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Freiheit wird in der Regel verstanden als die Möglichkeit, ohne Zwang zwischen verschiedenen Handlungsmöglichkeiten auswählen und entscheiden zu können. Der Begriff benennt einen Zustand der Autonomie.

Unterscheidungsmerkmale


Es kann unterschieden werden zwischen:

individueller Freiheit, z.B. der Freiheit, die eigene Meinung zu äußern, und kollektiver Freiheit, z.B. der Freiheit eines Landes von einer Besatzungsmacht.

negativer Freiheit (auch Freiheit von) und positiver Freiheit (auch Freiheit zu). Negative Freiheit bezeichnet einen Zustand, in dem keine von anderen Menschen ausgehenden Zwänge ein Verhalten erschweren oder verhindern. Negative Freiheit bezeichnet also eine Möglichkeit und ist somit die notwendige Voraussetzung der positiven Freiheit. Positive Freiheit bezeichnet einen Zustand, in dem die Möglichkeit der negativen Freiheit auch tatsächlich genutzt werden kann oder nach noch weitergehender Auffassung einen Zustand, in dem die Möglichkeit tatsächlich genutzt wird. Negative Freiheit kann z.B. bedeuten, dass jemand seine Meinung äußern darf, ohne dass er hiervon von anderen z.B. durch Zensur gehindert würde. Positive Freiheit würde in diesem Beispiel nach der ersten genannten Auffassung bedeuten, dass auch die Kommunikationsmittel und der Zugang zu den Medien zur Verfügung stehen oder nach der zweiten genannten, noch weitergehenden Auffassung, dass die jeweilige Meinung auch tatsächlich geäußert wird. Für gewöhnlich gehen philosophische Gesellschaftstheorien von negativer Freiheit aus. Damit ist gemeint, dass das Individuum seine Freiheit nur im Rahmen der sozialen Ordnung seine Freiheit verwirklichen kann und dass zu dieser Freiheit auch gehört, dass sie ihm im Interesse der Gesellschaft eingeschränkt werden kann. Das klassische Argument dafür lautet: Das Individuum hat ein Interesse an seiner Freiheit. Wenn die Verwirklichung seiner Freiheit aber die soziale Ordnung bedroht, die ihm erst seine Freiheit ermöglicht, dann ist es im Interesse seiner Freiheit, diese Freiheit einzuschränken.

innerer Freiheit und äußerer Freiheit. Während äußere Freiheit eine soziale Größe ist und z.B. rechtliche, soziale und politische Umstände umfasst, beschreibt innere Freiheit einen Zustand, in dem der Mensch seine eigenen, „inneren“ ihm zur Verfügung stehenden Möglichkeiten und Anlagen nutzt und sich dabei auch von inneren Zwängen wie z.B. Trieben, Erwartungen, Gewohnheiten, Rollenmustern, Konventionen u.ä. befreit und sie stattdessen durch rationale Wahl ersetzt (Souveränität). Als Schlüssel zur inneren Freiheit werden heute vor allem Erziehung und Bildung verstanden.

Willensfreiheit, Wahlfreiheit und Handlungsfreiheit. Dabei lässt sich Willensfreiheit als Fähigkeit des Menschen beschreiben, willentlich zu handeln. Wahlfreiheit geht darüber hinaus und beschreibt die Fähigkeit und Verpflichtung des Menschen zur sittlichen Selbstbestimmung. Handlungsfreiheit ist in dieser Unterscheidung der weitestgehende Freiheitsbegriff und beschreibt die Fähigkeit des Menschen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Dies gelingt, indem der Mensch innere und äußere Umstände reflektiert und kraft seiner eigenen Vernunft zu rationalen Entscheidungen gelangt, an denen er sein eigenes Handeln ausrichtet.

