| Wappen | Karte | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Wappen Freiburg im Breisgau.svg | Lage der kreisfreien Stadt Freiburg im Breisgau in Deutschland.png | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Basisdaten | - bgcolor="#FFFFFF" | Bundesland: | Baden-Württemberg | - bgcolor="#FFFFFF" | Regierungsbezirk: | Freiburg | - bgcolor="#FFFFFF" | Region: | Südlicher Oberrhein | - bgcolor="#FFFFFF" | Kreis: | Stadtkreis | - bgcolor="#FFFFFF" | Geographische Lage: | - bgcolor="#FFFFFF" | Höhe: | 278 m ü. NN (Münsterplatz) | - bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | 153,06 km² | - bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 214.707 (30. September 2005) | - bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 1402 Einwohner je km² | - bgcolor="#FFFFFF" | Ausländeranteil: | 14,0 % | bgcolor="#FFFFFF" | Postleitzahlen: | 79001 - 79140 (alte PLZ: 7800) | - bgcolor="#FFFFFF" | Vorwahl: | 0761 | - bgcolor="#FFFFFF" | Kfz-Kennzeichen: | FR | - bgcolor="#FFFFFF" | Gemeindeschlüssel: | 08 3 11 000 | - bgcolor="#FFFFFF" | Stadtgliederung: | 41 Stadtbezirke | - bgcolor="#FFFFFF" | Anschrift der Stadtverwaltung: | Rathausplatz 2-4 79098 Freiburg im Breisgau | - bgcolor="#FFFFFF" | Website: | www.freiburg.de | - | Politik | - bgcolor="#FFFFFF" | Oberbürgermeister: | Dr. Dieter Salomon (GRÜNE) | |||
Freiburg im Breisgau ist nach Stuttgart, Mannheim und Karlsruhe die viertgrößte Stadt in Baden-Württemberg und südlichste Großstadt Deutschlands.
An die ehemalige Stadtmauer erinnert der Straßenname „Auf der Zinnen“. Etwa zweihundert Meter nördlich davon verläuft der 48. nördliche Breitengrad. Die Stelle ist auf beiden Seiten der Nord-Süd-Durchgangsstraße (die hier Habsburgerstraße heißt) durch eine Schrift in Pflastersteinen verschiedener Farben (vorwiegend weiß-schwarz-weiß) hervorgehoben, so dass auch Auswärtige deutlich erkennen können, auf welcher Breite der Erdkugel sie sich hier befinden.
Die Stadt liegt im „Verdichtungsraum Freiburg“, der neben der Stadt Freiburg im Breisgau die Gemeinden Au (Breisgau), Bötzingen, Gundelfingen, Kirchzarten, March, Merzhausen und Umkirch des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald sowie die Städte und Gemeinden Emmendingen, Denzlingen und Waldkirch des Landkreises Emmendingen umfasst.
Für die Region Südlicher Oberrhein bildet Freiburg das Oberzentrum, von denen für ganz Baden-Württemberg nach dem Landesentwicklungsplan 2002 insgesamt 14 ausgewiesen sind. Das Oberzentrum Freiburg übernimmt für die Gemeinden Au, Bötzingen, Buchenbach, Ebringen, Eichstetten am Kaiserstuhl, Glottertal, Gottenheim, Gundelfingen, Heuweiler, Horben, Kirchzarten, March, Merzhausen, Oberried, St. Märgen, St. Peter (Hochschwarzwald), Schallstadt, Sölden, Stegen, Umkirch und Wittnau die Funktion eines Mittelbereichs.
Freiburg ist klimatisch gesehen die wärmste Großstadt in Deutschland.
Vörstetten, Gundelfingen, Glottertal, Stegen, Kirchzarten, Oberried (Breisgau), Münstertal (Schwarzwald), Bollschweil, Horben, Au (Breisgau), Merzhausen, Ebringen, Schallstadt, Bad Krozingen, Breisach am Rhein, Merdingen, Gottenheim, Umkirch und March.
Auf dem oberhalb der heutigen Stadt gelegenen Schlossberg, wo sich Jahrhunderte zuvor eine bedeutende römische Villa befunden hatte, erbaut vermutlich Bertold II. von Zähringen im Jahre 1091 eine Burg, das Castrum de Friburch. Dieses bleibt als Herrschaftssitz lange außerhalb des Bereichs der städtischen Gerichtsbarkeit. Die Nachfolger Bertolds II. erheben die Siedlungen der Dienstleute und Handwerker im heutigen Bereich der südlichen Altstadt und Oberlinden zur Stadt. Die offizielle Verleihung der Markt- und Stadtrechte erfolgt im Jahre 1120. Als Stadtgründer gilt Herzog Konrad, da sein älterer Bruder Herzog Bertold III. das Kriegshandwerk liebte und darin häufig zusammen mit seinem Herrn Kaiser Heinrich V. unterwegs war.
Bemerkenswert ist die gleich zu Beginn planvoll angelegte Stadtreinigung durch Bächle. Mit Beginn weit oberhalb der Stadt (Bifängle nahe der Kartaus) wurde der Gewerbekanal angelegt, der Wasser aus dem Flüsschen Dreisam außerhalb der südlichen und westlichen Stadtmauer (Kartäuserstraße, Gerberau und Rotteckring) an der Stadt vorbei leitet und nördlich von Zähringen wieder in die Dreisam zurückfließen lässt. Vom Gewerbekanal wurde ein Netz von Bächle abgezweigt, die durch viele Straßen und Gassen offen fließen. Damals konnten die Anlieger tagsüber Brauchwasser entnehmen und durften nachts Unrat „de Bach nab“ gehen lassen. Damit das Wasser überall das nötige Gefälle bekam, musste man das Niveau des ganzen Stadtgebietes planmäßig aus- und angleichen. Besonders in der Oberstadt musste man viel angekarrtes Material aufschütten. Erkennbare Schichten davon kamen bei der Erneuerung von Kellern nahe dem Platz Oberlinden wieder zum Vorschein. Besonders deutliche Funde zeigen sich gegenwärtig beim Umbau der Augustinerkirche.
