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Freistadt ist eine oberösterreichische Kleinstadt im unteren Mühlviertel und Verwaltungssitz des Bezirkes Freistadt.
Geografie
Die Nord-Süd-Ausdehnung des Gemeindegebiets beträgt 4,9 km und die West-Ost-Ausdehnung 5,7 km. 3 % der Fläche sind bewaldet. Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Freistadt, Galgenau, Sankt Peter und Trölsberg.
Die Einwohnerzahl betrug bei der letzten
Volkszählung 2001 7.376 (
1991: 6.917).
Wappen
Offizielle Beschreibung des Stadtwappens:
in Rot ein silberner Balken.
Geschichte
Die
Babenbergerherzöge erkannten bald die wirtschaftliche und strategische Bedeutung dieses Ortes und gründeten um
1220 die freie Handelsstadt Freistadt (
Frienstatt,
Freystadt). Um die junge Stadt lebensfähig zu machen, erhielt Freistadt mehrere
Privilegien verliehen. Schon
1277 wurde das Niederlage- und
Stapelrecht gewährt und damit für Jahrhunderte das wichtigste wirtschaftliche Privileg: alle Kaufleute mussten, woher sie auch kamen, drei Tage lang ihre Waren in der Stadt zu einem festgelegten Preis feilbieten.
Handel und
Gewerbe begannen zu blühen, der wirtschaftliche Aufschwung brachte der Stadt großen Wohlstand. Die Händler suchten daraufhin andere Wege nach
Böhmen. Dies wurde jedoch durch ein weiteres Privileg vereitelt: mittels eines sogenannten Straßenzwanges mussten die Händler die Straße durch Freistadt nehmen und so blieb alles beim Alten. Zusätzlich bedachte Herzog
Rudolf IV. der Stifter,
1363 die Stadt mit dem Privileg des
Meilenrechts, das besagte, dass innerhalb einer Meile um die Stadt (damals etwa 7 km) nur die Stadtbürger berechtigt waren,
Bier,
Wein und
Met zu verkaufen.
Im Verlauf des Dreißigjährigen Krieges wurde Böhmen Erb- und Kronland der Habsburger und Freistadt verlor seine strategische Bedeutung als Grenzstadt. Als es in der Folge auch noch zu gravierenden Veränderungen der Handels- und Wirtschaftsform kam, war die Zeit der Privilegien vorbei.
Politik
Bürgermeister
Bürgermeister ist Josef Mühlbachler (
ÖVP).
Stadtrat
Der
Stadtrat besteht aus neun Mitgliedern:
- Bürgermeister Josef Mühlbachler (ÖVP)
- Vizebürgermeisterin Ulrike Steininger (SPÖ)
- Vizebürgermeister Franz Kastler (ÖVP)
- Klemens Dedl (ÖVP)
- Adelheid Kreischer (ÖVP)
- Christian Gratzl (SPÖ)
- Eduard Anger (SPÖ)
- Wolfgang Preissl (SPÖ)
- Oskar Stöglehner (GUT)
Gemeinderat
Die Anzahl der Mitglieder des
Gemeinderates beträgt 37. Aufgrund der Gemeinderatswahl
2003 ergab sich folgende Mandatsverteilung:
- ÖVP: 17 Mandate
- SPÖ: 14 Mandate
- GUT: 4 Mandate
- FPÖ: 2 Mandate
Bevölkerung
1991 hatte die Stadt 6.917 Einwohner,
2001 dann 7.353, was einem Zuwachs von 6,3 % entspricht.
94,2 % der Einwohner sind österreichische Staatsbürger, 2,8 % sind türkische Staatsbürger, 0,9 % sind bosnische Staatsbürger, 0,4 % sind Staatsbürger aus anderen EU-Staaten, 0,2 % sind kroatische Staatsbürger und 1,5 % entfallen auf sonstige Staatsbürger.
85,9 % der Einwohner sind römisch-katholisch.
Verkehr
Straße
Freistadt liegt an der Bundesstraße
B 310 von der tschechischen Grenze nach
Unterweitersdorf (Anbindung an die
Mühlkreisautobahn A7 nach
Linz).
Eisenbahn
Freistadt liegt an der
Summerauerbahn, es gibt internationale Verbindungen nach
Praha (Prag),
České Budějovice (Budweis),
Ljubljana (Laibach) sowie von
Zürich und
Venezia (Venedig) nach Freistadt.
