | www.freudenstadt.de |
| E-Mail-Adresse: | info@freudenstadt.de |
| Politik | |
| Oberbürgermeister: | Erwin Reichert |
Freudenstadt ist Sitz und (nach Horb) zweitgrößte Stadt des Landkreises Freudenstadt. Für die umliegenden Gemeinden bildet sie ein Mittelzentrum. Seit 1. Januar 1988 ist Freudenstadt Große Kreisstadt. Mit den Gemeinden Bad Rippoldsau-Schapbach und Seewald hat die Stadt Freudenstadt eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart.
Darüber hinaus gibt es teilweise noch weitere Wohngebiete oder Wohnplätze mit eigenem Namen, die jedoch meist nur sehr wenige Einwohner haben. Hierzu gehören Christophstal, Langenhardt, Langenwaldsee, Oberer und Unterer Zwieselberg und Oberes Stutztal.
Baumeister Heinrich Schickhardt entwarf und baute die Stadt. Sie erhielt einen zentralen, quadratischen Platz, welcher eigentlich als Schlossplatz dienen sollte. Um diesen herum wurden die Straßen wie auf einem Mühlebrett angeordnet. Bevor die Pläne jedoch vollendet wurden, starb Herzog Friedrich I. Das Schloss wurde nie gebaut, der Platz wurde als Marktplatz genutzt und gilt heute mit 216 mal 219 Metern als der größte Marktplatz Deutschlands.
1601 erfolgte die Grundsteinlegung der Stadtkirche und die Namensgebung "Freudenstadt". Die Einwohnerzahl wuchs durch Zuwanderung von Glaubensflüchtlingen aus der Steiermark, aus Kärnten und der Krain schnell. 1603 erhielt die junge Stadt ein Wappen, den ersten Bürgermeister und zwei Jahre später ihre Gemarkung. Hierzu wurden Teile des Dornstetter Waldgedings und der Nachbargemeinde Baiersbronn abgetrennt. Freudenstadt wurde Sitz eines kleinen Amtes. 1608 starb Friedrich I. (Herzog von Württemberg) und mit ihm der Traum der großen Residenzstadt. 1616 wurde der Weiler Christophstal von Dornstetten eingegliedert.
1737 wurde Freudenstadt Sitz einer kleinen Garnison. 1759 wurde das Amt Freudenstadt zum Oberamt erhoben. Um 1800 entstand der Weiler Friedrichstal, der jedoch 1839 nach Baiersbronn umgegliedert wurde. Bereits 1833 war das Stadtgebiet Freudenstadts um ca. 2.300 ha Wald des ehemaligen Waldgedings vergrößert worden. Im 19. Jahrhundert wurde Freudenstadt zur Stadt der Handwerker. Dies wurde vor allem auch durch Anschluss an das Eisenbahnnetz ab 1879 begünstigt. Um 1890 setzte der Kurbetrieb ein, infolgedessen Freudenstadt ein beliebter Kurort wurde.
1938 wurde das Oberamt Freudenstadt in den Landkreis Freudenstadt überführt.
Während des Zweiten Weltkrieg war in der Nähe von Freudenstadt bei dem 1000 Meter hoch gelegenen Ortsteil Kniebis das Führerhauptquartier Tannenberg. Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Stadt zu großen Teilen zerstört, jedoch danach in Anlehnung an die historische Bebauung wieder aufgebaut. Bei der Besetzung durch die französische Armee ereigneten sich zahlreiche Vergewaltigungen, Plünderungen, Brandstiftungen und andere gewalttätige Übergriffe gegen die Zivilbevölkerung. Von 1945 bis 1952 gehörte Freudenstadt zum Land Württemberg-Hohenzollern.
Bei der Kreisreform zum 1. Januar 1973 erhielt der Landkreis Freudenstadt seine heutige Ausdehnung. Er wurde gleichzeitig Teil der neu gegründeten Region Nordschwarzwald, die damals dem neu umschriebenen Regierungsbezirk Karlsruhe zugeordnet wurde. Damit wurde das ehemals württembergische Freudenstadt nunmehr von der ehemaligen badischen Hauptstadt Karlsruhe aus verwaltet. Im Jahr 1986 überschritt die Einwohnerzahl Freudenstadts die Grenze von 20.000. Daraufhin stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, was die baden-württembergische Landesregierung dann mit Wirkung vom 1. Januar 1988 beschloss.