Freiheit in der Geschichte


Im Altertum und im Mittelalter standen große Teile der Bevölkerung als Sklaven oder Leibeigene im Eigentum anderer Menschen. Eigentümer waren entsprechend des hohen Arbeitsaufkommens in der Landwirtschaft zumeist große Landbesitzer und somit regelmäßig Aristokraten. Von dieser sozialen Wirklichkeit ausgehend wurde Freiheit somit entweder als die Freiheit von einem Herren verstanden, also die Abwesenheit von Sklaverei / Leibeigenschaft oder als Freiheit des Herren, als die Freiheit, Sklaven / Leibeigene besitzen zu können. Bereits im Mittelalter entwickelten sich verschiedene Vorstellungen davon, wessen Freiheiten wie weit gehen könnten. Zentrales Dokument ist die Magna Charta Libertatae. Von Martin Luther stammt an der Grenze zwischen ausgehendem Mittelalter und Neuzeit die Denkschrift von der Freiheit eines Christenmenschen. Vor allem durch die Aufklärung wurde der Freiheitsbegriff, wie er dem heutigen Verständnis zugrunde liegt, entwickelt. Wichtige Aufklärer waren Voltaire, Jean-Jacques Rousseau, Charles de Secondat, Baron de Montesquieu und Immanuel Kant. Die Aufklärung beinhaltet dabei sowohl einen intellektuellen Aspekt, die Befreiung aus hergekommenen Denk- und Anschauungsgewohnheiten, als auch einen politischen, welcher die Befreiung der Menschen aus der vormodernen Gesellschaftsstruktur verlangt. Der intellektuelle Aspekt der Aufklärung verknüpft den Begriff der Freiheit mit den Begriffen der Pflicht, der Vernunft und der Verantwortung. Der politische Aspekt zielt vor allem auf eine Trennung von Staat und Kirche, eine Begrenzung des Staates durch Grundrechte, eine Kontrolle der Staatsgewalt durch Gewaltenteilung und die Ablösung der Legitimierung der Staatsgewalt durch das Gottesgnadentum durch eine Rückbindung an die Interessen der einzelnen Menschen letztlich durch Demokratie ab. Mit der Industrialisierung sank der Arbeitskraftbedarf in der Landwirtschaft, so dass die Notwendigkeit von Sklaverei / Leibeigenschaft verschwand. Gleichzeitig stieg die Bedeutung des produzierenden Gewerbes und somit zu einem realen Machtzuwachs insbesondere seitens der freien Fabrikarbeiter und des Bürgertums. Letztlich wurden in allen industrialisierten Länderen der Feudalismus und damit auch die Sklaverei / Leibeigenschaft beseitigt. Seit dieser Zeit entwickelte sich der Begriff der Freiheit von der Abwesenheit von Sklaverei / Leibeigenschaft (s.o.) zum heutigen Begriff der Handlungsfreiheit.

Wegbereiter


Das Mill-Limit: In seiner bekanntesten Schrift „On Liberty“ (dt: „Über die Freiheit“) setzt der britische Philosoph und Nationalökonom John Stuart Mill das Limit „* dass der einzige Grund, aus dem die Menschheit, einzeln oder vereint, sich in die Handlungsfreiheit eines ihrer Mitglieder einzumischen befugt ist: sich selbst zu schützen. Dass der einzige Zweck, um dessentwillen man Zwang gegen den Willen eines Mitglieds einer zivilisierten Gesellschaft rechtmäßig ausüben darf: die Schädigung anderer zu verhüten.“ Das Mill-Limit gilt heute noch, besonders in angloamerikanischen Ländern, als Grundlage des Liberalismus.

System der natürlichen Freiheit: Das einfache System der natürlichen Freiheit ist eine von Adam Smith vorgeschlagene gesellschaftliche Ordnung ("obvious and simple system of natural liberty"). Seine Theorien über die unsichtbare Hande das Marktes "invisible hand" gelten als geistige Grundlage der freien Marktwirtschaft und damit bis heute als maßgeblich.

Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit: (französisch: liberté, égalité, fraternité) sind die Ideale der Französischen Revolution. Das Bürgertum erringt seine Freiheit von Klerus (Geistlichkeit) und Adel. In der französischen Republik geht die Macht im Staat auf das Volk über, statt in der Monarchie im einzigen Souverän, dem König, konzentriert zu sein (Gottesgnadentum). Die neue Freiheit des Bürgertums findet Ausdruck in den Bürgerrechten.

