| Frettchen | ||||||||||||
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| Domestic ferret.jpg | ||||||||||||
| : | Marder (Mustelidae) |
| : | Mustelinae |
| : | Mustela |
| : | Iltisse (Putorius) |
| : | Europäischer Iltis (Mustela putorius) |
| : | Frettchen |
Frettchen werden etwa sechs bis acht Jahre alt. In letzter Zeit kommt es öfter vor, dass die Tiere bereits nach etwa vier Jahren sterben. Dies ist auf die wahllose Zucht zurückzuführen, um beispielsweise bestimmte Farb- oder Fellmerkmale zu züchten.
Frettchen werden oft in Käfigen gehalten. Der empfohlener Platzbedarf für zwei Tiere ist ein Käfig von mindestens 2 m² Grundfläche. Bewährt haben sich Zimmervolieren, die mit Einlegebrettern in mehrere Etagen unterteilt werden. So kann der Käfig in verschiedene Bereiche unterteilt werden: Schlaf- und Fressgelegenheit und den Platz zum Abkoten. Die Tiere sollten jeden Tag mindestens drei Stunden Freilauf erhalten. Alternativ besteht die Möglichkeit der Wohnungshaltung, dabei haben die Frettchen die gesamte Wohnung oder nur bestimmte Räume zur freien Verfügung. Werden die Tiere in einer Außenanlage gehalten, sollte der Käfig etwa 6 m² groß sein. Auch diese Tiere benötigen den Kontakt zum Menschen. Wenn die Tiere in einem Käfig untergebracht werden, sollte auf eine abwechslungsreiche Einrichtung geachtet werden. Nach Möglichkeit sollten verschiedene Spiel- und Klettermöglichkeiten angeboten werden, z.B. Baumstämme, Hängematten und Röhren. Sachen aus Weichgummi sollten nicht verwendet werden, da die Frettchen dieses zerbeißen und verschlucken könnten.
Frettchen sollten zudem neben Trocken- oder Nassfutter so häufig wie möglich Fleisch, besser noch Futtertiere, bekommen. Es eignen sich Geflügel, Kaninchen und Rind, Eintagsküken, aber auch tote Mäuse, Ratten, Wachteln, Tauben, junge Hühner. Nur rohes, reines Fleisch ohne Fett, Knochen und Haut ist für eine dauerhafte Ernährung nicht geeignet, da Fleisch an sich kaum Mineralien und Vitamine enthält und zudem das Calcium/Phosphorverhältnis unausgewogen ist. Dagegenwirken kann man durch die regelmäßige Gabe von Fertigfutter, oder auch durch die Gabe von Fleisch mit Knochen, wie etwa Hühnerhälsen, Flügeln, Keulen oder durch das verfüttern von ganzen Futtertieren, bei denen die Knochen mitgefressen werden.
Achtung: Rohes Schweinefleisch, gewürzte Speisen, Salz, Schokolade und Süßigkeiten haben auf dem Frettchenspeiseplan nichts zu suchen. Früher wurde in Milch eingeweichtes Brot von den Jägern den Frettchen gegeben, um Sie für die Jagd zu schärfen, diese Ernährungsweise ist nicht artgerecht. Besser sind da Katzenleckerlis oder Vitaminpaste. Rohe Leber wird auch gern gefressen, führt aber in der Regel zu dünnflüssigem Kot. Futter sollte den Frettchen immer zur Verfügung stehen.
Frettchen sind sehr neugierig und untersuchen alles. Dabei vergreifen sich die Tiere leicht an Gegenständen wie Taschen, Schuhen oder Blumentöpfen. So werden beispielsweise Blumen oder andere Pflanzen gern ausgebuddelt, herunter geworfen und teilweise angekaut. Aus Schuhen werden die Sohlen herausgezogen.
Ein Vorurteil gegenüber Frettchen ist, dass sie alles anknabbern und annagen. Frettchen sind Raubtiere und haben ein Raubtiergebiss wie Hund und Katze. In der Wohnung verlegte Kabel werden in der Regel nicht angerührt. Auch Möbel werden nicht angeknabbert, jedoch können sie beschädigt werden, wenn die Frettchen beispielsweise bei Sesseln und Sofas versuchen, sich am Übergang von Sitz- zur Rückenfläche einzugraben.