Heinrich VII. hatte 1234 die Grafen von Freiburg mit dem Schürfrecht belehnt. Die Jahre ihrer Herrschaft zeichnen sich durch häufige Fehden zwischen ihnen und der Stadt aus, bei denen es meistens um Geld ging. Im Jahre 1299 weigern sich die Freiburger, erneuten Geldforderungen des Grafen Egino II. nachzukommen und beschießen seine Burg auf dem Schlossberg mit Wurfmaschinen. Darauf ruft Egino seinen Schwager Konrad von Lichtenberg, den Bischof von Straßburg, zu Hilfe. In der anschließenden Schlacht fiel der Bischof - ein Freiburger Metzger namens Hauri soll ihn mit einem Spieß erstochen haben -, was für die Stadt den Sieg bedeutet, doch muss sie dem Grafen jährlich ein beträchtliches Sühnegeld zahlen. Als dann im Jahre 1366 Graf Egino III. versucht, nächtens mit einem Heerhaufen in die Stadt einzudringen, zerstören die Freiburger Bürger die Burg auf dem Schlossberg. Um die Herrschaft der Grafen endlich loszuwerden, erkaufen sich die Freiburger im Jahre 1368 ihre Freiheit mit 20.000 Silbermark und unterstellen sich freiwillig dem Hause Habsburg. Die Stadt gehört damit zu Vorderösterreich und teilt von nun an Aufstieg und Niedergang mit den Habsburgern bis zur Auflösung des Deutschen Reiches im Jahre 1805.
Nachdem Herzog Friedrich IV. dem auf dem Konzil von Konstanz abgesetzten Papst Johannes XXIII. (Gegenpapst) 1415 zur Flucht nach Freiburg verholfen hatte, verhängt König Sigismund über den Habsburger die Reichsacht. Damit fällt der Breisgau als Lehen an das Reich zurück und Freiburg ist von 1415 bis zur Begnadigung Friedrichs 1427 Reichsstadt.
Im Jahre 1448 stiftet Erzherzog Albrecht als Herr der habsburgischen Vorlande in Freiburg ein Studium generale, aus dem mit der Gründungsurkunde von 1457 die Freiburger Universität hervorgeht.
Ein Höhepunkt der Stadtgeschichte ist der Reichstag, den Kaiser Maximilian I..1498 in seine geliebte Stadt Freiburg einberuft. Hier verhandeln Kaiser und Stände die Einleitung des Schweizerfriedens. Daraus aber wird nichts, denn die Eidgenossen lehnen sowohl die Reichssteuer als auch die Zuständigkeit des Reichskammergerichts ab und scheiden, nachdem sie 1499 im Schwabenkrieg bei Dornach das kaiserliche Heer entscheidend schlagen, aus ihren Verpflichtungen gegenüber dem Reich aus.
Nach Fertigstellung des Hochchores weiht der zuständige Bischof von Konstanz im Jahre 1513 das Freiburger Münster ein. Im selben Jahr sammeln sich bei Freiburg unter der Fahne des Bundschuh geknechtete und verarmte Bauern unter ihrem Anführer Joß Fritz. Der Aufstand wird verraten und endet, bevor er begonnen hatte, mit einer exemplarischen Bestrafung der Teilnehmer.
Unter der Asche aber glüht es noch. Die Reformation mit Luthers falsch verstandener Schrift Von der Freiheit eines Christenmenschen entfacht erneut die Flamme des Aufruhrs. Am 23. Mai 1524 nehmen 18.000 Bauern unter Führung von Hans Müller während des Bauernkrieges Freiburg ein und zwingen den Stadtrat, einer evangelisch-christlichen Vereinigung zur Aufrichtung eines gemeinen Landfriedens und Tilgung der unbilligen Beschwerden des gemeinen armen Mannes beizutreten. Nach der Niederschlagung des Aufstands beeilt sich die Stadt, dem Hause Habsburg ihre gut katholische Einstellung zu versichern. Neben Freiburg bleiben auch Breisach, Waldkirch und Endingen der katholischen Sache treu, während Kenzingen, Neuenburg, Rheinfelden, Waldshut und auch Straßburg zum protestantischen Glauben übertreten. Als in Basel die Bilderstürmer 1529 den Protestantismus fundamental durchsetzen, fliehen der Fürst der Wissenschaft Erasmus von Rotterdam und das Basler Domkapitel ins sichere Freiburg.
1608 wird Freiburg von der Pest heimgesucht. 1620 übernehmen die Jesuiten die Universität.
Als der Schwedenkönig Gustav Adolf den kaiserlichen Truppen unter Tilly in der Schlacht bei Breitenfeld 1631 eine vernichtende Niederlage beibringt, steht seinen Truppen ganz Süddeutschland offen. Zu Weihnachten 1632 erscheint der schwedische General Horn vor den Toren Freiburgs, welches sich am 30. Dezember accordiert (ergibt). Mit dem Anrücken der Spanier 1633 unter dem Herzog von Feria räumen die Schweden die Stadt, um sie im Jahr darauf wieder einzunehmen. Nach dem Sieg der spanischen und kaiserlichen Truppen in der Schlacht bei Nördlingen 1634 über das protestantische Heer unter General Horn und dem Wettiner Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar, verlassen die Schweden endgültig Süddeutschland und somit auch Freiburg.