Die vier Freiheiten formulierte US-Präsident Franklin Delano Roosevelt am 6. Januar 1941 in seiner Rede zur Lage der Nation, um den US-Bürgern zu sagen, warum sie im zweiten Weltkrieg, der zu diesem Zeitpunkt für die USA ein lokales Ereignis in Europa war, Position gegen Hitler-Deutschland beziehen sollen. Bürgerliche Freiheiten und Merkmale staatlicher Unabhängigkeit werden mit einander verknüpft: Freiheit der Rede, Freiheit Gott auf eigene Weise zu verehren, Freiheit von Not als eine Form internat. wirtschaftlicher Verständigung, globale Abrüstung.

Besondere Freiheiten


Individuelle Freiheit und allgemeine Freiheit: Während der allgemeine Freiheitsbegriff eher als utopische Idealvorstellung bzw. ein philosophisches Ziel zu verstehen ist, ist die individuelle Freiheit der in der Realität verbleibende Handlungsspielraum eines Individuums vor dem Hintergrund real existierender Restriktionen, zum Beispiel physische, rechtliche oder materielle/ökonomische Beschränkungen.

Handlungsfreiheit ist ein Begriff aus der Philosophie und der Rechtswissenschaft (Grundrecht). Sie bezeichnet das Vermögen eines Lebewesens, seiner Natur, seinen Interessen oder seinen Neigungen zu folgen.

Willensfreiheit: Der freie Wille ist eine Bezeichnung für die freie Entscheidung eines Wesens zwischen mehreren Handlungsmöglichkeiten (s.a. Kognitionswissenschaft).

Die Meinungsfreiheit ist das Recht eines jeden Menschen zur Äußerung seiner eigenen subjektiven Meinung.

Ebenfalls gilt das Recht auf Anerkennung des Individuums, des Respekts (im Gegensatz zur Toleranz gilt der Respekt der Ganzheitlichkeit des Wesens) als auch dem verankerten, grundlegenden Recht auf Unversehrtheit des Lebens und Seins.

Vertragsfreiheit ist als Ausfluss der Privatautonomie das Recht eines jeden, seine Rechtsbeziehungen zu anderen nach eigenem Ermessen vertraglich zu regeln. Ihre Grenze findet die Vertragsfreiheit in Bestimmungen zum Schutze von Verbrauchern, Minderheiten etc., sowie in den guten Sitten (§ 138 BGB).

Rezipientenfreiheit, auch Informationsfreiheit, ist das Recht, sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu informieren.

Der Begriff Pressefreiheit bezeichnet das Recht der Presse auf freie Ausübung ihrer Tätigkeit, vor allem das unzensierte Veröffentlichen von Informationen und Meinungen. Die Rundfunkfreiheit ist in Art.5 Abs. 1 S.2 GG garantiert und schützt alle mit der Rundfunkveranstaltung verbundenen Tätigkeiten.

Die Evangelische Freiheit ist ein Zentralbegriff des Christentums.

Heute vorherrschende Verwendung


Freiheit gehört zu den wichtigsten, komplexesten und folgenreichsten, politisch-philosophischen Begriffen der Neuzeit. Da keine soziale, politische oder moral-philosophische Strömung darauf verzichten kann, sich allgemein zur Freiheit zu bekennen, setzen die unterschiedlichen Zielsetzungen unterschiedlich definierte Freiheitsbegriffe und unterschiedliche Einordnungen des Freiheitsbegriffes voraus.

Im weiteren Sinne bedeutet Freiheit das Fehlen von (meist unerwünschten) Eigenschaften oder Dingen (Frei von Schuld). Im engeren Sinn ist Freiheit das Gegenteil von Gefangenschaft. Kern des Freiheitsbegriffs ist somit auch heute noch die Freiheit von Sklaverei.

Auf der anderern Seite des Betrachtungsspektrumbs besteht ein Freiheitsbegriff, der oft als Libertinage bezeichnet wird. Er beschreibt eine Ungebundenheit, die dazu berechtigt, den eigenen Gelüsten, Vorlieben und Neigungen frei nachgehen zu können. In seiner radikalsten Ausprägung beinhaltet die Libertinage auch die Freiheit, in die Freiheit anderer Menschen einzugreifen.

