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Das Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik (Heinrich-Hertz-Institut) (HHI; englisch Fraunhofer Institute for Telecommunications) ist ein Institut innerhalb der Fraunhofer-Gesellschaft mit Sitz in Berlin, das sich der angwandten Forschung widmet.

Übersicht


Gegenwärtige Forschungsschwerpunkte des Heinrich-Hertz-Instituts sind

Wie alle Institute der Fraunhofer-Gesellschaft finanziert sich das Heinrich-Hertz-Institut nur zu 40% aus öffentlichen Mitteln. Der Rest wird durch Auftragsforschung der Industrie oder der öffentlichen Hand aufgebracht. Das Institut beschäftigt mehr als 260 Mitarbeiter, meist Wissenschaftler und Ingenieure und hat einen Etat von mehr als 25 Mio. Euro.

Im Jahr 2006 gelang die Entwicklung eines Datenübertragungssystems mit einer bis dahin nicht erreichten Geschwindigkeit von 2560 Gb/s, das heißt, die Übertragung einer Datenmenge, die dem Inhalt von 60 CD-ROMs entspricht, dauert eine Sekunde.

Geschichte


Das Heinrich-Hertz-Institut wurde 1928 als Heinrich-Hertz-Institut für Schwingungsforschung gegründet und beschäftigte sich seinerzeit mit der Telegrafie, der Fernsprechtechnik und der Hochfrequenztechnik. 1933 wurde der Name Heinrich Hertz von den Nazis aus dem Institutsnamen entfernt, da der Namensgeber jüdischer Abkunft war.

Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte die Neugründung des Heinrich-Hertz-Instituts für Schwingungsforschung e.V. Im Jahr 1968 konnte das Institut den Neubau am Berliner Einsteinufer beziehen. Die Forscher beschäftigten sich vorzugsweise mit der Akustik, der Breitbandtechnik, der Photonik und der elektronischen Bildgebung.

1975 erfolgte die Umbenennung des Instituts in Heinrich-Hertz-Institut für Nachrichtentechnik Berlin GmbH mit dem Land Berlin und dem Bund als Gesellschafter. Die Forschungsschwerpunkte lagen demgemäß bei der erdgebundenen Breitbandtechnik, der elektronischen Bildtechnik und bei der mobilen Breitbandkommunikation.

Im Jahr 2003 ging das Institut in die Fraunhofer-Gesellschaft über und erhielt den heutigen Namen Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut. Seit Jahrzehnten arbeitet das Institut eng mit der TU Berlin zusammen, die Aufgaben in der Grundlagenforschung abdeckt, während sich das Heinrich-Hertz-Institut auf die angewandte Forschung konzentriert.

2004 wurde das Deutsch-Chinesische Gemeinschaftsinstitut für Mobilkommunikation gegründet, das einen Forschungsbereich am Heinrich-Hertz-Institut in Berlin und einen weiteren in Peking besitzt.

Direktoren


Siehe auch


Weblinks


  • http://www.hhi.fraunhofer.de/ Institutsseite des Fraunhofer-Instituts für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut

Nachrichtentechnik | Forschungsinstitut | Wissenschaft (Berlin)

 

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