Das Gesetz über die allgemeine Freizügigkeit von Unionsbürgern - Freizügigkeitsgesetz/EU regelt als Artikel 2 des am 1. Januar 2005 in Kraft getretenen Zuwanderungsgesetzes den Aufenthalt der Unionsbürger und ihrer Familienangehörigen neu.
| Basisdaten | |
|---|---|
| Volltitel: | Gesetz über die allgemeine Freizügigkeit von Unionsbürgern |
| Kurztitel: | Freizügigkeitsgesetz/EU |
| Abkürzung: | FreizügG/EU |
| Art: | Bundesgesetz |
| Geltungsbereich: | Bundesrepublik Deutschland |
| Rechtsmaterie: | Verwaltungsrecht |
| FNA: | 26-13 |
| Datum des Gesetzes: | 30. Juli 2004 (BGBl. I S. 1950, 1986) |
| Inkrafttreten am: | 1. Januar 2005 |
| Letzte Änderung durch: | Art. 25 G vom 21. Juni 2005 (BGBl. I S. 1818) |
| Inkrafttreten der letzten Änderung: 1) | 1. Juli 2005 (Art. 137 G vom 21. Juni 2005) |
| 1) Bitte beachten Sie den Hinweis zur geltenden Gesetzesfassung! | |
Das Freizügigkeitsrecht von Unionsbürgern ist in der Richtlinie 2004/38/EG vom 29. April 2004 neu geregelt. Es regelt die Einreise und den Aufenthalt von Staatsangehörigen anderer Mitgliedstaaten der Europäischen Union (Unionsbürger) und ihrer Familienangehörigen (§ 1 FreizügG/EU).
Grundsätzlich haben Unionsbürger beim Vorliegen bestimmter Voraussetzungen, wie beispielsweise Arbeitssuche, Berufsausbildung, Selbständigkeit ein Recht auf Freizügigkeit. Das gleiche gilt auch für deren Familienangehörige (§ 2 FreizügG/EU).
Freizügigkeitsberechtigte Unionsbürger erhalten eine Freizügigkeitsbescheinigung, welche das Aufenthaltsrecht dokumentiert (§ 5 FreizügG/EU).
Unter bestimmten Voraussetzungen kann auch ein freizügigkeitsberechtigter Unionsbürger das Recht auf Einreise und Aufenthalt verlieren. Eine Ausweisung darf jedoch nur aus Gründen der öffentlichen Ordnung, Sicherheit oder Gesundheit erfolgen (§ 6 FreizügG/EU).
§ 9 FreizügG/EU enthält eine Strafvorschrift für Verstöße durch die unerlaubte Einreise oder den unerlaubten Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland. Das FreizügigG/EU ist damit Teil des Nebenstrafrechts.
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