Die häufigste Verwendung findet der Freiheitsbegriff heute im Bereich der politischen Freiheit. Diese umschreibt die Möglichkeit des Bürgers, sich am demokratischen Diskurs zu beteiligen und seine Interessen in demokratischer Weise in den allgemeinen Willensbildungsprozess einzubringen. Politische Freiheit umfasst die politischen Grundrechte und deren sowohl individuelle als auch kollektive Wahrnehmung z.B. bei freien Wahlen.

Der wohl umfassendste Begriff der allgemeinen Handlungsfreiheit beschreibt die Möglichkeite jedes Menschen (nicht nur des Bürgers) sein Leben kraft eigener Willensbetätigung und entsprechend frei verantworteter Entscheidungen selbst zu gestalten. Hierzu gehört neben dem Recht auf Selbstverwirklichung auch die Konsequenz, scheitern zu können und die Folgen des Scheiterns kraft eigener Verantwortung hierfür selbst zu tragen. Die allgemeine Handlungsfreiheit umfasst die wirtschaftliche Freiheit des Einzelnen, an einer Marktwirtschaft als mündiger Verbraucher zu partizipieren, geht aber weit darüber hinaus.

Ethisch ist Freiheit das Recht, die Möglichkeit und die Verpflichtung des Menschen zur Selbstbestimmung und zum Ausdruck seines freien Willens. Philosophisch ist Freiheit die Fähigkeit (und Möglichkeit?) zur Entscheidung. Nach der Definition von Friedrich Engels ist (den Wurzeln bei Hegel folgend --> Lit. Spinoza?) »Freiheit Einsicht in die Notwendigkeit«. Ansätze, die in der Philosophie des Idealismus wurzeln, betonen dagegen eher die Freiheit als Vermögen der Selbstgestaltung (Autonomie). Bei Rosa Luxemburg heißt es "Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden" und betont damit den intellektuellen Aspekt, die Motivation als Gegenstand der Freiheit. Nach der Definition von Friedrich Hayek ist Freiheit ein "Zustand, in dem ein Mensch nicht dem willkürlichen Zwang durch den Willen eines anderen oder anderer unterworfen ist". Der Strukturalismus zeigt die zwangsweise Einschränkung von Freiheit durch die gesellschaftlichen Grundstrukturen!

In bestimmten Bereichen gibt es keine Übereinstimmung der Interpretation. Beispiel ist die Religionsfreiheit. Manche verstehen darunter die Freiheit von Religion in dem Sinne, dass außerhalb des privaten und des explizit religiösen Bereichs die Religion nicht ausgedrückt werden sollte (beispielsweise Kreuze in der Schule aufzuhängen), während andere darunter die Freiheit zu verstehen (im Beispiel also die Freiheit der Christen, auch in der Schule Kreuze aufzuhängen).

Beiträge zu einer Philosophie der Freiheit lieferten viele Philosophen. Historisch wichtige Beiträge kamen u.a. von Immanuel Kant, Adam Smith, John Stuart Mill, Jean Paul Sartre, John G. Bennett, Friedrich August von Hayek, John Rawls und Rudolf Steiner.

Individuelle Freiheit heute


In der Gegenwart genießen Bürger besonders in den westlichen Gesellschaften verglichen mit früheren Zeiten ein verfassungsmäßig garantiertes hohes Maß an Freiheit (vgl. auch Bürgerrechte, Menschenrechte, Allgemeine Handlungsfreiheit). Wie das Individuum dabei selbst seine Realität erlebt, welchen Bestrebungen nach Selbstverwirklichung, Selbstverwaltung oder Eigenverantwortung es folgen kann, und an welche Grenzen es stößt, ist individuell verschieden: Einige Arten des riskanten Auslebens der Freiheit werden von der Gesellschaft eher sanktioniert als andere (Beispiel: Drogen, verglichen mit gefährlichen Sportarten oder riskantem anderweitigem Verhalten).

