Franz Steinkühler (* 20. Mai 1937 in Würzburg) ist ein deutscher Gewerkschafter und ehemaliger Vorsitzender der IG Metall.
Im Oktober 1983 wurde Steinkühler zum Zweiten Vorsitzenden der IG Metall gewählt; der bisherige Amtsinhaber Hans Mayr wurde als Nachfolger von Eugen Loderer Vorsitzender.
Im Oktober 1986 verzichtete Mayr aus Altergründen darauf, sich wieder zu Wahl zu stellen; Steinkühler wurde zum Vorsitzenden gewählt. Als Chef der IG Metall zeigte Steinkühler in den Tarifverhandlungen durchaus Kompromissbereitschaft; gleichwohl gelang ihm 1990 die stufenweise Einführung der 35-Stundenwoche.
Steinkühler wurde als Vorsitzender der IG Metall 1989 und 1992 wiedergewählt. Im Mai 1993 geriet er jedoch in Verdacht, seine Position als Aufsichtsratsmitglied der Daimler-Benz AG für Insidergeschäfte ausgenutzt zu haben. Unter dem Eindruck der Kritik trat er am 25. Mai 1993 vom Posten des IG Metall-Vorsitzenden zurück. Zu seinem Nachfolger wurde Klaus Zwickel gewählt.
Mann | Deutscher | SPD-Mitglied | Gewerkschafter | Geboren 1937
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