Durch den häufigen Besatzungswechsel mehrfach ausgeplündert hofft die durch Kriegseinwirkungen und Seuchen dezimierte Freiburger Bevölkerung wie alle Menschen im Reich auf das Ergebnis des Prager Friedens, den der junge König Ferdinand III. 1635 mit den protestantischen Reichsständen für das geliebte Vaterland der hochedlen Teutschen Nation aushandelt.
Als Richelieu 1635 im Vertrag von St. Germain dem landlosen Bernhard von Sachsen-Weimar die dem Hause Habsburg gehörende Landgrafschaft Elsass überschreibt, schafft er sich in dem Herzog einem treuen Vasallen. Wie vom Kardinal erwartet facht Bernard den Krieg wieder an, als er 1637 mit einer frischen von Frankreich finanzierten Armee mit 18000 Mann den Rhein überschreitet und den Breisgau überfällt. In rascher Folge nimmt er die Städte Säckingen, Waldshut, Rheinfelden, Rötteln und Laufenburg ein und steht in der Osternacht 1638 vor den Toren Freiburgs, welches sich nach 11-tägiger Belagerung ergibt. Anschließend erobert Bernard der Festung Breisach und macht die Stadt zum Sitz seiner Fürstlich Sächsischen Regierung. Mit dem plötzlichen Tod des Herzogs gehen seine eroberten Gebiete an Frankreich.
Im Sommer 1644 kommt es zur Schlacht bei Freiburg zwischen einer kaiserlich-bayrischen Armee unter den Generälen Franz von Mercy und Jan van Werth und französisch-weimarischen Truppen geführt von den Marschällen Turenne und Condé. Am Ende der mehrtägigen Schlacht gibt es keinen Gewinner und nur Verluste, die Jan van Werth kommentierte: Seit zweiundzwanzig Jahren mit dem Bluthandwerk vertraut, habe * niemalen so blutigem Treffen beigewohnt.
Im Juni 1648 belagert der Breisacher Festungskommandant von Erlach im Auftrag Kardinal Mazarins Freiburg, um Frankreichs Verhandlungsposition kurz vor dem Friedensschluss zu verbessern. Wie erleichtert ist die in der Stadt verbliebene Bevölkerung (sie ist in 17 Jahren nach insgesamt fünfmaliger Belagerung von 14000 auf 2000 Seelen geschrumpft), als nach drei langen Wochen des Bangens die Franzosen durch Dauerregen zermürbt unverrichteter Dinge abziehen. Als die erlösende Nachricht vom Frieden in Münster und Osnabrück eintrifft, lauschen die verbliebenen Freiburger andächtig dem Geläut der mächtigen bereits 1258 gegossene Angelusglocke im Münsterturm, deren Inschrift lautet: Oh König der Herrlichkeit, komme mit Frieden. Erklingt mein frommes Geläut, hilf deinem Volk, Maria. Noch heute ertönt die Glocke jeden Freitag um 11 Uhr und mahnt zum Frieden.
Im Jahre 1661 übernimmt in Frankreich nach Kardinal Mazarins Tod der junge Ludwig XIV. die Regierung. Ab 1667 führt der Sonnenkönig nach dem Motto: Die einem Herrscher angemessenste und angenehmste Beschäftigung ist, sich zu vergrößern nacheinander vier Eroberungskriege und zwar gegen die spanischen Niederlande, Holland, die Pfalz und Spanien.
Der Devolutionskrieg von 1667 bis 1668, in dem Ludwig XIV. auf Brabant Ansprüche geltend macht und mit seinen Truppen in die spanischen Niederlande einfällt, berührt Freiburg nicht. Auch im nächsten holländischen Krieg von 1672 bis 1677 bleibt die Stadt zunächst verschont, doch als bereits die Friedensverhandlungen in Nimwegen begonnen haben, schickt Marschall François de Créqui entgegen allen Kriegsbrauchs seine Truppen nicht in die Winterquartiere, sondern überschreitet überraschend Anfang November den Rhein und belagert Freiburg. Nach einem ersten Bombardement kapituliert die Stadt auf Anraten des Stadtkommandanten. Der Kaiser kann am Oberrhein keinen Widerstand leisten, zumal wiederum die Türken im stillen Einvernehmen mit Frankreich das Reich an seiner Ostflanke bedrohen. In dem endlich ausgehandelten Nijmweger (Nimm weg!) Frieden von 1679 diktiert Ludwig XIV. Leopold I. seine Bedingungen: Der Kaiser muss Frankreichs Eroberungen im Elsass gutheißen, doch Ludwig überlässt ihm großmütig die Entscheidung, ob Leopold von seinen früheren Besitzungen lieber Freiburg oder eher Philippsburg zurückhaben möchte. Der Kaiser verzichtet auf die Stadt Freiburg samt Lehen, Betzenhausen und Kirchzarten.
Nun besitzt Frankreich neben dem rechtsrheinischen Brückenkopf Breisach mit der Stadt Freiburg einen Vorposten mitten in den habsburgischen Vorlanden. Ludwig XIV. weist Sebastien le Pestre de Vauban an, die Stadt zu einer modernen Festung auszubauen. Um ein freies Schussfeld zu gewinnen, lässt Vauban, all das, was Kanoffsky nicht schon hatte niederlegen lassen oder was von den Vorstädten in den Kämpfen des Dreißigjährigen Krieges noch übrig geblieben war, einebnen. Freiburg gehört jetzt zur französischen Provinz Elsass mit der Hauptstadt Straßburg. Als letzte der linksrheinischen im Westfälischen Frieden garantierten freien Reichsstädte hatte sie Ludwig XIV. 1681 besetzen lassen. Im gleichen Jahr auf dem Wege dorthin besucht der französische König auch seine Neuerwerbung Freiburg, um sich über den Fortschritt der Festungsarbeiten zu informieren.