Die Jagd mit Frettchen ist nur mit Jagdschein erlaubt.
Heutzutage werden Frettchen vorwiegend als Haustier gehalten. Sie stellen dabei besondere Ansprüche an ihre Pfleger. So benötigen sie viel Platz, Zeit und eine ausgewogene Ernährung. Frettchen sollten niemals alleine gehalten werden. Sie sind sehr soziale Tiere. Am liebsten liegen sie in einem großen Haufen auf-/ unter-/ nebeneinander, putzen sich gegenseitig und spielen ausgelassen miteinander. Ein anderes Tier oder gar der Mensch kann den Artgenossen nicht ersetzen. Ein Einzelfrettchen verfällt sehr schnell in stereotypische Verhaltensweisen und weist Verhaltensstörungen auf.
Frettchen gehören zu den Haustieren, für die beim Grenzübertritt, im EU-Bereich, ein Heimtier-Ausweis mitgeführt werden muss und die zur Identifizierung einen Chip implantiert haben müssen
Besteht die Möglichkeit den Frettchen etwas Raum im Garten zu geben, so beginnen sie mit der Zeit eigene Höhlen zu bauen. Aufgrund der Grabtätigkeit muss ein solches Gelände am Rand bis zu einem Meter Tiefe abgesichert sein. Auch nach oben muss abgesichert werden, damit die Frettchen nicht herausklettern und weglaufen können und ebenso als Schutz vor Raubvögeln. Sie sind keine ortstreuen Tiere. Einmal entlaufen finden sie selten wieder nach Hause.
Frettchen sind reinliche Tiere. In jedem Zimmer, in dem die Frettchen laufen gelassen werden, sollten mehrere nach oben offene Katzentoiletten vorhanden sein. Komplett stubenrein sind Frettchen nicht. Vor allem beim Spielen kann auch mal ein Haufen daneben gehen.
Frettchen sollten zudem neben Trocken oder Naßfutter so häufig wie möglich Fleisch, besser noch Futtertiere, bekommen. Es eignet sich Geflügel, Kaninchen und Rind, Eintagsküken, aber auch tote Mäuse, Ratten, Wachteln, Tauben, junge Hühner. Nur rohes , reines Fleisch ohne Fett, Knochen und Haut ist für eine dauerhafte Ernährung nicht geeignet, da Fleisch an sich kaum Mineralien und Vitamine enthält und zudem das Calcium/Phosphorverhältnis unausgewogen ist. Dagegenwirken kann man durch die regelmäßige Gabe von Fertigfutter, oder auch durch die Gabe von Fleisch mit Knochen, wie etwa Hühnerhälsen, Flügeln, Keulen oder durch das verfüttern von ganzen Futtertieren, bei denen die Knochen mitgefressen werden.
Man kann seine Frettchen auch durchaus ohne Fertigfutter ernähren, muss dann aber auf die Ausgewogenheit achten, was die häufige Gabe von Futtertieren (ganze Tauben, Mäusen, Ratten, Wachteln, Kaninchen mit Innereien und Fell/Federn) ermöglicht. Geachtet werden muss dabei auf ausreichende Taurinzufuhr (dunkles Fleisch, Herzfleisch, Gehirn, Augen), dem richtigen Calcium/Phosphor-Verhältnis(Knochen mit Fleischanteil, ganze Futtertiere) und dem richtigen Vitamin und Mineralanteil (ganze Futtertiere mit Mageninhalt, Innereien, Knochen, Fell + zusätzlicher Gabe von Fischöl o. Distelöl).
Achtung: Rohes Schweinefleisch, gewürzte Speisen, Salz, Schokolade und Süßigkeiten haben auf dem Frettchenspeiseplan nichts zu suchen. Früher wurde in Milch eingeweichtes Brot von den Jägern den Frettchen gegeben um Sie für die Jagd zu schärfen, diese Ernährungsweise ist nicht artgerecht. Besser sind da Katzenleckerlis oder Vitaminpaste. Rohe Leber wird auch gern gefressen, führt aber in der Regel zu dünnflüssigem Kot. Geschichten, wonach Frettchen nach dem Fressen von Frischfleisch blutrünstig werden, sind frei erfunden und entsprechen nicht der Wahrheit.
