Das Fremde bezeichnet etwas Andersartiges oder weit Entferntes.
Der Begriff der Fremde spielt unter anderem eine Rolle in der Gruppendynamik. Prinzipiell gibt es zunächst zwei Möglichkeiten, mit Fremdem umzugehen, wenn es neu auf einen zukommt.
Beide Möglichkeiten gehören zum normalen Repertoire des menschlichen Verhaltens. Eine Abwehr gegen grundlegend Fremdes (Neues) wird verstärkt, wenn das Fremde nicht nur auf einen selbst, sondern vor allem von der umgebenden Gruppe (z. B. der eigenen Kultur) Auswirkungen erfordert oder durch Andersartigkeit besonders exponiert ist. Dies kann zu einer Art von Gruppendruck führen.
Der Fremde bezeichnet neben einem Zugewanderten oder Migranten, der in sozialer und gesellschaftlicher Hinsicht benachteiligt sein kann, auch eine Kategorie der Soziologie, seit Georg Simmel mehrfach, in Deutschland zuletzt monographisch von Elke M. Geenen bearbeitet.
Der Fremde ist eine Novelle von Albert Camus. Das Buch wurde 1942 unter deutscher Besatzung veröffentlicht. (Originaltitel: L'Etranger)
Die Fremdgeschriebenen Wandergesellen bezeichnen sich ebenfalls als Fremde.