Von 1688 bis 1697 führt Ludwig XIV. den Neunjährigen Krieg, in dem er u. a. Köln, die Kurpfalz, Mainz, Trier und erneut Philippsburg einnimmt. Da bietet eine Große Allianz zwischen dem Kaiser, Spanien, Schweden, England, Holland, Savoyen, Brandenburg, Sachsen und Hannover dem Sonnenkönig die Stirn und beendet sein räuberisches Treiben. Doch der Sieg ist teuer erkauft, denn auf dem Rückzug praktizieren die französischen Truppen das Prinzip der verbrannten Erde: Heidelberg deleta, Mannheim, Philippsburg, Koblenz, Worms und Speyer mit seinem Reichskammergericht werden zerstört. Im Frieden von Rijswijk 1697 darf Ludwig XIV. die spanische Freigrafschaft Burgund, Lille und die im Elsass besetzten Gebiete einschließlich der freien Reichsstadt Straßburg behalten, muss aber Freiburg wieder herausgeben.
Der Spanische Erbfolgekrieg von 1701 bis 1713 wächst sich zum ersten Weltkrieg der europäischen Geschichte aus, in dem die große Haager Allianz Ludwig XIV. in den Niederlanden, Deutschland, Italien, Spanien und in den Kolonien gegenübersteht. Gegen Ende des Krieges überqueren die Franzosen unter Marschall Claude-Louis-Hector de Villars bei Neuenburg den Rhein und stehen im September vor Freiburg. Zwar ist die Stadt dank Vauban eine der stärksten Festungen in Deutschland, doch den 10.000 Verteidigern stehen etwa 150.000 Angreifer gegenüber. Nach dreiwöchiger Belagerung muss sich die durch Artilleriebeschuss dezimierte Besatzung aus der Stadt in die Festung auf den Schlossberg zurückziehen. Nun ist Freiburg schutzlos den Abgriffen der Franzosen ausgeliefert. In höchster Not steigt der Stadtschreiber Dr. Franz Ferdinand Mayer im Kugelhagel auf eine Bastion und zeigt eine weiße Fahne schwenkend den Belagerern die Übergabe der Stadt an. Darauf erklärt Villars Freiburg zum Eigentum des französischen Königs. Für seine mutige Tat erhebt der Kaiser Dr. Mayer zum Freiherrn von Fahnenberg. Im Frieden von Rastatt 1714 erhält Kaiser Karl VI. die italienischen und niederländischen Besitzungen der spanischen Habsburger. Louis XIV behält seine linksrheinischen Erwerbungen, muss jedoch Freiburg, Breisach sowie Kehl restituieren.
Als Maria Theresia im zweiten österreichischen Erbfolgekrieg die westlichen Vorlande 1744 von österreichischen Truppen zum Einsatz im Osten gegen Friedrich den Großen entblößt (in Freiburg verbleibt eine Besatzung von nur 6.000 Mann), rücken französische Soldaten in den Breisgau nach. Ludwig XV. persönlich leitet vom Lorettoberg aus die Kanonade der Stadt. Der Freiburger Stadtschreiber notiert: En fin, es ware nit anderst, als wann die lebendige Höll offen stunde. Nach 6-wöchiger Belagerung ergibt sich Freiburg und die Franzosen besetzen nach 1638 und 1677 Stadt und Festung Freiburg zum dritten Mal, finden diesmal aber nur einen Trümmerhaufen vor. Im Frieden von Breslau muss Ludwig XV. die Stadt den Habsburgern zurückgeben. Vorher aber schleifen die Franzosen ihre vor einem halben Jahrhundert gebauten Festungswerke und sprengen sie so gründlich, dass seint alle Häuser rings umb die Statt, so nahe ahn der Fortification gelegen, totaliter ruiniert. Es herrscht bittere Armut. Im Jahre 1754 leben in der Stadt nur noch 1.627 männliche und 2.028 weibliche Einwohner.
1933 geben sich auch viele Freiburger nahezu widerstandslos dem nationalsozialistischen Regime hin. Von der Freiburger Universität aus versucht Martin Heidegger den Nationalsozialismus kulturell anzuleiten. Im Jahr 1939 wird das Bezirksamt Freiburg in Landkreis Freiburg umbenannt. Die Stadt Freiburg scheidet aus dem Landkreis aus und wird kreisfrei. 1940 werden aus Freiburg wie aus ganz Baden alle Juden deportiert (zunächst in das französische Konzentrationslager Gurs in der Nähe der spanischen Grenze, später von dort in die Vernichtungslager).
10. Mai 1940 Bombardierung Freiburgs durch Flugzeuge der Deutschen Luftwaffe. Zeitlicher Ablauf damals: kurz vor 16 Uhr: die Flugwache Hildaturm identifizierte die über der Stadt gesichteten Flugzeuge eindeutig als Flugzeuge der Deutschen Luftwaffe anhand Kennzeichnung und Flugzeugtyp. Eine Alarmierung durch Sirenen erfolgt deshalb nicht - erst nachdem die Bomben gefallen waren, waren sie zu hören. Die Flugabwehr Freiburgs wurde auf Grund der eindeutigen Identifizierung nicht aktiv.
