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Als Prädator (engl. predator) wird in der Ökologie ein Organismus bezeichnet, der einen anderen, noch lebenden Organismus oder Teile von diesem konsumiert. Die Beute lebt also zum Zeitpunkt der Prädation (auch Predation) noch, wodurch eine Abgrenzung zum Konsumieren von totem organischem Material besteht (Necrophagie). Auch tötet nicht jeder Prädator die Beute, da er sich zum Beispiel nur mit deren Blut begnügen kann. Zu den Prädatoren zählen daher Herbivoren, Carnivoren und Parasiten. Nach der funktionellen Klassifizierung unterscheidet man in echte Räuber, Weidegänger, Parasiten und Parasitoide.
Nach einer ebenfalls verbreiteten Begriffsbestimmung ist ein Prädator nur die Sammelbezeichnung für Tierarten, die sich von anderen Tieren (von Beute) ernähren oder als Parasit sich von Teilen des Organismus ernähren. Herbivoren sind entsprechend dieser engeren Definition keine Prädatoren. Diese engere Definition von Prädator entspricht somit weitgehend der Bezeichnung „Echte Räuber“ oder „Beutegreifer“.
Unterteilung der Prädatoren
- erbeuten meist verschiedene Organismen und töten sie gleich nach dem Angriff. Die Beute wird ganz oder teilweise gefressen.
- Beispiele: Fleischfressende Pflanzen, Samenfressende Nagetiere, Carnivora
- greifen eine große Anzahl an Beuteorganismen an. Es werden jedoch nur Teile des Organismus verzehrt, und eine sofort tödliche Wirkung auf die Beute ist nicht absehbar.
- Beispiele: Schafe, Kühe, Dipteren, Egel (auch Parasit)
- konsumieren ebenfalls nur einen Teil der Beute. Ihr Angriff wirkt sich zwar oft negativ auf die Beute aus, führt jedoch selten zu deren Tod. Es werden einzelne oder wenige Individuen angegriffen, wobei es hier eine enge Parasit-Wirt Beziehung gibt, die bei echten Räubern oder Weidegängern fehlt.
- Beispiele Bandwürmer, Madenwürmer
Die Abgrenzung ist nicht immer scharf, da zum Beispiel Pflanzenfresser, die einzellige Algen aufnehmen, teilweise wie echte Räuber agieren.
Synonyme
Andere in diesem Zusammenhang verwendete Begriffe sind z.B.
Zoophag, Raubtier, Räuber, Raubzeug, Beutegreifer und Carnivore, welche aber teilweise zur Verwechslung mit der
Säugetierordnung der Raubtiere (Carnivora) verleiten. Meist werden diese Begriffe nur auf echte Räuber angewandt, sodass weder
Parasiten noch
Herbivoren von ihnen miterfasst werden.
Beutegreifer
„Beutegreifer“ ist ein Kunstwort, das den deutschen Begriff „Raubtier“ ersetzen soll. Raubtier beinhaltet nach Meinung der Schöpfer dieses
Neologismus das negativ besetzte Verb „rauben“ im Sinne von stehlen. Beutegreifer sind landgebundene Tiere, die sich hauptsächlich von Fleisch ernähren. In diese Gruppe fallen die meisten Arten der
Säugetier-
Ordnung „
Raubtiere“ (
Carnivora), einige
Beuteltiere und
Greifvögel.
Fleischfresser
Die Begriffe
Fleischfresser,
Zoophage oder
Carnivor entsprechen dem bereits definierten „Räuber“, umfassen aber auch
Fleischfressende Pflanzen und
Fleischfressende Pilze.
Körner- und Fruchtfleischfresser
Als
seed predators werden im englischen Sprachgebrauch (speziell in den USA) auch Vogelarten bezeichnet, die
Samen (
seeds) aus
Früchten fressen (
seed predation); hierfür wird im Deutschen inzwischen gelegentlich anstelle von
Körnerfresser auch der Begriff
Samenprädator benutzt. In ähnlicher Weise wird gelegentlich
pulp predator als
Fruchtfleischprädator (statt:
Fruchtfleischfresser bzw.
Weichfresser) übersetzt.
Konsumenten
Grundsätzlich sind alle Prädatoren auch
Konsumenten, sie ernähren sich als
heterotrophe Organismen von anderen Lebewesen. Der Begriff findet aber vorwiegend bei qualitativen und quantitativen Untersuchungen des Stoffkreislaufes und des Energieflusses in einem Ökosystem Verwendung.
Siehe auch
Ökologie
Predator | Хищник | Predátor | rovdyr (flertydig) | Prédateur | Predato | Predator | Predator | Drapieżnik | Predação | Predator