Nahverkehr
In Freistadt gibt es einen Citybus mit zwei Linien. Ausgehend von Freistadt gibt es ein dichtes Netz an
Busverbindungen in andere Orte des
Bezirkes Freistadt sowie des
Bezirkes Urfahr-Umgebung, nach
Linz und
Niederösterreich (
Gmünd,
Horn).
Internationale
Busverbindungen gibt es nach
Dolní Dvořiště (Unterhaid) und
České Budějovice (Budweis).
Kultur
Salzhof
Der Salzhof ist ein wichtiges Veranstaltungszentrum in Freistadt. Hier finden Ausstellungen, Konzerte, Bälle und einige Veranstaltungen der „Local-Bühne“ statt. Auch die Landesmusikschule ist im Salzhof untergebracht.
Kino Freistadt und Local-Bühne
Im Kino Freistadt kann man nicht nur Filme sehen. Unter dem Namen „Local-Bühne“ werden viele verschiedene Kulturveranstaltungen angeboten, zum Beispiel
Sunnseitn,
Sommerrhythmen,
Frischling,
Der neue Heimatfilm und
Hoerkraft.
Auch die Bar Local und das Studio des Freien Radio Freistadt sind im Kinogebäude untergebracht.
Schlossmuseum
Das Schlossmuseum zeigt etwa 18.000 vorwiegend volkskundliche Exponate und Objekte im Zusammenhang mit der Stadtgeschichte aus acht Jahrhunderten. Es verfügt über eine einzigartige Sammlung von Sandl-Hinterglasbildern, St.-Peter-Keramik, alten Handwerksgeräten und vielem mehr.
Im Schlossturm (Bergfried) zeigt das Museum Ausstellungen zu Themen wie Glaube und Aberglaube, Waag- und Messwesen, Brauch und Volksfrömmigkeit. Die neunte Etage ist nicht nur die ehemalige Türmerstube, sie führt auch auf einen außenliegenden Rundgang in 35 m Höhe mit unvergesslichen Ausblicken auf die Stadt und das ringsum liegende Mühlviertler Hügelland.
Freistädter Bier
In Freistadt besteht die europaweit letzte im Firmenbuch als solche eingetragene
Kommune (Braukommune), an der jeder Hausbesitzer der Altstadt beteiligt ist.
Website
Freizeit
Sport
= SV Freistadt
=
Der SV Freistadt wurde
1935 gegründet und besteht heute nur mehr aus der Sektion
Fußball. Die Mannschaft spielt in der zweiten Landesliga Ost (fünfte Spielklasse Österreichs).
= Union Freistadt
=
Die Sektion
Faustball der Sport Union Freistadt ist besonders erfolgreich, die Mannschaft zählt zu den besten Österreichs und gewann im Sommer
2004 den Staatsmeistertitel sowie
2005 den Europapokal. Zu den weiteren Sektionen zählen
Schilauf,
Stocksport,
Turnen,
Leichtathletik,
Basketball,
Badminton und
Aikido.
= ASKÖ Freistadt
=
Der ASKÖ Freistadt kann auf eine jahrzehntelange Tradition zurückblicken. Im Gründungsjahr 1920 legten einige engagierte Freistädter den Grundstein für eine rege Vereinstätigkeit. Waren es anfangs nur 5 Sektionen, vergrößerte sich im Laufe der Zeit das Angebot auf 7 Sektionen und eine Vielzahl von Möglichkeiten sich sportlich zu betätigen und fit zu halten. Seit nunmehr 4 Jahren erfreut sich die ASKÖ einer wiederbelebten Volleyball-Sektion – die Powervolleys Freistadt]
= ÖTB Freistadt
=
Der Turnverein
ÖTB Freistadt besteht seit
1887.
Musik
- Chorgemeinschaft Freistadt
- Gardemusik
- Stadtkapelle
Couleurwesen
= Ostara
=
Die Akademische
Ferialverbindung Ostara in Freistadt ist eine im Jahr
1894 gegründete
Korporation aus Studenten und Akademikern des Großraums Freistadt. Die Ostara ist ein nichtschlagender farbentragender Bund. Das Band ist „Grün-Rot-Gold“, die Mütze ist grün (siehe
Couleur).
www.ostara.at
= Nibelungia
=
Die Katholische österreichische Studentenverbindung Nibelungia Freistadt wurde im Jahr
1924 gegründet. Sie ist eine katholische, farbentragende Mittelschulverbindung im
Mittelschüler-Kartell-Verband. Die Farben sind Rot-Weiß-Blau, die Mütze ist weiß.
Sicherheit
Feuerwehr Freistadt
Rettungsdienst
Polizei
Persönlichkeiten
Weblinks
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