Im 19. Jahrhundert entstand in Freudenstadt eine Gemeinschaftsarbeit, die sich später als Altpietistische Gemeinschaft bezeichnete. Die Teilnehmer der Gemeinschaft bezeichnen sich als Apis und sind Mitglieder der Evangelischen Kirchen von Württemberg.
Im 19. Jahrhundert zogen auch Katholiken nach Freudenstadt. Bereits 1859 wurde eine eigene Pfarrei errichtet. Deren Kirche Christi Verklärung ist jedoch ein Neubau von 1931. Die Pfarrgemeinde Christi Verklärung Freudenstadt ist auch für die Katholiken des gesamten Umlands zuständig und bildet zusammen mit der Pfarrgemeinde Alpirsbach eine Seelsorgeeinheit innerhalb des Dekanats Freudenstadt des Bistums Rottenburg-Stuttgart.
Ab 1735 entstand auch eine Herrnhuter Brüdergemeine in Freudenstadt, die jedoch heute nicht mehr besteht.
Heute gibt es neben den beiden großen christlichen Kirchen in Freudenstadt auch Gemeinden, die zu Freikirchen gehören, darunter zwei Evangelisch-methodistische Gemeinden (Methodisten), die Volksmission entschiedener Christen, die Heilsarmee, die Siebenten-Tags-Adventisten, die Christus-Gemeinde, die evangelische Freikirche Go-Top, die Gemeinde Crossroads, die Vineyardgemeinde, sowie die Neuapostolische Kirche, die zum Apostelbereich Tübingen gehört. Des weiteren unterhält der Türkisch-Islamische Kulturverein e.V. die Fatih Moschee.
| Jahr | Einwohnerzahlen | - | 1603 | 255 Bürger | - | 1609 | ca. 2.000 | - | 1676 | 1.057 | - | 1744 | 1.461 | - | 1803 | 2.270 | - | 1849 | 5.154 | - | 1. Dezember 1871 | 5.145 | - | 1. Dezember 1880 ¹ | 6.026 | - | 1. Dezember 1890 ¹ | 6.271 | - | 1. Dezember 1900 ¹ | 7.076 | - | 1. Dezember 1910 ¹ | 8.456 | - | 16. Juni 1925 ¹ | 9.785 | - | 16. Juni 1933 ¹ | 10.575 | - | 17. Mai 1939 ¹ | 10.999 |
|---|
| Jahr | Einwohnerzahlen | - | 1946 | 9.634 | - | 13. September 1950 ¹ | 10.689 | - | 6. Juni 1961 ¹ | 14.213 | - | 27. Mai 1970 ¹ | 14.375 | - | 31. Dezember 1975 | 19.454 | - | 31. Dezember 1980 | 19.348 | - | 31. Dezember 1986 | 20.058 | - | 27. Mai 1987 ¹ | 21.090 | - | 31. Dezember 1990 | 22.935 | - | 31. Dezember 1995 | 23.809 | - | 31. Dezember 2000 | 23.557 | - | 30. Juni 2005 | 23.888 |
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Bürgermeister bzw. Oberbürgermeister
| CDU | 36,9 % | -0,7 | 11 Sitze | ±0 |
| FW | 22,2 % | -21,8 | 7 Sitze | -6 |
| SPD | 20,5 % | +2,1 | 6 Sitze | +1 |
| BA | 20,4 % | +20,4 | 6 Sitze | +6 |
Das Wappen wird bereits seit 1601 geführt. Die Hirschstange symbolisiert das Herzogtum Württemberg, die Barben sind dem Wappen der Grafschaft Mömpelgard entnommen, die damals zu Württemberg gehörte, das "F" weist auf den Stadtgründer hin. Die heutige Blasonierung des Wappens wurde wohl erst um 1926 festgelegt, nachdem das Wappen ursprünglich insgesamt eine rote Feldfarbe hatte. Die Stadtflagge wurde erst 1950 vom Staatsministerium Württemberg-Hohenzollern verliehen.