Futter sollte den Frettchen immer zur Verfügung stehen. Die Nahrung passiert den kurzen Darm innerhalb von etwa drei - vier Stunden. Ebenso sollte immer Wasser, am besten im Napf, vorhanden sein. Nippelflaschen aus dem Nagerbedarf werden angenommen. Noch nicht bestätigte Untersuchungen sagen aus, dass über die Nippelflasche weniger Wasser aufgenommen wird. Dies führt im Alter zu Nierenproblemen/-versagen. Des Weiteren geht man davon aus, dass Nippelflaschen schwere Zahnschäden auslösen können. Das Wasser soll bei Verschmutzung, jedoch mindestens einmal täglich erneuert werden.
Eine Fähe bringt zwischen einem und vierzehn Welpen zur Welt. Beide Elterntiere sollten frei von genetischen Defekten sein. Der Rüde sollte zwei außen liegende Hoden haben. Liegt ein oder beide Hoden noch in der Bauchhöhle, kann er zeugungsunfähig sein, bzw. dieses Merkmal weitervererben. Langhaarfähen können ihre Welpen nicht ernähren - diese würden verhungern. Bei solchen Fähen enthält die Milch nicht genügend Nährstoffe bzw. sie besitzen keine oder nur unterentwickelte Milchdrüsen. In diesem Fall muss der Züchter für eine Amme (besser mehrere Ammen) sorgen, welche nach der Geburt die Ernährung der Welpen übernimmt. Das Angoragen wird rezessiv (nicht dominant) weitervererbt, so dass den Tieren nicht anzusehen ist, ob sie das Gen besitzen.
Der Deckakt sieht sehr gewalttätig aus. Der Rüde verbeißt sich bei der keifenden Fähe im Nacken und begattet diese. Der Paarungsakt kann nur wenige Minuten dauern, teilweise aber auch bis zu zwei Stunden.
Genau nach 42 Tagen bringt die Fähe zwischen ein bis vierzehn Welpen zur Welt. Diese werden sauber geleckt und an die Zitzen gelegt. Die Welpen kommen nackt und blind zur Welt, sind ca. fünf bis zehn Zentimeter lang und wiegen sechs bis zehn Gramm. Als dunkle Flecken zeichnen sich die Augen unter der Haut ab. Nur bei den Albinos ist dies nicht der Fall, da sie keine Farbpigmente haben. Das Geschlecht ist äußerlich schon erkennbar.
Ab etwa der dritten Lebenswoche fangen die Welpen selbständig zu fressen an. Sie benötigen in dieser Zeit genügend weiche Nahrung. Sie beginnen dann auch, das Nest zu verlassen (Nestflucht) und immer mehr die Umgebung zu erkunden. Mit acht Wochen sind die Welpen so weit entwickelt, dass sie an andere Besitzer abgegeben werden können. Jedoch sollten sie bis zur zwölften Lebenswoche beisammen bleiben, damit sie das nötige Sozialverhalten erlernen. Mit acht Wochen sollten die Welpen die erste Impfung erhalten, mit zwölf Wochen die zweite.
Frettchen sind mit dem europäischen Iltis ohne Einschränkung kreuzbar.
"Frettchen" oder "FRETchen" ist neuerdings auch der deutscher Spitzname für die Lokomotiven Typ BB 37000 der französischen Staatsbahn SNCF, wegen der übergrossen Aufschrift "Fret" (= "Güterverkehr") auf den Seitenwänden, siehe "Frettchen" in der Liste von Eisenbahn-Spitznamen
"Frettchen für Dummies", Kim Schilling, 2004, ISBN 3527701567
"Quirlige Frettchen", Martin Ullrich, 2004, ISBN 3440077640, ISBN 344009068X
"Unsere Frettchen", Frettchen-Club Berlin e.V., 1995, ISBN 3-9804751-0-7
Ffured | Fritte | Ferret | Mustela putorius furo | Fretti | Furet | Furón | Fureto | Mustela putorius furo | フェレット | Fret (dier) | Fretka | Furão | Ferret | Tamiller
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