Freiheit aus verschiedenen Perspektiven


Der Existentialismus sieht den Menschen zur Freiheit verurteilt, mit allen positiven und negativen Konsequenzen, die das hat. Nach Jean-Paul Sartre ist Freiheit die Seinsverfassung des Menschen, er kann nicht anders, als sich selbst zu verwirklichen. Die Freiheit wird nicht durch das faktisch Gegebene (z.B Mitmenschen, Mauern, Leiblichkeit) aufgehoben, denn erst die Freiheit enthüllt dieses als Grenze, Freiheit ist demnach jeweils innerhalb eines konkreten Lebensentwurfs eingegrenzt.

Die Kunst sieht sich manchmal als letzte Bastion der Freiheit (vgl. Manifest der Gruppe SPUR).

Der Konservatismus sieht die menschliche Freiheit durch menschliche Determiniertheit, Moral, und durch höhere Mächte (etwa: Gott) beschränkt.

Die 68er wollten u.a. mehr persönliche Freiheit erkämpfen.

Der Liberalismus betont besonders die individuelle Freiheit. Klassische Themenfelder des Liberalismus sind daher Menschenrechte, Grundrechte und Bildung. Kollektive Freiheit werden im Liberalismus regelmäßig auch auf das Individuum zurückgeführt und findet ihren Ursprung in der Vertragsfreiheit. Er setzt die Freiheit somit in Gegensatz zum Kollektivismus. Damit wird etwa auch der ökonomische Liberalismus (Neoliberalismus) begründet.

Der Anarchismus beklagt einen Mangel an Freiheit. Er kritisiert sowohl Kapitalismus, als auch autoritäre kollektive sozialistische Systeme. Er stellt die Frage nach dem Verhältnis von Macht und Freiheit, lehnt Herrschaft ab, und hat die Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung des Einzelnen als Ziel.

Der Determinismus hält Freiheit für unmöglich, da auch der Mensch nach naturwissenschaftlichen Regeln funktioniere. Als Begründer des Determinismus gilt Laplace. Später wurde das Grundkonzept in die Psychologie vom Behaviourismus übernommen. Sowohl Laplace als auch der Behaviourismus gelten heute als widerlegt. Daniel Dennett illustriert allerdings in dem Buch Freedom Evolves, dass Freiheit und Determinismus nicht unbedingt sich widersprechende Konzepte sind.

Moderne Ausprägungen des Determinsmus finden sich im Biologismus und manchen Strömungen der Hirnforschung. Diese verneinen die Möglichkeit einer echten individuellen Freiheit und sehen den Menschen durch seine Gene und das evolutionäre Programm "Mensch" als konditioniert an. Voraussetzung der Negation von Freiheit ist dabei die Behauptung, dass Freiheit nicht darin bestünde, seinem eigenen Willen gemäß zu entscheiden und zu handeln, sondern dass dieser Wille zudem in einer Weise frei sei, dass er nicht durch weitere Umstände (Genetik, Vorprägungen, Umstände, Wahrnehmungsapparat) beeinflusst oder zumindest durch diese nicht vollständig festgelegt ist.

Der Anspruch auf Freiheit steht in einem Spannungsverhältnis zum Ziel der Gleichheit. Wo Gleichheit angestrebt wird, wird Freiheit des Einzelnen zurückgedrängt, denn wo sich alle frei und unbeeinträchtigt verhalten dürfen entsteht Ungleichheit. Außerdem ist ein Spannungsverhältnis zwischen Freiheit und Sicherheit vorhanden, da individuelle Freiheit immer auch mit individuellem Risiko verbunden ist. Überall, wo die Gemeinschaft das individuelle Risiko mindern will (oder soll?), entsteht auch ein Anspruch der Gemeinschaft, die Freiheit zu beschränken.

Literatur


Weblinks


Andere Wortbedeutung


Zum - auch in Zusammensetzungen - nicht seltenen Straßennamen "Freiheit" siehe "Große Freiheit".

Ethisches Gut | Wertvorstellung | Liberalismus | Anarchismus

Svoboda | Freedom | Libereco | Libertad | Vabadus | Vapaus | Liberté | आज़ादी | 自由 | 자유 | Laisvė | Vrijheid | Frihet | Wolność | Liberdade | Freedom | Frihet | เสรีภาพ | j自由

 

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