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Hörtöne sind Signaltöne, die im Telefonhörer oder über den Lautsprecher eines Endgerätes zu hören sind. In Taktung, Tonabfolge und/oder Tonhöhe unterschiedliche Hörtöne signalisieren Teilnehmern den aktuellen Zustand eines Telefonanschlusses bei Fernsprechnetzen (Telefonnetz, Mobilfunknetz) und Telefonanlagen.

Tonarten


  • Der Wählton signalisiert dem Anrufer die Bereitschaft der Vermittlungseinrichtung (Vermittlungsstelle, Telefonanlage) zur Entgegennahme der Wahlinformation (Rufnummer). Sonderwähltöne informieren den Teilnehmer über besondere Zustände oder Eigenschaften des Telefonanschlusses, wie zum Beispiel über eine aktivierte Rufumleitung oder eine eingegangene Nachricht eines Anruferes.
  • Der Freiton signalisiert dem Anrufer, dass die Leitung zum Angerufenen frei ist und der Teilnehmer gerufen wird.
  • Der Anklopfton signalisiert einem telefonierenden Teilnehmer, dass ein weiterer Anruf bei ihm ankommt und wartet.
  • Ein Besetztton signalisiert dem Anrufer, dass der Angerufene gerade telefoniert oder den Anruf abgewiesen hat. Wenn beim Verbindungsaufbau zum Angerufenen Nichtverfügbarkeiten bei Vermittlungseinrichtungen auftreten, erhält der Anrufer bei manchen Netzbetreibern einen besonderen Besetztton, das sogenannte Gassenbesetzt.
  • Der Haltton wird im Haltezustand eines Gespräches gesendet, und signalisiert die vorläufige Sprachunterbrechung zum anderen Teilnehmer, der ebendiesen auf Halten gesetzt hat. Dies ermöglichst zum Beispiel dem anderen Teilnehmer eine weitere Verbindung zu einem dritten Gesprächspartner aufzubauen um eine Rückfrage während eines aktiven Gespräches einzuholen.
  • Der Aufschalteton oder Aufmerksamkeitston signalisiert allen beteiligten Teilnehmern, dass sich jemand der bestehenden Verbindung "aufgeschaltet" hat und mithört.
  • Quittungstöne werden bei der Programmierung von Anschluss- und Telefoneinstellungen, sowie bei der Aktivierung von Leistungsmerkmalen per Telefonapparat zum Teilnehmer gesendet.
  • Warntöne werden in Ausnahmesituationen gesendet, die eine Blockade eines Gerätes anzeigen. Zum Beispiel wird der Wählton durch einen Warnton abgelöst, wenn innerhalb einer bestimmten Zeit keine Eingabe erfolgt ist. Das Telefon ist in diesem Zustand nicht empfangs- und sendebereit und erfordert das Auflegen des Hörers. Ein anderes Beispiel ist der Heulton (englisch Howlertone), der selbst den im vorigen Beispiel beschriebenen Warnton nach einer bestimmten Zeit ablöst und in grösserer Entfernung hörbar auf einen nicht-aufgelegten Telefonhörer hinweisen soll. Der Heulton wird wegen seines Gefährdungspotentials für das menschliche Gehör bei angelegtem Hörer in Europa nicht verwendet, ist aber in Asien und Amerika weit verbreitet.
Ein weiterer Ton, der aber nicht wie die anderen im Hörer zu hören ist, ist der Rufton. Als Rufton wird im Allgemeinen das Klingeln des Telefons beim Angerufenen bezeichnet. Bei analogen Telefonen wird der Rufton jedoch durch die Rufspannung selbst erzeugt, die mit der Signalisierung eines ankommenden Anrufs (dem Klingeln) zusammenfällt. Bei ISDN Geräten und im Mobilfunk ist jedoch die Signalisierung von der Erzeugung des Ruftones getrennt und kann teilnehmerspezifisch im Endgerät ausgewählt werden.

Tonerzeugung


Bei der (früheren) analogen Vermittlungstechnik wurden die Hörtöne mit Ruf- und Signalmaschinen erzeugt. In der Zeit der digitalen Telekommunikationsnetze werden die Hörtöne elektronisch hergestellt.

Siehe auch


Payphone Recognition Tone

Telekommunikation | Vermittlungstechnik

Dial tone | Summetone

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Hörtöne".

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