Die deutschen Flugzeuge gehörten zu einem Verband von Flugzeugen aus dem oberbayerischen Landsberg am Lech, die Dijon bombardieren sollten. Wegen Navigationsfehlern erreichten drei Flugzeuge allerdings weder Dijon noch das befohlene „Ausweichziel“ Dôle-Taveaux. Zum Zeitpunkt des Bombenabwurfes wähnten sich die Piloten über einer französischen Stadt. Die Bewölkung am 10. Mai 1940 wurde für Freiburg um 16 Uhr mit „7/10-8/10“ rekonstruiert, d.h., dass zu diesem Zeitpunkt der Himmel fast vollständig bedeckt war. Die abweichenden Zeugenaussagen zu diesem Tag sind darauf zurückgeführt worden, dass sich das Wetter vom Vormittag zum Nachmittag von geringer Bewölkung zu starker Bewölkung hin verändert hatte.
Die deutschen Flugzeuge warfen insgesamt 69 Bomben auf Freiburg ab - 57 Menschen starben.
Die Ermittlungen zu diesem tragischen Ereignis wurden noch am gleichen Tag begonnen, allerdings wurden sie sofort fallengelassen, als sich die nationalsozialistische Propagandamaschinerie des Themas bemächtigt hatte. Schnell wurden die Franzosen oder auch die Briten des Angriffes beschuldigt. Auch Vertuschungsversuche wurden unternommen. So gaben die Piloten der 3 Flugzeuge zu Papier, das „Ausweichziel“ Dôle-Taveaux angegriffen zu haben, obwohl dies nicht am 10. Mai sondern erst später im Jahr 1940 erfolgte. Verschiedene Mythen zum 10. Mai 1940 hielten sich noch lange Zeit im Bewusstsein der Freiburger. Mehrjährige wissenschaftliche Forschung hat diese als falsch widerlegen können.
Am Abend des 27. Novembers 1944 wird Freiburg von alliierten Truppen im Zuge der Operation Tigerfish bombardiert, wobei 2797 Menschen getötet und etwa 9600 verletzt werden. Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass die britische Royal Air Force bis zu 150000 Sprengköpfe auf die Altstadt, die in großen Teilen verwüstet wurde, abwarf. Nur dem Zufalle ist es wohl zu verdanken, dass das Münster inmitten des Trümmerfeldes praktisch unbeschädigt bleibt.
Freiburg wird 1945 von der französischen Armee besetzt. Von 1945 bis 1952 ist Freiburg in Folge der Aufteilung der Besatzungszonen die Hauptstadt des Bundeslandes Baden. Nach dem Zusammenschluss mit den Ländern Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern wird Stuttgart die Hauptstadt des neuen Bundeslandes Baden-Württemberg.
1973 wird im Zuge der Kreisreform zum 1. Januar der Landkreis Freiburg Bestandteil des neuen Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald. Freiburg wird wieder Sitz des neuen Großkreises, bleibt selbst aber kreisfrei. In den 1970er Jahren entwickelte sich Freiburg zu einem Zentrum der Alternativkultur und Umweltbewegung, zu den Folgen siehe Politik.
1986 ist Freiburg Gastgeber der siebten Landesgartenschau Baden-Württemberg.
| Jahr | Orte | Zuwachs in ha |
|---|---|---|
| 1457 | Herdern | ? |
| 1826 | Wiehre | 723 |
| 1890 | Günterstal | 520 |
| 1890 | Haslach | 912 |
| 1906 | Zähringen | 1.169 |
| 1908 | Betzenhausen | 865 |
| 1914 | Littenweiler | 1.561 |
| 1938 | St. Georgen | 761 |
| 1. September 1971 | Lehen | 358 |
| 1. Dezember 1971 | Opfingen | 1.461 |
| 1. Juli 1972 | Waltershofen | 758 |
| 1. Januar 1973 | Tiengen | 838 |
| 1. Juli 1973 | Munzingen | 677 |
| 1. September 1973 | Hochdorf | 1.010 |
| 1. Juli 1974 | Ebnet | 687 |
| 1. Juli 1974 | Kappel | 1.381 |
| 1. Januar 1978 | Mundenhof | 323 |
Freiburg wuchs nicht nur durch Eingemeindungen, sondern auch durch neue Stadtteile. In den 1970er-Jahren waren dies die Stadtteile Weingarten und Landwasser, in den 1990er-Jahren wurden die Stadtteile Rieselfeld und Vauban neu entwickelt.
1895 hatte Freiburg mehr als 50.000 Einwohner. 1933 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt die Grenze von 100.000, was sie zur Großstadt machte. Bis 1996 verdoppelte sich diese Zahl auf 200.000. Ende Juni 2005 lebten in Freiburg nach amtlicher Fortschreibung 214.716 Menschen mit Hauptwohnsitz - historischer Höchststand.
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die "Ortsanwesende Bevölkerung", ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die "Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung". Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.
