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Der Französische Dom in Berlin liegt am Gendarmenmarkt. Er besteht aus der Französischen Friedrichstadtkirche, die 1701 bis 1705 für französische reformierte Glaubensflüchtlinge, die sogenannten Hugenotten, gebaut wurde, und dem erst 1785 angebauten Turm. Strenggenommen ist nur dieser Turm, der keine geistliche Funktion hat, der eigentliche Französische Dom, denn der Begriff bezeichnet in diesem Fall keine Bischofskirche, sondern kommt von dem französischen Wort dome, was Kuppel bedeutet. Ebenso verhält es sich mit dem Deutschen Dom auf der Südseite des Gendarmenmarkts; auch hier wurde, gleichzeitig mit der Französischen Friedrichstadtkirche, zunächst nur die Kirche erbaut (damals Neue Kirche genannt). An beide Kirchen ließ der preußische König Friedrich II., der Große, dann 1785 nach dem Vorbild der Piazza del Popolo in Rom zwei fast identische funktionslose Türme anbauen, ausschließlich wegen des Flairs und der Prachtentfaltung.
Der Französische Dom wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und zwischen 1977 und 1987 wieder aufgebaut. Die Französische Friedrichstadtkirche wird von zwei Gemeinden als Kirche und seit 2000 auch von der Evangelischen Akademie Berlin-Brandenburg als Tagungszentrum genutzt. 1985 wurde auf der Westempore von der Orgelbaufirma Eule aus Bautzen eine an französischem Barock orientierte Orgel erbaut.
Der Turm des Französischen Doms beherbergt ein Hugenottenmuseum.
Kirchengebäude in Berlin | Barockbauwerk | Klassizistisches Bauwerk
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"Französischer Dom".
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