Bekannt ist Freudenstadt vor allem durch den bereits oben erwähnte Marktplatz, der als Wahrzeichen der Stadt gilt. An einer seiner Ecken steht die evangelische Stadtkirche. Der Grundriss dieser Kirche ist L-förmig, wobei sich die Kanzel im Winkel zwischen den beiden Flügeln befindet. An der gegenüberliegenden Ecke des Marktplatzes steht das Rathaus. Ebenfalls auf dem Marktplatz steht das Stadthaus, in dem sich das Heimatmuseum mit den Themen Volkskunde, Stadtgeschichte, Handwerk und Fremdenverkehr befindet.
Sehenswert ist auch das historische Silberbergwerk. Theatervorstellungen finden vor allem im Kurhaus statt.
Freudenstadt ist der Endpunkt der von Baden-Baden kommenden Schwarzwaldhochstraße, der bekanntesten Touristenstraße im Schwarzwald, die an vielen Sehenswürdigkeiten vorbeiführt. Außerdem führt die Deutsche Alleenstraße, die von Rügen nach Konstanz führt, durch Freudenstadt, das den Übergang von Abschnitt 7 (von Bad Kreuznach) nach Abschnitt 8 (nach Konstanz) markiert. Auch die Fernwanderstrecken Mittelweg und Ostweg führen durch die Stadt.
Heute wird die Murgtalbahn durch die 2003 eingeweihte S-Bahn-Linie S41 der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) bedient, die Freudenstadt mit Karlsruhe verbindet. S-Bahnen fahren mindestens im Stundentakt. Zusätzliche Eilzüge verkehren auf der elektrifizierten Strecke zweistündig. Haltestellen der S41 in Freudenstadt sind Haupt- und Stadtbahnhof sowie die neu eingerichtete Haltestelle Schulzentrum-Panoramabad.
Die Strecke nach Eutingen im Gäu wird im Zweistundentakt durch Regionalzüge der Deutschen Bahn bedient. In Eutingen besteht Anschluss an die Gäubahn von Stuttgart nach Singen. Nach der Elektrifizierung der Strecke bis Ende 2006 sollen auf dieser Strecke durch die Deutsche Bahn zweistündlich durchgehende Züge in die Landeshauptstadt Stuttgart verkehren und die Stadtbahnen der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft alle zwei Stunden nach Eutingen verlängert werden, so dass sich ein Stundentakt zwischen Freudenstadt und Eutingen ergibt.
Die Kinzigtalbahn wird von der Ortenau-S-Bahn (OSB) betrieben und verbindet Freudenstadt - größtenteils stündlich - über Alpirsbach, Schiltach und Hausach mit Offenburg. Dabei verkehren einige Relationen bis Straßburg und Bad Peterstal-Griesbach.
Im gesamten Landkreis gilt der Verbundtarif der Verkehrs-Gemeinschaft Landkreis Freudenstadt (VGF).
Die Stadt ist auch Sitz des Kirchenbezirks Freudenstadt der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Das römisch-katholische Dekant Freudenstadt hat seinen Sitz jedoch in Horb am Neckar.
An allgemeinbildenden Schulen hat Freudenstadt ein Gymnasium (Kepler-Gymnasium), eine Realschule (Falken-Realschule) und eine Förderschule (Christophorusschule) sowie vier Grundschulen (Grundschule Dietersweiler, Grundschule Wittlensweiler, Hartranft-Grundschule und Theodor-Gerhardt-Grundschule) und eine Hauptschule mit Werkrealschule (Keplerschule).
Der Landkreis Freudenstadt ist Träger der drei Beruflichen Schulen (Eduard-Spranger-Schule - Kaufmännische Schule, Heinrich-Schickhardt-Schule - Gewerbliche Schule und Luise-Büchner-Schule - Hauswirtschaftliche Schule) und der Christophorus-Schule (Förderschule).
Die beiden Privatschulen, die Evangelische Berufsfachschule für Kinderpflege und die Freie Waldorfschule Freudenstadt e.V. runden das Schulangebot Freudenstadts ab.
Ort in Baden-WürttembergLandkreis Freudenstadt | Idealstadt
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