Frauenfeld ist die Hauptstadt des Kantons Thurgau in der Schweiz und Hauptort des gleichnamigen Bezirks.
Auf „unserer lieben Frauen Feld“, also einer der Muttergottes geweihten Flur, einer Hochfläche, die nach Westen steil in die Thurebene, im Süden in einem felsigen Absturz zur Murg abfällt, wurde die Stadt Frauenfeld ab zirka 1230 durch die Kyburger auf einem Rechteck von 250 x 110 Meter erbaut. Das Wahrzeichen der Stadt, das Schloss, kann zirka auf das Jahr um 1237 datiert werden.
Alle kyburgischen Besitzungen der Ostschweiz, also auch Frauenfeld, fielen 1264 durch Erbe an die Habsburger. Zwei Höhepunkte erreichte die Geschichte von Frauenfeld, und zwar am Ende des 14. Jahrhunderts sowie im 18. Jahrhundert. Ab 1374 überstrahlte der mittelalterliche Glanz Frauenfelds die ganze Grafschaft Thurgau, zu welcher damals St. Gallen noch gehörte; denn in diesem Jahr übertrugen die Habsburger dem Vogt von Frauenfeld die Blutgerichtsbarkeit für den ganzen Thurgau.
Frauenfeld_schloss.jpg]] Noch heute künden spätbarocke und klassizistische Repräsentationsbauwerke, darunter auch das Rathaus, von einer zweiten goldenen Zeit, dem 18. Jahrhundert. Denn seit 1712 tagten die Eidgenossen abwechselnd in Frauenfeld und Baden, und 1742 wurde die „Stadt im grünen Land“ definitiv zum Sitz der eidgenössische Tagsatzung auserkoren. Doch zweimal, in zeitlichem Abstand von nur 17 Jahren, wurde Frauenfeld von einer verheerenden Feuerbrunst heimgesucht, 1771 und 1788.
Der Zusammenbruch der alten Eidgenossenschaft (1798) im Gefolge der Französischen Revolution brachte das abrupte Ende der Tagsatzungszeit. Neben dem Turm des Schlosses als Zeuge des Mittelalters erhielt Frauenfeld 1906 zwei weitere Türme, welche der Stadt ihr unverwechselbares Gesicht gaben. Dies waren der Turm der neubarocken, mit Jugendstilelementen verzierten katholischen Stadtkirche St. Nikolaus sowie der achteckige Turm des nach Süden erweiterten Rathauses.
Ort im Kanton Thurgau | Schweizer Gemeinde | Hauptort eines Kantons (Schweiz)
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