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Die Freikatholische Kirche ist eine von Rom getrennte frei-katholische Kirche.

Geschichte


1945 trennte sich der römisch-katholische Bischof Carlos Duarte Costa von Botucatu, Brasilien, vom Papsttum. Er warf dem Vatikan vor, mit den Nationalsozialisten und Faschisten zusammengearbeitet zu haben. Es entstand die Katholisch-Apostolische Kirche Brasiliens, die 1949 durch den Erzbischof Johannes Peter Meyer später Mendez-Meyer, nach Deutschland kam.

Zitat aus dem vorliegenden Original:

Unterfertigter, Mgr. Cyprien Jenn DAMGE, Primas der Katholisch-Apostolischen Kirche (in Deutschland: Freikatholische Kirche) bestätigt hiermit, dass Mgr. Jahannes -P. MEYER, seit dem 9. Februar 1949 Mitglied der Katholisch-Apostolischen Kirche ist. Mgr. Johannes P. Meyer wurde im Sommer 1956 zum Landesbischof der Freikatholischen Kirche in Deutschland ernannt und damit betraut, in Deutschland die Freikatholische Kirche aufzubauen. Er war dadurch Pfarrer der zu errichtenden Gemeinde in Köln.-Nach längeren Wirken in Köln und den dazugehörigen Gemeinden wurde Mgr.Johannes-P. Meyer von mir, dem Primaten der Kirche, der auch die deutsche Freikatholische Kirche unterstellt ist, am 29. April 1962, das ist am Weissen Sonntag, in Köln in einem feierlichen Bischofsamt zum Bischof der Freikatholischen Kirche und zum Metropoliten, ebendieser Kirche konsekriert.-Er übt neben seinem Bischofsamt auch weiterhin die Pfarrseelsorge aus.

Gegeben unter Unserer Unterschrift und Unserem Siegel in Paris, Frankreich, den 12. Juni 1962. Der Primas (Unterschrift und Siegel)UNABHÄNGIGE KATHOLISCHE APOSTOLISCHE ABENDLÄNDISCHE KIRCHE +++ Hauptsitz: Paris -LC06952 UR.Nr.712/2-, persönliches Archiv des Bischof Georg Fröbrich

Die Freikatholische Kirche wirkt in Köln-Gemeinde Heilig Kreuz und auch in München. Zwei Jahre nache dem Tode des Erzbischofs verlegte Karl Heinz "Hilarios" Ungerer, den Erzbischofssitz und damit den Hauptsitz, von Köln nach München. Bischof Richard Geuer und Bischof Georg Fröbrich waren u.a. Seelsorger in der Gemeinde Heilig Kreuz.

Von München werden Diözesen in Manila (Philippinen) und die Mission Los Angeles (USA) betreut. Der Erzbischof ist jährlich auf Pastoralreise in den Missionen. Auf den Philippinen hat die Freikatholische Kirche, neben Brasilien, die meisten Gläubigen. Diese zählen sich mit "unierten Kirchen" auf ca. 2 Millionen weltweit. In Deutschland gilt die Freikatholische Kirche als christliche Denomination.

Die Freikatholische Kirche sieht sich als Teil der einen Kirche Jesu Christi und ist als Kirche, der Tradition der Urkirche verpflichtet.

Mit Erzbischof Hilarios Ungerer bemüht sich die Freikatholische Kirche um die Nähe zu Rom und verbot ihrem Bischof für die Schweiz, Romulo Braschi, die Frauenordination. Als er sie auf einem Donaudampfschiff durchführte, distanziert sich Erzbischof Ungerer öffentlich, was eine Exkommunikation für Braschi bedeutet. Der Beobachter, 14/2000) Die Gruppe "Weiheämter für Frauen" steht hinter ihrem Bischof Braschi um dessen "Ehre zu verteidigen".

Die Diözesen werden von Bischöfen, die Gemeinden von Priestern und Diakonen geleitet. Die dem Erzbischof unterstellten Bischöfe der Freikatholischen Kirche in Deutschland sind Silverio Umipig für die Phillipinische Auslandsgemeinde, Christain Robert Lustinetz und Federico Tolli für die deutsche Gemeinde.

Konkordate zu mit der rk. Kirche bestehenden Glaubensgemeinschaften bestehen nicht.

Apostolische Sukzession und Weiheverständnis der Freikatholischen Kirche


Das Weiheritual wird nach dem Pontifikale in der Freikatholischen Kirche befolgt. Die Gültigkeit dieser Weihen werden durch Fachliteratur und ein Gutachten gestützt. (Siehe Bilder: Gutachten des Theologen Prof. Heiler - ohne die Unterschrift von Prof. Heiler -)

Dem Amtsverständnis einer "modernen" Kirche, dem das zweite Vatikanische Konzil der römisch-katholischen Kirche voraus ging, kam die Freikatholische Kirche mit ihren Statuten entgegen. Demnach reicht die ununterbrochene Reihe der Handauflegungen vermittels "Transmission" nicht alleine aus, um die volle bischöfliche Gnade zu Empfangen. Die Amtsträger müssen einer Gemeinde vorstehen, die ihrerseits die apostolische Glaubensgrundlage annimmt. Beides wird dadurch gewährleistet, dass die Amtsträger von der Gemeinde gewählt werden. Nach der Wahl verpflichtet sich der Bischof vor der Gemeinde die Kontinuität der Lehre (apostolicitas doctrinae) zu garantieren. Bei freikatholischen Bischöfen handelt es sich um "ordentliche Amtsträger" die über die Gemeindestruktur verfügen und den sacramentalen Charakter durch Handauflegung wahren.

Gültigkeit und Wirksamkeit des Weihesakramentes ist abhängig von der Rechtgläubigkeit/Apostozilität. Beide Merkmale sind äußere Fundametationen der Intensionen des Weihenden- und Empfänger. Nach dem II. Vatikanum 1962-1965 predistiniert die römische Kirche den Begriff zur Gültigkeit der Weihe immer durch das Gemeinschaftsprinzip der Bischöfe.

Die Freikatholische Kirche folgt damit der allgemeinen Sakramentenlehre der katholischen Kirchen.

Von München aus wird weiterhin Die Sendung - das offizielle seit 1955 erscheindende Mitteilungsblatt der Kirche - herausgegeben.

Quellen


Weblinks


Free Catholic Church

Andere Katholische Kirchen und Gemeinschaften

 

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