| Jahr | Einwohner | - | 1385 | 9.000 | - | 1450 | 6.136 | - | 1500 | 6.000 | - | 1620 | 10.000 | - | 1670 | 5.300 | - | 1754 | 6.655 | - | 1800 | 9.050 | - | 1818 | 10.200 | - | 1830 | 14.115 | - | 3. Dezember 1858 ¹ | 16.700 | - | 3. Dezember 1861 ¹ | 16.900 | - | 3. Dezember 1864 ¹ | 19.200 | - | 3. Dezember 1867 ¹ | 20.800 | - | 1. Dezember 1871 ¹ | 24.668 | - | 1. Dezember 1875 ¹ | 30.600 | - |
|---|
| Jahr | Einwohner | - | 1. Dezember 1880 ¹ | 36.231 | - | 1. Dezember 1885 ¹ | 41.310 | - | 1. Dezember 1890 ¹ | 48.909 | - | 2. Dezember 1895 ¹ | 53.118 | - | 1. Dezember 1900 ¹ | 61.504 | - | 1. Dezember 1905 ¹ | 74.098 | - | 1. Dezember 1910 ¹ | 83.324 | - | 1. Dezember 1916 ¹ | 69.795 | - | 5. Dezember 1917 ¹ | 67.423 | - | 8. Oktober 1919 ¹ | 87.946 | - | 16. Juni 1925 ¹ | 90.475 | - | 16. Juni 1933 ¹ | 99.122 | - | 17. Mai 1939 ¹ | 110.110 | - | 31. Dezember 1945 | 89.275 | - | 29. Oktober 1946 ¹ | 93.075 | - |
|---|
| Jahr | Einwohner | - | 13. September 1950 ¹ | 109.717 | - | 25. September 1956 ¹ | 128.401 | - | 6. Juni 1961 ¹ | 145.016 | - | 31. Dezember 1965 | 154.240 | - | 27. Mai 1970 ¹ | 174.377 | - | 31. Dezember 1975 | 175.371 | - | 31. Dezember 1980 | 175.106 | - | 31. Dezember 1985 | 184.230 | - | 25. Mai 1987 ¹ | 178.672 | - | 31. Dezember 1990 | 191.029 | - | 31. Dezember 1995 | 199.273 | - | 31. Dezember 2000 | 205.102 | - | 30. Juni 2005 | 214.716 |
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Im 19. Jahrhundert zogen auch Protestanten in die Stadt, die später eigene Kirchen erhielten. Die ehemals markgräflich-badischen Teilorte Haslach, Opfingen und Tiengen sind traditionell evangelisch. Die Freiburger Protestanten gehören heute, sofern sie nicht Glieder einer Freikirche sind, zum Dekanat Freiburg innerhalb des Kirchenkreises Südbaden der Evangelischen Landeskirche in Baden. In Freiburg befindet sich auch der Sitz der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Baden, einer lutherischen Freikirche.
Seit dem späten 19. Jahrhundert besteht in Freiburg eine altkatholische Gemeinde. Den griechisch-, russisch- und rumänisch-orthodoxen Gemeinden wurde eine katholische Kirche für ihre Gottesdienste zur Verfügung gestellt. Außerdem gibt es in Freiburg eine Anglikanische Gemeinde und die Neuapostolische Kirche.
An der Spitze der Stadtverwaltung stand früher der Schultheiß als Vorsitzender des Gerichts. Nach dem Übergang an Baden wurde die badische Städteverfassung eingeführt mit einem Bürgermeister, später Oberbürgermeister an der Spitze.
Die Oberbürgermeister ab 1806:
Grüne und Junges Freiburg bilden eine Fraktionsgemeinschaft, ebenso die Linke Liste, die Kulturliste und die Unabhängigen Frauen.
Außerdem besteht eine Städtefreundschaft mit
Freiburg ist für sein sonniges, warmes Klima, für die Forschung und Produktion im Bereich Solarenergie bekannt. Selbst das Stadion des SC Freiburg verfügt über solarthermische und photovoltaische Anlagen. Die besondere Bedeutung der Solarenergie für Stadt und Region spiegelt sich auch in der Fachmesse Intersolar (jährlich) wieder, die für die recht kleine Messegesellschaft Messe Freiburg (Teil der städtischen Gesellschaft FWTM) eine ungewöhnlich hohe internationale Bedeutung hat. Eine weitere internationale Fachmesse ist die INTERbrossa-BRUSHexpo, die alle vier Jahre für ihre Branchen Weltleitmesse ist. Zahlreiche weitere Fach- und Publikumsmessen machen Freiburg zu einem wichtigen regionalen Messestandort. Dem wurde im Jahr 2000 Rechnung getragen, indem die Messe Freiburg auf ein neues Gelände mit moderner Hallen-Infrastruktur umzog. Für Sommer 2006 ist die Eröffnung der Erweiterung geplant (dann 4 Messehallen).
Mit den zwei Großverlagen Haufe und Herder, sowie dem Sitz der Badischen Zeitung, ist Freiburg ein deutschlandweit bedeutender Verlags- und Medienstandort.
Darüber hinaus spielt der Fremdenverkehr eine bedeutende Rolle. Die Stadt gilt als Tor zum Schwarzwald und gehört zu den beliebtesten Reisezielen in Südwestdeutschland.
Freiburg liegt verkehrsgeographisch günstig an der großen europäischen Verkehrsmagistrale Rhein-Saône-Rhône-Mittelmeer. Die Bundesautobahn A 5 (Alsfeld - Weil am Rhein) verbindet Freiburg Richtung Norden mit Straßburg (-Paris), Karlsruhe (-Stuttgart-München), Mannheim, Frankfurt am Main (-Köln) und Richtung Süden mit Mülhausen (Mulhouse) (-Dijon-Lyon-Marseille), Basel (-Bern-Genf/ -Zürich-Mailand). Außerdem liegt Freiburg an den Bundesstraßen B 3 (Buxtehude - Weil am Rhein), B 31 (Breisach - Lindau) und B 294 (nach Freudenstadt).
Freiburg verfügt über ein dynamisches Parkleitsystem, das auf die Anzahl der verfügbaren freien Parkplätze in den zahlreichen Parkhäusern am Rande der Fußgängerzone hinweist.
