Unter einer Frechheit wird im allgemeinen Sprachgebrauch eine Respektlosigkeit verstanden. Dazu zählt vor allem anmaßendes und unverschämtes Benehmen. Es ist hauptsächlich ein Vorwurf gegen Kinder ("Frechdachs"), hat aber in älterer Literatursprache auch den Beigeschmack von Verruchtheit (mit frechem Mut).
Seltener wird das Adjektiv frech auch als Kompliment für auffällige Äußerlichkeiten benutzt (Beispiel: "Sie haben eine freche Frisur").
Vor allem in empörten Äußerungen in Internetforen und Leserbriefen ist immer wieder der Ausdruck bodenlose Frechheit zu hören, wenn es um das Verhalten von Behörden und Ämtern den Bürgern gegenüber, sowie um die vermeintlichen Verfehlungen von Politikern und der Erlassung neuer Verordnungen und Steuergesetze geht. Auch die Tarifpolitik von Fernsprech-Unternehmen und die Preise von Dienstleistungen werden gleichfalls derart bezeichnet. Am Ende wird dann manchmal resignierend bedauert, dass wie immer wohl die Frechheit siegen würde.
Auch in Landtags- und Bundestagsreden kommt der Begriff immer wieder zur Sprache. Zitate dazu:
Der Ausdruck geht auf die Gewohnheit des Dachses zurück, wenn er Kinder hat, seinen Bau auch gegen größere Raubtiere zu verteidigen. "Frech" hier in der alten Bedeutung "mutig".
Vor dem Internatsgymnasium Pädagogium in Bad Sachsa steht der Frechdachs, das einzige Schülerdenkmal Deutschlands.
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"Frechheit".
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