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Franz Morak (* 25. Mai 1946 in Graz) ist Staatssekretär für Kunst und Medien im Bundeskanzleramt (ÖVP) in der Bundesregierung Schüssel II.

Nach Schauspiel- und Regiestudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz und am Reinhardtseminar in Wien (Morak ist kein Absolvent, er war nur Hörer) war Morak als Singer und Songwriter, Schauspieler, Regisseur an mehreren Theatern (u. a. seit 1974 am Burgtheater) sowie Akteur in TV-, Hörfunk-, und Filmproduktionen tätig. Politisch engagierte er sich von 1994 bis Februar 2000 als Abgeordneter zum Nationalrat, Kultursprecher der ÖVP und ORF-Kurator. Seit 2000 ist Morak Staatssekretär für Kunst und Medien im Bundeskanzleramt.

In dieser Position hat er, nach der Ansicht seiner politischen Gegner, seine konservative Haltung gegenüber Kulturschaffenden dahingehend zum Ausdruck gebracht, dass er dafür berüchtigt ist, Kritikern der gegenwärtigen schwarzblauen Koalition jegliche Subvention zu streichen.

Der Einstieg in seine politische Tätigkeit erfolgte, nachdem Claus Peymann ihn nicht als dem Burgtheater entsprechendes schauspielerisches Talent ansah und ihn in seinen Produktionen nicht einsetzte.

Zu den mittlerweile weniger bekannten Stationen im Leben des nunmehrigen Kulturstaatssekretärs zählt auch seine Zeit als Extrem-Punkrock-Sänger und Songwriter. Unter anderem veröffentlichte er die Alben "Morak" (Covergestaltung: Gottfried Helnwein), "Morak'n'Roll" und "Sieger sehen anders aus". In seinen musikalischen Werken und auch bei seinen Live-Performances setzte sich Morak auf sehr drastische Weise mit der katholischen Kirche, Inzest, Pädophilie, Suizid, diversen Geisteskrankheiten und anderen brisanten Themen auseinander. (Ein Textbeispiel: "Schnallt euch an, haltet euch fest, jetzt seid ihr dran, jetzt kriegt ihr den Rest! Wir scheuern euch die Gehirne blank mit schneeweißem New-Wave-Schizo-Punk!")

Weblinks

Staatssekretär (Österreich) | Abgeordneter zum Nationalrat (Österreich) | Burgschauspieler | Theaterregisseur | Rocksänger | Mann | Geboren 1946

 

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