Die Rheintalbahn Karlsruhe—Freiburg—Basel befindet sich zur Zeit im viergleisigen Ausbau, da sie zukünftig als Zubringer zur Neuen Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT) dienen soll. Im Eisenbahngüterverkehr ist Freiburg kein Eisenbahnknoten mehr, der Güterbahnhof dient jedoch als Terminal für die Rollende Landstraße nach Novara (Italien). Die Höllentalbahn verbindet Freiburg mit Donaueschingen.
Die Innenstadt wird von vier Straßenbahnlinien (erste Inbetriebnahme: 1901) und durch 22 Busverbindungen durch die Freiburger Verkehrs AG erschlossen, das Umland bis zum Kaiserstuhl und ins Elztal von der Breisgau-S-Bahn, die auf der historischen Strecke der Breisacher Bahn verkehrt. Extra für die Stadt Freiburg wurde von der Waggonfabrik Düwag der Düwag GT8 Typ Freiburg konstruiert, der bis heute fährt. Die Stadt gehört dem Regio-Verkehrsverbund Freiburg an.
Der Schauinsland, Freiburgs Hausberg (1.284 m), ist mit Deutschlands längster (3,6 km) Kabinen-Umlauf-Seilbahn zu erreichen.
Der Flugplatz in Freiburg befindet sich am neuen Messegelände, der meiste Flugverkehr wird jedoch über den Euroairport Basel-Mulhouse-Freiburg im benachbarten Oberelsass abgewickelt. Zum Euroairport besteht eine Shuttle-Busverbindung vom Freiburger Busbahnhof.
Des weiteren gibt es das offizielle "Amtsblatt der Stadt Freiburg", das zweiwöchentlich erscheint und in dem sowohl Bekanntmachungen der Stadt Freiburg als auch normale Zeitungsartikel abgedruckt sind.
Jeweils Mittwochs erscheint mit einer Auflage von derzeit (Juni 2006) 113500 Exemplaren der "Freiburger Wochenbericht", das das erste deutsche Anzeigenblatt ist und kostenlos an alle Haushalte verteilt wird. In ihm werden ebenfalls normale Zeitungsartikel abgedruckt.
Donnerstags erscheint ihn ähnlicher Aufmachung seit 1983 der "Freiburger Stadtkurier". Er hat derzeit (Juni 2006) eine Auflage von 113300 Exemplaren, die ebenfalls an alle Haushalte kostenlos verteilt werden.
Außer diesen fünf größeren Zeitungen gibt es noch einige weitere kleinere Zeitungen und Zeitschriften aus und für Freiburg.
Die jeweils Mittwochs und Samstags erscheinende "Zypresse". Ein Blatt für private Kleinanzeigen wie die Donnerstags erscheinende und auch der Badischen Zeitung beiliegende "Schnapp".
Außer diesen Anzeigenblättern gibt es noch weitere Kultur- und Veranstaltungsmagazine, darunter die beiden Stadtmagazine "FRIZZ Freiburg Das Magazin - das Eventmagazin für Freiburg und Region" und "Plan 14", die 2 Kulturmagazine "Freiburg aktuell" und "Chilli".
Zu der gleichen Firma gehören das Regionalradio 106.0 Antenne Südbaden sowie das Regionalfernsehen TV Südbaden, welche beide als Privatsender werbefinanziert sind.
Das dritte Freiburger Radio ist das Radio Dreyeckland, das in der Nähe der Innenstadt produziert wird.
Außer diesen speziell auf Freiburg konzentrierten Medien gibt es noch unter anderem das Radio Regenbogen für die gesamte Region Baden.
Im Ortsteil Lehen betreibt der SWR eine Sendeanlage für Mittelwelle (Frequenz 828 kHz, Sendeleistung 10 kW, Geographische Koordinaten des Senderstandorts: ) und UKW-Hörfunk. Der Senderstandort Freiburg-Lehen ist einer der ältesten in Deutschland.
Ferner gibt es drei Seminare für Didaktik und Lehrerbildung, und zwar für Berufliche Schulen, für Gymnasien und für Realschulen.
Forschungseinrichtungen
In Freiburg befinden sich auch mehrere Forschungsinstitute:
Das Kommunale Kino Freiburg ist in den letzten Jahren ebenfalls mehrfach ausgezeichnet worden. Alle zwei Jahre veranstaltet das Kommunale Kino das Freiburger Film Forum mit Schwerpunkt auf dem ethnographischen Film. Es gilt als eines der wichtigsten Filmfestivals dieses Schwerpunkts in Deutschland.
Als einer der ältesten studentischen Filmclubs Deutschlands zeigt der 1957 gegründete Akademischer Filmclub Freiburg ein eigenes Programm. Dieses wird während des Semesters bis zu viermal pro Woche mit einem 35mm-Projektor in einem Hörsaal des Uni-Hauptgebäudes vorgeführt.
Im Juli und August findet in Freiburg auch ein tägliches Open-Air-Kino statt.
Ebenfalls am Augustinerplatz liegt das Adelhausermuseum für Natur- und Völkerkunde in dem ein Überblick über die heimische Tier- und Pflanzenwelt mit der beliebten "Vom Ei zum Küken"-Schau zu Ostern gegeben wird.
Ein weiteres Museum ist das Museum für Neue Kunst in der Marienstrasse, in dem moderne Kunst wie Malereien und Plastiken ausgestellt werden.
Das Museum für Ur- und Frühgeschichte schließlich befindet sich im Colombischlössle im Colombipark, in dem es um die frühgeschichtliche und mittelalterliche Entwicklung am Oberrhein, zum Beispiel die Zivilisation der Römer, geht. Hier werden auch mehrmals im Jahr Aktionen für Kinder angeboten, bei denen sie selbst ausprobieren können, wie in der Steinzeit zum Beispiel Feuer gemacht oder Tongefäße gebrannt wurden.
