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Als Freier wird in der Sprache des Rotlichtviertels ein Mann bezeichnet, der für sexuelle Dienstleistungen bezahlt. Der Freier ist demnach meist der ökonomische "Handelspartner" einer Prostituierten. Gleichzusetzen ist die homosexuelle Freierschaft eines Kunden in Bezug auf Strichjungen oder Callboys. Als Bezeichnungen für Frauen in gleicher Situation haben sich entsprechende weibliche Formen (Freierin, Kundin, Kulantin) eingebürgert.

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Namensherkunft


Die Bezeichnung des "Freiers" stammt aus dem altdeutschen und freien wurde gleichbedeutend mit "heiraten" genutzt. Der Ausdruck Auf Freiers Füßen war ein anerkennender Spruch für einen Mann, der sich auf Brautschau befand.

Bezahlung


Seit Einführung des Prostitutionsgesetzes besteht in Deutschland für die Prostituierte ein Rechtsanspruch auf Bezahlung, während dies zuvor aufgrund der Sittenwidrigkeit von Prostitution nicht der Fall war. Dennoch ist die Bezahlung per Vorkasse noch immer die Regel. Freier, die nicht bezahlen wollen, werden im Jargon als "Nuttenpreller" bezeichnet. Der umgekehrte Fall, bei dem der Freier bestohlen wird, wird als Beischlafdiebstahl bezeichnet.

Anbahnung


Diskreter Kontakt wird über die Medien (Kontaktanzeigen in Zeitung und auch inzwischen TV) gesucht und gefunden, kann sich aber auch spontan im Alltag und normalen Berufsleben ergeben. In den 1970er und 1980er waren bei Nachfrage Preisauskünfte über das Telefon nicht üblich. Heute wird dies aber meist für ganz selbstverständlich gehalten. In Zeiten des Internet findet die Anbahnung auch über Erotikportale und Freierforen statt.

Literatur


  • Helag Bilitewski: Freier: das heimliche Treiben der Männer. Galgenberg, 1991, ISBN 3-87058-103-4
  • Doris Velten: Aspekte der sexuellen Sozialisation: eine Analyse qualitativer Daten zu biographischen Entwicklungsmustern von Prostitutionskunden. Berlin, 1994 (Dissertation)
  • Dieter Kleiber; Doris Velten: Prostitutionskunden. Nomos-Verlag, 1994 (Schriftenreihe des Bundesministeriums für Gesundheit; Band 30)

Prostitution

 

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