Franz Karl Achard (* 28. April 1753 in Berlin; † 20. April 1821 in Cunern, Schlesien) war ein deutscher Physiker und Chemiker. Er ist der Erfinder der Zuckerfabrikation aus Zuckerrüben.
Achard nahm die Versuche Andreas Sigismund Marggrafs, der 1747 den Zuckergehalt der Runkelrübe nachgewiesen hatte, wieder auf. Seit 1786 beschäftigte er sich auf seinem Gut Kaulsdorf (heute zu Berlin gehörend) mit eingehenden Versuchen über die optimale Kultur der Rüben. 1799 konnte er dem König Friedrich Wilhelm III. in einer Eingabe Hoffnungen auf eine wirtschaftlich interessante - und vor allem einheimische - Quelle für die Gewinnung von Zucker machen.
Auf dem Gut Cunern (heute Konary) bei Winzig in Schlesien baute Achard mit der Unterstützung des Königs die erste Zuckerfabrik, die im März 1802 in Betrieb genommen wurde. Wenige Jahre später wurde sie während der Kriegshandlungen mit den Franzosen zerstört.
Erstmals gelang ihm 1779, mit Hilfe eines Sauerstoffgebläses, Platin zu schmelzen. 1784 konnte er durch Zusatz von Arsen den ersten Platintiegel herstellen. 1788 veröffentlichte er Untersuchungen über die Eigenschaften von 906 verschiedenen Metalllegierungen. Er erschmolz Probestäbe und prüfte Zug, Biegung, Härte, Dehnung, Zähigkeit sowie Korrosioinsfestigkeit gegenüber bestimmten Stoffen. Die mit erstaunlicher Genauigkeit durchführten Versuche beeinflussten die Entwicklung der Werkstoffkunde jedoch kaum.
Mann | Chemiker (18. Jh.) | Chemiker (19. Jh.) | Physiker (18. Jh.) | Physiker (19. Jh.) | Geboren 1753 | Gestorben 1821
Franz Karl Achard | Franz Karl Achard | Franz Karl Achard | Franz Karl Achard
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