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Franz II. Rákóczi (* 27. März 1676; † 8. April 1735; ung. II. Rákóczi Ferenc, slow. František II. Rákoci) gilt heute als ungarischer Held und war seinerzeit der reichste Adlige im Königlichen Ungarn, Gespan des oberungarischen Komitats Šariš/Scharosch/Sáros und Anführer des nach ihm benannten Aufstandes (1703 bis 1711)

Schon Franz' adlige Verwandte waren oft in antihabsburgische Aufstände verwickelt: sein Vater Franz I. Rákóczi war in der Verschwörung Wesselényis (16641671) in Kroatien und der Slowakei (beides Teile des Königlichen Ungarn) verwickelt, sein Großvater (Georg I. Rákóczi) war Anführer eines nach ihm benannten Aufstands (16441645) in der Slowakei, sein Onkel Georg II. Rákóczi war Anführer eines nach ihm benannten Aufstands (1648–1660) in Siebenbürgen und Polen, und sein Stiefvater Emmerich Thököly war der Anführer eines nach ihm benannten (Kuruzen-)Aufstands (1678–1688) auf dem Gebiet der heutigen Slowakei.

Nach der Niederschlagung des Aufstands ging Franz II. Rákoczi nach Frankreich ins Exil. Die Jahre 1720 bis 1735 verbrachte er im Exil in Tekirdağ (Türkei), wo er auch starb. Erst 1906 wurden die Überreste des Fürsten in das damalige Königreich Ungarn heimgebracht und wurden feierlich im Elisabeth-Dom zu Kaschau (ungarisch Kassa, slowakisch Košice, heute in der Slowakei) begraben.

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Ungar | Mann

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