Die Freiherren von Regensberg waren ein hochadeliges Geschlecht, das seine Blütezeit anfangs des 13. Jahrhunderts in der Nordostschweiz erlebte. Sein Stammsitz wurde die Burg auf dem Ostrand eines Juraausläufers, der Lägern. Sie bildete den Kern des heutigen Städtchens Regensberg.
Begründer war Freiherr Lütold von Affoltern, ein Abkömmling eines burgundisch-württembergischen Geschlechts. Er baute im 11. Jahrhundert in der Nähe von Regensdorf auf einem Moränenhügel die Altburg. Die Nachkommen Lütolds – ein Vorname der für den Stammhalter zur Tradition wurde – waren sehr erfolgreich und nannten sich später Freiherren von Regensberg.
Sie dehnten das von ihnen beherrschte Gebiet bis zum Beginn des 13. Jahrhunderts, aus als es seine grösste Ausdehnung erreichte. Zum Herrschaftsbereich der Regensberger gehörten weite Teile des heutigen Kantons Zürich von Rüti bis Rheinau und von Grüningen bis ins Limmattal. Die Städtchen Kaiserstuhl (am Rhein) und Glanzenberg (an der Limmat, im 14. Jahrhundert zur Wüstung abgegangen) waren strategische Gründungen derer von Regensberg. Hinzu kamen Streubesitz im Thurgau und nördlich des Rheins bis nach St. Blasien im Schwarzwald.
In der Zeit von Lütold V. zerfiel das Gebiet in mehrere Teile. Einer seiner Söhne, Ulrich, gründete 1245 das Städtchen Neu-Regensberg (heute Regensberg). Nach einem sich über Jahre hinziehenden und schliesslich verlorenen Kleinkrieg gegen die mit der Stadt Zürich verbündeten Habsburger, den vor allem Graf Rudolf von Habsburg mit Kriegslisten und Guerillataktik führte, setzte ab 1267 der Niedergang der Regensberger ein. Ende des 13. Jahrhunderts waren die Erben gezwungen, ihre Besitzungen eine nach der anderen zu verkaufen.
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