Das Freestyle-Skiing fasst fünf Geschicklichkeitsdisziplinen des alpinen Skisports zusammen. In den Disziplinen des Freestyle-Skiing fahren die Skisportler über Buckelpisten, springen Figuren auf einer Sprungschanze und in der Halfpipe und beweisen ihr Können im Rennen von zwei Fahrergruppen gegeneinander. Alle Disziplinien werden auf sehr kurzen Alpinskiern ausgeführt.
Ein Weltcup im Freestyle-Skiing wird seit 1980 vom Internationalen Skiverband FIS reglementiert und veranstaltet. Seit 1986 finden Weltmeisterschaften im Freestyle-Skiing statt. Teile des Freestyle-Skiing sind zudem seit 1992 olympisch.
Bis in die 1990er-Jahre war Freestyle-Skiing im deutschen Sprachraum unter der Bezeichnung Trickskifahren bekannt. Die deutsche Bezeichnung ist inzwischen ungebräuchlich geworden.
Die Disziplinen des Freestyle-Skiing unterteilen sich in Disziplinen, bei denen eine Jury die Leistung der Sportler mit Punkten bewertet, und Disziplinen, bei denen der Sieger eines direkten Vergleichs im Kopf-an-Kopf-Rennen gewinnt. In den Punkt-Disziplinen gewinnt der Sportler mit der höchsten Gesamtpunktzahl.
Die Punkt-Disziplinen sind Aerials, Moguls und Half Pipe:
Die Disziplinen mit einem direkten Vergleich sind Dual Moguls und Ski Cross:
Die Ursprünge der geschickten Bewegung auf Skiern reichen in die 1920er Jahre zurück. Als Schöpfer des modernen Freestyle-Skiing gilt heute aber der norwegische Olympiasieger und Weltmeister im alpinen Riesentorlauf von 1952, Stein Eriksen.
In den 1960er Jahren wurden verschiedene Ausprägungen des Freestyle-Skiing unter dem Namen „Hotdogging“ in den USA immer bekannter. 1966 wurden die ersten organisierten Wettkämpfen in Waterville Valley, New Hampshire veranstaltet. Die ersten professionellen Wettkämpfe fanden 1971 statt.
Die FIS erkannte Freestyle-Skiing 1979 als eigenständige Sportart an und erarbeitete ein Regelwerk betreffend der Sprungtechniken. Oberstes Ziel dieser Bemühungen war die Verbannung aller verletzungsträchtigen Elemente aus dem Sport. Die erste Weltcuptournee wurde 1980 inszeniert und die ersten Weltmeisterschaften fanden 1986 in Tignes in Frankreich statt.
Dem Aufschwung des Freestyle-Skiing zollte auch das Olympische Komitee Respekt. Bei den Olympischen Winterspielen von Calgary 1988 wurde Freestyle-Skiing als Demonstrationsbewerb zugelassen. Bereits bei den nächsten Spielen 1992 in Albertville war die Disziplin Buckelpiste Teil des offiziellen olympischen Programms. 1994 in Lillehammer wurden auch die Aerials olympisch.
Ursprünglich gehörten die Disziplinen Aerials, Moguls und Acro (dt. Ballett) zum von der FIS definierten Freestyle-Skiing. Erst später kamen die Disziplinen Dual Moguls, Half Pipe und Ski Cross hinzu. Das Ballett zählt inzwischen nicht mehr zum Programm. Beim Ballett wurden mit an beiden Enden aufgebogenen Skiern (so genannten Twintips) auf einer glatten, leicht geneigten Piste tanzartige Figuren und Sprünge ausgeführt und nach Punkten bewertet.
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