Franz Friedrich Nicklisch (* 8. März 1906 in Hesserode; † 6. Dezember 1975 in Berlin) war ein deutscher Schauspieler und Synchronsprecher.
1931 gab Nicklisch mit einer kleinen Rolle im Fritsch/Harvey-Musical Der Kongress tanzt sein Spielfilmdebüt. In den Folgejahren spielte Nicklisch kleinere und größere Rollen in Produktionen wie Friedrich Schiller – Der Triumph eines Genies (mit Horst Caspar in der Titelrolle), Der Tanz auf dem Vulkan (als Freund der von Gustaf Gründgens verkörperten Hauptfigur), und in Das Mädchen Johanna, Gustav Ucickys tendenziöser Adaption des Jungfrau von Orléans-Stoffes. Auch in der Nachkriegszeit bot die Filmproduktion zahlreiche Rollen für Nicklisch: Er spielte neben Heinz Rühmann in Der eiserne Gustav, als Vater von Horst Buchholz in Endstation Liebe, neben Martin Held im Drama Spion für Deutschland sowie in einer britischen Adaption von Erich Kästners Emil und die Detektive.
Darüber hinaus arbeitete Nicklisch umfangreich in der Synchronisation und lieh seine Stimme international bekannten Schauspielkollegen wie Charles Bronson (Die glorreichen Sieben), William Holden (Arizona), Lee Marvin (Die Caine war ihr Schicksal), Pierre Mondy (Der Weg ins Verderben), Harold Russell (in seiner Oscar-prämierten Rolle als Kriegsversehrter in Die besten Jahre unseres Lebens) und John Wayne (Höllenfahrt nach Santa Fé).
Franz Nicklisch war mit der Schauspielkollegin Ursula Meißner verheiratet. Sein Bruder Hans war als Schriftsteller tätig.
Schauspieler | Synchronsprecher | Deutscher | Mann | Geboren 1906 | Gestorben 1975
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