Der Freiburger FC ist der älteste Fußballverein in Freiburg im Breisgau. Der rund 980 Mitglieder zählende Verein wurde 1897 gegründet.
Der größte sportliche Erfolg des Teams in der Saison 1905/1906 war der Gewinn der Gaumeisterschaft, erneut gegen den Straßburger FV. Dieser Erfolg konnte in der Saison 1906/07 durch Siege gegen den Straßburger FV und den FC Mülhausen (8:0 Punkte, 24:4 Tore) wiederholt werden. Die Kreismeisterschaft konnte durch Siege gegen den Karlsruher FV und die Stuttgarter Kickers errungen werden. Im Kampf um die Süddeutsche Meisterschaft wurden der FC Hanau 93 und der 1. FC Nürnberg ausgeschaltet. Somit war der FFC für die Deutsche Meisterschaft im Jahre 1907 qualifiziert. In Nürnberg wurde der VfB Leipzig 3:2 besiegt, im Finale in Mannheim schließlich wurde Viktoria Berlin vor 2000 Zuschauern mit 3:1 (1:1 zur Halbzeit) bezwungen. Die Mannschaft zerfiel nach diesem Erfolg recht schnell, da die meisten Spieler Studenten waren und einige Freiburg nach Abschluss ihres Studiums verließen. Der Meistertitel konnte 1908 nicht verteidigt werden. Zwar besiegte der FFC die Stuttgarter Kickers in der ersten Runde mit 1:0, das Spiel musste jedoch auf Grund einer fraglichen Schiedsrichterentscheidung wiederholt werden. Das Wiederholungsspiel gewannen die Stuttgarter mit 5:2.
In den folgenden Jahren war der Freiburger FC weiterhin die erfolgreichste Mannschaft aus Südbaden. Der nächste Titel war die Meisterschaft in der Kreisliga Südwest (1920), aber in den Spielen um die Süddeutsche Meisterschaft schied man im Halbfinale aus.
1922 wurde das Mösle-Stadion eingeweiht.
Es dauerte wieder 10 Jahre bis der Freiburger FC seinen nächsten Titel errang (1930 Meister der Bezirksliga Württemberg/Baden, Gruppe Baden). In den Spielen um die Süddeutsche Meisterschaft blieb allerdings nur der letzte Platz unter 8 Mannschaften.
1933 schaffte der Freiburger FC die Qualifikation für die Gauliga Baden. In der Liga verblieb der Verein bis 1945 ohne größere Erfolge zu erringen.
Zunächst wurde die Qualifikation für die Zonenliga, die oberste Spielklasse in der Französischen Besatzungszone verpasst. Jedoch schon ein Jahr später war Fortuna Freiburg 1947 wieder in der obersten Klasse dabei. 1949 wurde die Meisterschaft in der Gruppe Süd der Zonenliga errungen. In den Endspielen um die Zonenmeisterschaft scheiterte man jedoch am Meister der Nord-Gruppe, dem 1. FC Kaiserslautern.
1950 wurde die Zonenliga aufgelöst und die Vereine aus Südbaden dem Regionalverband Süd zugeteilt. Fortuna Freiburg, das im November 1949 wieder in Freiburger FC umbenannt worden war, spielte fortan in der 2. Liga Süd.
Am 4. August brannte die Holztribüne des Mösle-Stadions ab. In den Flammen verbrannte auch der Meisterwimpel von 1907, ebenso zahlreiche Unterlagen. Da 1954 in Freiburg das Landesturnfest stattfinden sollte, wurde zügig mit dem Bau einer größeren Sportanlage auf der selben Stelle begonnen.
Nach dem Meistertitel in der 2. Liga Süd (1956) spielte der Freiburger FC für eine Saison (1956/57) in der Oberliga Süd, damals die höchste Spielklasse in Deutschland. Da man über den letzten Platz nicht hinaus kam, spielte man 1957-63 wieder in der 2. Liga Süd.
1963-74 ging es in der Regionalliga Süd weiter, die nach Einführung der Bundesliga die 2.Liga Süd ablöste. Der Vizemeistertitel im Jahr 1969 berechtigte zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Bundesliga. Hier scheiterte man punktgleich an RW Oberhausen aufgrund des etwas schlechteren Torquotienten.
1974 wurde die Qualifikation für die neu eingeführte 2. Bundesliga verpasst und für den Freiburger FC hieß dies Abstieg in die 1. Amateurliga Südbaden. Es dauerte drei Jahre bis man 1977 doch noch den Aufstieg in die 2.Bundesliga Süd schaffte. 1978 stieg der SC Freiburg ebenfalls in die 2. Bundesliga Süd auf und so spielten erstmals seit langer Zeit die beiden Freiburger Vereine wieder in derselben Liga.
1981 schaffte der Freiburger FC die Qualifikation für die einteilige 2. Bundesliga, aus der sich der Verein jedoch schon nach einer Saison wieder verabschieden musste. Damit trennten sich auch die Wege der Freiburger Vereine. Der SC Freiburg verblieb in der 2. Bundesliga und hat sich nach mehreren Spielzeiten in der 1. Bundesliga (ab 1993) mittlerweile höherklassig etabliert.
Der Freiburger FC spielte in den ersten Jahren nach dem Abstieg an der Spitze der Amateuroberliga Baden-Württemberg mit. 1984 wurde man Meister, scheiterte jedoch in den Aufstiegsspielen zur 2. Bundesliga. Schließlich ging es 1990 noch eine Klasse tiefer in die Verbandsliga Südbaden. Kurzfristig gab es in den Jahren 1991-95 ein Comeback in der Oberliga Baden-Württemberg, aber seit 1995 ist die Verbandsliga Südbaden die Heimat des Freiburger FC.
1999 stand der Verein kurz vor dem Konkurs und musste das baufällige Möslestadion dem Lokalrivalen SC Freiburg übereignen. Dieser errichtete dort die Freiburger Fußballschule. Heute spielt der FFC auf dem Gelände des SV BW-Wiehre Freiburg.
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