Der Begriff Freimaurerloge (von englisch lodge: Hütte, Loge; althochdeutsch loubjà: Laube) bezeichnet eine Bauhütte (oder auch: Logentempel), in dem sich Freimaurer versammeln, um dort gemäß ihren Gebräuchen zu „arbeiten“. Ebenso bezeichnet er die Vereinigungen selbst.
Versammlungsort
Der Versammlungsort ist entsprechend seiner Aufgabe ein ruhiger geschützter Raum und mit
Sinnbildern der
Brüderlichkeit, des Lichts und der
Wahrheit ausgestattet. Der Ort, an dem sich eine Loge befindet, wird auch als
Orient bezeichnet.
Vereinigung
Johannislogen
Der Schutzpatron der so genannten
Johannislogen ist
Johannes der Täufer. Diese arbeiten in den drei
Graden Lehrling,
Geselle und
Meister. Alle Freimaurer verstehen sich unabhängig ihres
Grades oder ihrer Aufgaben als
gleichberechtigte Brüder und treffen Entscheidungen ihrer Loge
demokratisch. Besonders in kontinentaleuropäischen Logen gehören der Vortrag (so genannte
Zeichnung) über freimaurerische oder andere Themen zur
Tempelarbeit.
Rote Logen
Man stellt die drei
Grade der
Blauen Logen den 30 weiteren, pyramidenförmig aufsattelnden Graden der
Roten Logen beispielsweise im so genannten
schottischen Ritus gegenüber. Die „Hochgrade“ werden auch als
Erkenntnis- oder Vervollkommnungsstufen bezeichnet. Sie führen nicht darüber hinaus, sondern vertiefen die Lehren des Lehrlings-, Gesellen- und Meistergrades. Ein Hochgradmaurer wird anderen Freimaurern immer auf gleicher Ebene begegnen (wie auch umgekehrt), eine Hierarchie besteht
nicht.
Organisation
Innere Organisation
Wie bei eingetragenen Vereinen gesetzlich vorgegeben, werden darüber hinaus ein Schatzmeister und Schriftführer (Sekretär) gewählt. Gemeinsam bilden diese Beamten den Vorstand der Loge (Beamtenrat). Darüber hinaus werden weitere Mitglieder mit besonderen Aufgaben betraut: der Redner (eine Besonderheit kontinentaler Logen), die Schaffner (zuständig für das Haus und die Verpflegung), der Gabenpfleger, Musikmeister, Archivar, Zeremonienmeister, dazu kommen Ausschüsse (z. B. Aufnahmeausschuss, Ehrengericht).
Während der rituellen Arbeiten haben einige der Beamten besondere Aufgaben; so wird die Arbeit vom Meister vom Stuhl geleitet, während die Aufseher jeweils einem Teil der Brüder (eingeteilt in zwei Kolonnen) vorstehen.
Äußere Organisation
Die Freimaurerei hat kein zentrales Führungsgremium, sondern gliedert sich in einzelne unabhängige, bürgerliche Vereine (Logen), die sich in
Dachverbänden (
Großlogen/Großorienten) zusammenschließen und damit gegenseitig anerkennen. Diese Dachverbände benötigen eine Anerkennung durch ältere Dachverbände, um als Großlogen der Freimaurerei anerkannt zu werden.
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