Die Freude ist das Stammwort zu froh. Sie ist eine Beglückung, eine helle oder heitere Stimmung, ein ''Frohgefühl. In der Freude fühlt man sich wohl (zumindest eine begrenzte Zeit), es sind im Augenblick alle seelischen Bedürfnisse erfüllt.
Die Freude ist eine spontane, innere, emotionale Reaktion auf eine angenehme Situation, eine Person oder eine Erinnerung. Sie kann sehr verschiedene Formen und Stärken annehmen – und umschreibt eine ganze Gruppe von angenehmen Gefühlen:
Man kennt im wesentlichen vier Gefühlsgruppen:
Moralisch wertbar sind jedoch erst
Freude - nicht zu verwechseln mit Spaß - kann auch bei einem angenehmen Lernklima leicht entstehen, z.B. in der Schule oder in Universitäten.
Für Friedrich Schiller ist Freude ein göttliches Prinzip, wie wir aus seiner Ode an die Freude lesen ("Freude, schöner Götterfunken (...)". Es ist das Prinzip, welches alles Leben antreibt ("Freude, Freude treibt die Räder in der großen Weltenuhr"). Außerdem wird es als natureigenes Prinzip beschrieben ("Freude trinken alle Wesen an den Brüsten der Natur").
Diese zwei Definitionen sind, wie auch Freude und Glück im Buddhismus, stark mit dem Selbsterkennen, dem Selbstbewusstsein des Menschen verbunden. Wenn man möchte kann man sagen, dass wenn der Mensch sich seiner Freiheit, und Unabhängigkeit vollkommen bewusst wird und nicht versucht diese loszuwerden (z.B. durch Unterwerfung, Vernebelung des Geistes etc.) er unter Entwicklung seines Selbst wahre Freude verspüren wird. Die Idee vom Leben im Hier und Jetzt und das Empfinden von Freude während einer Tätigkeit die der Selbstverwirklichung entspricht, kommt schön im berühmten Ausspruch des Konfuzius zur Geltung: "Der Weg ist das Ziel". Auch das buddhistische Prinzip der Achtsamkeit ist somit eng mit dem Empfinden von Freude verknüpft. Die Bibel stellt die Freude an Gott als eine Quelle der Kraft dar(Die Freude am Herrn ist eure Kraft), welche es ermöglicht, auch in unerfreulichen Situationen sein inneres Gleichgewicht zu erhalten.
In einer Welt voller Freude und leben im Hier und Jetzt (also bei allgegenwärtigem bewusstem sein) würde nach den oben beispielhaft zitierten Personen ein Leben in Frieden und Brüderlichkeit möglich sein. Nach Schillers Ode an die Freude: "Deine Zauber binden wieder, was die Mode streng geteilt; alle Menschen werden Brüder, wo dein sanfter Flügel weilt."
Wenn wir unsere Freude zeigen, heben wir die Mundwinkel. Duchenne fand heraus, dass bei echter Freude nicht allein der Mund lächelt, sondern auch die Augenringmuskeln aktiviert werden. Letztere können nur schwerlich vom Willen kontrolliert werden, wodurch der Ausdruck rund um die Augen beim erzwungenen Lächeln fehlt.
Die Mimik der Freude ist kulturübergreifend nahezu identisch (siehe z.B. Paul Ekman).