Des Weiteren gibt es noch einige privat betriebene Museen in Freiburg, zum Beispiel die Zinnfiguren-Klause im Schwabentor, in der man eine Armee aus Zinnfiguren besichtigen kann.
In der Turmstrasse befindet sich das Freiburger Fasnetmuseum, in dem einige Fasnachtsmasken und die Geschichte der "Freiburger Fasnet" dargestellt werden.
Ein als reine Touristenattraktion ohne Bezug zu Freiburg konzipierte Schauderstätte ist das „Mittelalterliche Foltermuseum“ am Münsterplatz, in dem diverse mittelalterliche Folterwerkzeuge wie eine Streckbank und das Rädern ausgestellt werden.
Im "Freiburger Hausberg" Schauinsland befindet sich das Museums-Bergwerk Schauinsland, das ein stadtgeschichtlich bedeutendes Bergwerk für Silber-Blei-Zinkerze am „Erzkasten“ oberhalb Hofsgrund war, heute aber von einer privaten Gruppe betrieben wird und in den Wintermonaten, in denen es geschlossen ist, erweitert wird.
Das größte Freiburger Bad ist das Eugen-Keidel-Bad, ein Mineral-Thermalbad mit einer großen Bade- und Saunalandschaft. Über eine Buslinie ist es an den ÖPNV angeschlossen, dennoch ist die Lage weit vor den Toren der Stadt im Wald gelegen eher autogerecht (aber idyllisch).
Im Westen Freiburgs in unmittelbarer Nachbarschaft des Seeparks befindet sich das Westbad, das vor allem als Sportbad ausgelegt ist. Es besitzt ein durch eine bewegliche Trennwand teilbares 50m-Becken, ein Nichtschwimmer- und ein Babybecken sowie ein 5m tiefes Sprungbecken mit zugehöriger Sprunganlage (bis 10m). Im Außenbereich befinden sich Liegewiesen, Spielbereiche, Kinderbecken und seit längerem und auf längere Zeit nicht in Betrieb befindliche Außenschwimmbecken (Finanznot der Stadt).
In Innenstadtnähe befindet sich das Faulerbad, das als Freizeitbad mit 25m-Schwimmerbecken, Liegewiese und 2 Saunakabinen, aber ohne Rutsche konzipiert ist und im Winterhalbjahr am ersten Samstag im Monat große Mitternachtspartys mit Lichtshow, Barbetrieb und DJs anbietet. Im Sommer geschlossen.
Im Stadtteil Haslach befindet sich das Gartenhallenbad Haslach mit mehreren Becken, darunter einem Nichtschwimmer- und einem Sprungbecken bis 5m und einer Liegewiese. Sehr beliebt bei der jüngeren Bevölkerung.
Weitere Sportbäder befinden sich in Lehen mit einem 17m-Becken und Hochdorf.
Unter den Freibädern das größte ist das Strandbad in direkter Nachbarschaft des Badenova-Stadions auf der Grenze der östlichen Stadtteile Waldsee und Ebnet. Es hat ein unbeheiztes Nichtschwimmerbecken mit einer 91m-Rutsche, ein Plantschbecken und ein beheiztes 50m-Becken sowie großzügige Liegeflächen, Umkleiden und Verpflegungseinrichtungen. Hüpfburg und Beachvolleyballfelder runden das breite Angebot ab.
Im Stadtteil Wiehre befindet sich das älteste deutsche Schwimmbad mit separatem Frauenteil, das Lorettobad. Die ganze Anlage mit den historischen Umkleideräumen und dem dicht umbauten Schwimmerbecken hat seinen ganz eigenen Charme.
Das dritte Freibad ist schließlich das Freibad St. Georgen mit einem 25m-Becken in Verbindung mit einem Nichtschwimmerbereich mit Breitrutsche. Die reizvolle, teilweise in Hügeln geschwungene Anlage (rund um das Kleinkinderbecken) und der ausgedehnte Sportbereich (inklusive Hüpfburg) machen das Bad besonders für den entspannten Familienausflug empfehlenswert.
Die Freibäder sind nur während der Sommersaison geöffnet, im Jahr 2006 öffnete das Strandbad am 11. Mai, die beiden anderen Freibäder am 25. Mai. Die übrigen 6 Schwimmbäder sind mit unterschiedlichen Pausen ganzjährig geöffnet.
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Neben dem SC Freiburg gibt es auch den Freiburger Fußball-Club, welcher 1907 Deutscher Meister wurde.
Im Eishockey spielte der EHC Freiburg (die Wölfe) in der Saison 2003/2004 in der höchsten Liga (DEL), stieg aber am Saisonende wieder in die 2. Eishockey-Bundesliga und darauf folgend sogar in die Oberliga ab.
Durch die Eisvögel USC Freiburg ist Freiburg auch in der ersten Basketballliga der Frauen repräsentiert.
Eine weitere bedeutende Sportart ist der Radsport. Im Jahr 2000 war Freiburg zum vierten Mal Etappenort der Tour de France. Im Juni 2004 wurde hier die Deutsche Radsportmeisterschaft ausgetragen, im November 2005 wurde mit den Hallenradsport Weltmeisterschaften ein internationaler Wettbewerb ausgerichtet.
In Freiburg gibt es einen Olympia-Stützpunkt.
Im März 2004 fand erstmals der Freiburg-Marathonlauf als Breitensportveranstaltung statt.
Mit der Freiburger Turnerschaft von 1844 e.V. hat der größte Sportverein Südbadens seine Heimat in Freiburg.
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