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Vienna Franz Jonas 1.jpg Franz Jonas (* 4. Oktober 1899 in Wien; † 24. April 1974 in Wien) war ein SPÖ-Politiker und von 1965 bis 1974 österreichischer Bundespräsident.

Der gelernte Schriftsetzer und Korrektor Franz Jonas wird 1932 Sekretär der sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SDAP) in Floridsdorf, einer Hochburg der Wiener Sozialisten. Als Aktivist der Revolutionären Sozialisten wird er, wie unzählige Gleichgesinnte, darunter Bruno Kreisky, Anfang des Jahres 1935 aufgrund seiner Teilnahme an der Brünner Reichskonferenz verhaftet und im sogenannten Sozialistenprozess des Hochverrates angeklagt. Trotz seines Freispruchs hat er 14 Monate in Haft zu verbringen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wird er in Floridsdorf Bezirksvorsteher. In den Jahren 1948-1951 ist er Stadtrat zuerst für Ernährungsfragen, später für Bauwesen. Im Jahr 1951 wird er Wiener Bürgermeister. Dieses Amt hat er bis 1965 inne. In dieser Zeit ist er auch zeitweise Bundesrat und Nationalrat.

1965 wird er zum Bundespräsident gewählt. In seiner zweiten Amtsperiode stirbt Jonas als bis dahin längst dienender Bundespräsident am 24. April 1974 an Krebs. Von seinem Tod bis zum 8. Juli 1974 übt der damalige Bundeskanzler Dr. Bruno Kreisky gemäß der Verfassung die Funktionen des Bundespräsidenten aus.

Zu den Höhepunkten seiner Amtszeit zählen ein Staatsbesuch im Vatikan und der Besuch der englischen Königin Elizabeth II.

Siehe auch


Weblinks


Mann | Österreicher | Bundespräsident (Österreich) | Bürgermeister (Wien) | Esperantist | Geboren 1899 | Gestorben 1974

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